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 Betreff des Beitrags: Fruchtbarkeit über die Atemluft messbar
BeitragVerfasst: 27. März 2019 16:35 
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NFP-Gräfin

Registriert: 19. September 2004 13:36
Beiträge: 3465
Ich habe auf Facebook eine Anzeige über das Projekt gesehen und fand es recht interessant. Anscheinend ändert sich der CO2-Gehalt in der Atemluft, je nach Fruchtbarkeit. Man kann wohl auch andere Sachen damit feststellen, z.B. Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
Hier ist der Artikel dazu


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 Betreff des Beitrags: Re: Fruchtbarkeit über die Atemluft messbar
BeitragVerfasst: 27. März 2019 16:41 
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NFP-Kaiserin

Registriert: 2. August 2005 12:36
Beiträge: 17725
Wohnort: Berlin
NFP seit: 08/2005
Guck mal: viewtopic.php?f=8&t=42802&hilit=atemluft :mrgreen:

Intoleranzen kann man über Atemtests ermitteln *zustimm* , weil der Darm den Zucker bspw. nicht verwerten kann, der in den Dickdarm gerät und sich Kohlendioxid bildet, der Blähungen etc verursacht.

_________________
Mein Herz ist Buchstabenliebhaberin (0707), ist Herzblutbiologensohn (0309), ist Herzwärmer (0913) und Weltherrscherin2b (0815). ✰ (1014). Bild
Genitiv ins Wasser, weil es Dativ ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fruchtbarkeit über die Atemluft messbar
BeitragVerfasst: 28. März 2019 07:51 
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NFP-Gräfin

Registriert: 19. September 2004 13:36
Beiträge: 3465
Ah witzig, dass das dennoch als Zusatznutzen genannt wird. Dann ist das einzig Neue die Fruchtbarkeit :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Fruchtbarkeit über die Atemluft messbar
BeitragVerfasst: 18. Mai 2020 15:48 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 22. März 2014 20:12
Beiträge: 221
NFP seit: Januar 2014
Ich habe mal geschaut, was sich im aktuellen NFP heute zu dem Thema findet:

Zitat:
Als nicht brauchbar erwiesen haben sich dagegen andere Parameter, die nach jahrelanger Testung nun nicht mehr weiter verfolgt werden
sollten: Dazu gehören der endexspiratorische CO2-Druck (Döring 1953; Freundl 1999; Hadziomerovic et al. 2008, Jakob et al. 1997; Moeller et al. 2003), die Minimikroskope zur Messung des Kristallisationsphänomens von Speichel oder Zervixsekret und die Messung der elektrischen Leitfähigkeit in Speichel und Scheide (OvaCue) sowie die rheologischen Eigenschaften des Zervixschleims (Swell Device) (Wang et al. 2009). Leider ist manches davon jüngst wieder trotz nicht vorhandener wissenschaftlicher Qualität auf dem Markt lanciert worden.

Quelle: Natürliche Familienplanung heute, S.247f, 6. Auflage, 2020

Ich finde schade, dass nicht begründet wird, warum diese Methoden nicht weiterverfolgt werden sollten. *kopfkratz*

Ich habe die zwei "aktuellsten" (2003 und 2008) Studien, die dort zitiert werden, mal herausgesucht. Beide sind frei zugänglich:

https://www.kup.at/kup/pdf/1369.pdf

https://www.fertstert.org/article/S0015-0282(07)01432-X/fulltext

Die Autoren der beiden Studien überschneiden sich, die Grafiken und Abstracts ähneln sich auch ziemlich. Es handelt sich also wohl eher um eine, als um zwei Studien.

Das deutsche Abstract sagt folgendes:

Zitat:
Im Verlauf von 195 Zyklen von 160 Frauen wurden wiederholt endexspiratorischer pCO2 (etpCO2), LH, Estradiol und Progesteron bestimmt, um den
präovulatorischen LH-Anstieg zu identifizieren. Es ließ sich ein biphasischer Verlauf des etpCO2 zeigen, wobei das luteale Niveau im Schnitt 6,5 mmHg
niedriger lag als in der Follikelphase. Der etpCO2 begann 1–8 Tage (median 4,5 Tage) vor dem LH-Anstieg abzusinken, also zeitgleich mit dem präovulatorischen Estradiolanstieg und dem Auftreten des Leitfollikels und stieg am Ende der Lutealphase innerhalb von 2–3 Tagen wieder an. Dieses Phänomen
blieb in anovulatorischen Zyklen aus. Der etpCO2 unterliegt keinen zirkadianen Rhythmen und bleibt von normaler körperlicher Aktivität unbeeinflußt.
Erreicht man durch Verabreichung von Estradiol oder Progesteron jeweils physiologische Serumspiegel, so fällt der etpCO2 ebenfalls ab, was für die
beiden Hormone als Auslöser des Effektes spricht. Das rechtzeitige Erkennen des LH-Anstieges und der subsequenten Ovulation mittels der Bestimmung von etpCO2 ist somit eine effektive, zuverlässige, bequeme und mittlerweile auch preiswerte Methode zur Optimierung der Familienplanung.


Ich habe sie (bisher) nicht durchgelesen, nur überflogen. Aber ich finde, dass es eigentlich recht vielversprechend klingt, vor allem die Tatsache, dass sich der Parameter schon vor dem LH-Anstieg verändert und man somit den Eisprung voraussagen könnte, anstatt ihn nur hinterher festzustellen.


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