Effchen88 hat geschrieben:
Hier gibt es noch eine US-Studie, die unabhängig von NFP eine hohe Kondomsicherheit "bescheinigt":
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/article ... ool=pubmed Diese Studie wird in diesem Forum häufig mit der Behauptung zitiert, sie würde eine hohe Sicherheit bescheinigen. Woher kommt das?
Es wurde lediglich 353 mal Geschlechtsverkehr ausgewertet (statistisch signifikant ist das nicht, dazu sollten es schon einige Tausend, besser einige Zehntausend sein), wobei es bei 2 mal (0,56%) zu komplettem Kondomverlust und bei 27 mal (7,8%) zum teilweise abrutschen kam.
Das komplette Abrutschen ist wohl immer gefährlich, beim teilweisen Abrutschen wohl nur ein Viertel davon, gehen wir davon aus dass es bei 2% der Kondomanwendungen zu gefährlichen Pannen kommt.
Gehen wir von einem Paar aus, dass zwei mal wöchentlich Sex hat, 13 Zyklen in einem Jahr, so dass insgesamt 13 x 2 = 26 mal Geschlechtsverkehr in der furchtbaren Zeit stattfindet. Wenn 2% davon zu einer gefährlichen Panne führen sind das 0.52 Pannen im Jahr. Die Wahrscheinlichkeit für eine gefährliche Kondompanne liegt pro Jahr bei 50%. Die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit pro Zyklus bei einem einzigen Geschlechtsverkehr in der fruchtbaren Zeit dürfte ungefähr bei 15% liegen (30% an Tagen maximaler Fruchtbarkeit), damit liegt die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit pro Jahr bei 15% x 50% = 7,5%. Das entspricht einem Pearl-Index von 7,5. Ich finde das alles andere als sicher.
Woher kommt die Aussage, diese Studie würde Kondomen eine hohe Sicherheit bescheinigen?