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BeitragVerfasst: 1. Januar 2006 22:14 
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Moderatorin a. D.

Registriert: 7. Mai 2004 11:22
Beiträge: 10515
Wohnort: Nibiru
NFP seit: gefühlt seit dem Phanerozoikum
Hi Bine!

Ich bin hier jetzt nicht die Ärztin, aber was ich immer wieder gelesen habe, zuwas die Ärzte dann raten, ist ein HPV-Screening. Hab ich ja auch machen lassen und war dann sehr beruhigt, dass ich keine Highrisk-Typen hatte.

Ne Konisation wurde bei Dir noch nicht gemacht?

Meine Freundin, die auch ständig IIIer und IIIDer hatte, bekam von ihrem FA dann immer so ne Creme mit (was für eine das war, weiß ich nicht). Die sollte sie verwenden und nach 3 Monaten wurde wieder kontrolliert.

Hast Du Dir die Links von mir schon durchgelesen. Da steht auch was zu dem Thema, was bei welchem PAP dann gemacht wird, bzw. werden sollte...


Jetzt mach Dich aber mal nicht verrückt. Ich weiß noch, was ich für Todesängste hatte, als ich das erste mal einen PAP IIw :!: hatte :roll: . Zur Beruhigung find ich eben so ein Screening ganz sinnvoll. So viel ich weiß wird das sogar bezahlt von der Kasse wenn man öfters nen IIIer hat. Ich musste es selbst bezahlen, mir war es das aber wert.


Liebe Grüsse, Mara.

_________________
Unser tapferes Töchterlein, Willkommen auf der Welt! Mami und Papa sind so glücklich, dass es dich gibt.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 1. Januar 2006 22:30 
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NFP-Gräfin

Registriert: 17. November 2004 00:51
Beiträge: 3006
NFP seit: Nov. 2004
Hallo Mara,

weder wurde bei mir so ein Screenig gemacht, noch habe ich je eine Salbe bekommen. Wenn es mal ein IIId war, hies es lediglich noch "kommen Sie in 3 Monaten wieder, ist zwar alles ok soweit, aber wir wollen einfach nochmal nachschaun". Mehr nicht...ich sollte wohl auch mal so ein Screening machen. Jetzt würde ich auch gerne wissen, ob ich low oder highrisk Viren habe! :-x

_________________
Ich mit Tochter (7/14) und Sohn (9/15) abgestillt und länger menstruierend Bild unterwegs


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 1. Januar 2006 22:35 
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Moderatorin a. D.

Registriert: 15. Februar 2005 23:25
Beiträge: 5456
Hallo Bine,
hier die aktuellen Leitlinien der Dt. Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) zum Thema Screening:
Zitat:
Früherkennung/Prävention

Das Plattenepithelkarzinom der Zervix eignet sich besonders gut für Früherkennungsuntersuchungen. Bei langer präklinischer Phase können die Vorstadien des invasiven Zervixkarzinoms erkannt und behandelt werden. Eine effektive Früherkennung setzt eine regelmäßige Teilnahme am Krebsfrüherkennungsprogramm, insbesondere für Frauen mit anamnestischer Risikokonstellation voraus.

Diagnostik bei asymptomatischen Patientinnen
Zu fordern ist eine Spiegeleinstellung und eine gezielte zytologische Abstrichentnahme, möglichst unter kolposkopischer Kontrolle von der Portiooberfläche sowie aus dem Zervikalkanal, hier nach Möglichkeit mit einem Cyto-Brush. Die Diagnosestellung in der Zytologie erfolgt nach der Münchener Nomenklatur II von 1989 [37].
Die Diagnostik einer HPV-Infektion mittels PCR oder Hybrid-capture II-Assay (HC II-Assay) hat in den letzten Jahren die Möglichkeit eröffnet, Patientinnen mit persistierenden HPV-Infektionen zu detektieren. Durch die Anwendung des HPV-Nachweises lassen sich Patientinnen mit persistierenden HPV-Infektionen identifizieren, die als Risikopatientinnen für die Entwicklung einer höhergradigen Dysplasie angesehen werden können. Der HPV-Nachweis hat derzeit noch keinen Stellenwert im Screening auf Vorstufen des Zervixkarzinoms. Er sollten nur innerhalb klinisch-wissenschaftlicher Studien oder zur Nachbeobachtung bei Z.n. CIN III (oder bei rezidivierendem unklaren zytologischen Befund wie PAP-Gruppe III) erfolgen. Unter Berücksichtigung der HPV-Infektion werden in der amerikanischen Bethesda-Klassifikation der zervikalen Zytologiebefunde HPV-assoziierte Veränderung (Kondylome, Papillome etc.) und CIN I zusammen als "low grade" squamous intraepithelial lesions" (SIL) klassifiziert und die CIN II und III als "high grade" SIL.
Eine primäre Prävention des Zervixkarzinoms kann durch eine Vermeidung einer genitalen Infektion mit humanen Papillomviren geschehen (sexuelle Abstinenz, Benutzung von Kondomen, präventive Impfung). Jüngste Untersuchungen zur primären Prävention mittels Impfung HPV-16 negativer Frauen mit einer HPV-16 L1 Vakzine sind vielversprechend [17]. Die sekundäre Prävention wird durch die Krebsfrüherkennungsuntersuchung und rechtzeitige Diagnose und Therapie von Krebsvorstufen erreicht.

Obsolete Maßnahmen:
+ sofortige Konisation bei CIN I- Läsionen
+ Kryotherapie bei Dysplasien
+ Serologische HPV-Diagnostik

Patientinneninformation - Früherkennung/Prävention

Eine effektive Früherkennung des Gebärmutterhalskrebs und seiner Vorstufen setzt eine regelmäßige Teilnahme am Krebsfrüherkennungsprogramm voraus. Hierbei sollte möglichst eine kolposkopische Beurteilung des Gebärmutterhalses sowie eine gezielte zytologische Abstrichentnahme von der Gebärmutterhalsoberfläche und aus dem Gebärmutterhalskanal erfolgen. Bei auffälligen Befunden sollte eine kolposkopisch gezielte Biopsie entnommen werden. Die Testung auf Warzenviren (humane Papillomviren, HPV), die für die Entstehung des Zervixkarzinoms ursächlich sind, sollte derzeit nur in Studien oder bei vorhergehender Behandlung von Vorstufen erfolgen. Vorbeugende Impfungen gegen einzelne HPV werden derzeit in Studien untersucht.

_________________
Liebe Grüße Naomi


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 1. Januar 2006 23:24 
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NFP-Gräfin

Registriert: 17. November 2004 00:51
Beiträge: 3006
NFP seit: Nov. 2004
Danke Kathi!

Ich sollte also doch ein Screening machen, denke ich. Aber soweit ich den Artikel verstehe, kann man ja doch nur sagen es liegen low oder high risk vor, mehr eigentlich nicht... :roll: Die Entwicklung von highrisk muss ja nicht zwangsläufigt mal schlecht werden, habe ich verstanden.
Ich werde meine FÄ anrufen und nachfragen!

Und jetzt lese ich die Artikel von Mara! *daumenhoch*

_________________
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