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 Betreff des Beitrags: Weiß man schon was über Langzeitfolgen der Hormone?
BeitragVerfasst: 30. Mai 2010 19:48 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 27. November 2009 17:14
Beiträge: 462
Wohnort: Österreich
Hey!

Die Pille ist ja jetzt schon seit einigen Jahrzehnten ein gängiges Verhütungsmittel. Ich kenne aus meinem Bekanntenkreis nur eine in einer fixen Beziehung ohne Kiwu, die die Pille nicht nimmt, aber ich frage mich, ob es nicht schon die ersten Studien über Langzeitfolgen gibt??

Heutzutage wird die Pille ja bei jedem Pickel und bei dem kleinsten Ziehen während den Tagen verschrieben und ich frage mich: Wie gesund sind Menschen die Jahrzehnte lang die Pille nahmen wirklich?

Habt ihr längerfristige Auswirkungen auf eure Gesundheit bemerkt?

lg

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Weiß man schon war über Langzeitfolgen der Hormone?
BeitragVerfasst: 8. Juni 2010 22:01 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 17. Juli 2009 12:33
Beiträge: 270
Wohnort: Lummerland
NFP seit: mai '09
so weit ich mitbekommen habe, habe sehr viele (ehemalige) hormonverhüterinnen probleme mit der schilddrüse.
ich selber habe bei mir festgestellt, dass der tsh-wert für die schilddrüse, sicher innerhalb kurzer zeit postpill um 0.3 (weiß die einheit grade nicht) verbessert hat, wäre interessant wie er jetzt nach einem jahr pp ist.
wenn man bei pubmed bisschen rumsucht, gibt es recht viele artikel, die orale kontrazeptiva im zusammenhang mit dem kohlehydratstoffwechsel untersuchen. dass es also einen einfluss auf die entstehung von diabetes typ 2 hat, bei entsprechender veranlagung, würde ich nicht ausschließen.
dann natürlich noch das erhöhte risiko für brustkrebs...

ich persönlich hab relativ lange zyklen... allerdings hatte ich die glaub ich schon vor der pille - hab leider keinen regelkalender geführt *rotwerd* also würd ich das jetzt nicht unbedingt auf die pille schieben.

_________________
Beidseitiger Familienwunsch erfüllt, wir sind komplett! - unendlich dankbar - Cheshire Kitten born on Boxing Day 2017 and Valentine's Day+1 2022, ☆kleine Herbsthoffnung (10. SSW, 03/21)
Inselleben... (<-- jetzt auch mit "Link"sverkehr und Geschichten vom Olibär und seinem sidekick Milchreis)


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 Betreff des Beitrags: Re: Weiß man schon war über Langzeitfolgen der Hormone?
BeitragVerfasst: 8. Juni 2010 22:06 
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Ersthelferin a.D.

Registriert: 8. Januar 2009 14:07
Beiträge: 6890
Ich hab mal darüber gelesen, dass die Libido durch die Pille langfristig geschädigt werden kann.
Depressionen sind ja eine häufig angegebene Nebenwirkung, die sicherlich auch zu den Langzeitfolgen zählt.

Aber soweit ich weiß, gibt es keine offiziellen Studien zu „Pille und Langzeitfolgen“

_________________
Schleim-Flowchart und Rundungstabellemeine kreative Seite


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 Betreff des Beitrags: Re: Weiß man schon war über Langzeitfolgen der Hormone?
BeitragVerfasst: 9. Juni 2010 11:45 
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Kurven-Entwirrerin

Registriert: 7. August 2008 08:23
Beiträge: 1147
Wohnort: Mittelsachsen
NFP seit: 2008
thoe hat geschrieben:

Aber soweit ich weiß, gibt es keine offiziellen Studien zu „Pille und Langzeitfolgen“

Ob es die jemals geben wird? *nixweiss*

Bei den meisten Symptomen kann man nur schwer beurteilen, ob sie nicht vielleicht so oder so irgendwann gekommen wären, ob nun mit oder ohne Hormone *kopfkratz*

_________________
Sag niemals nie!

Kurvt nicht mehr... es fehlt einfach die Konsequenz zu messen *seufz*


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 Betreff des Beitrags: Re: Weiß man schon was über Langzeitfolgen der Hormone?
BeitragVerfasst: 9. Juni 2010 11:47 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 6. April 2010 12:51
Beiträge: 380
Wohnort: mitten im grünen
hmmm

meine frauenärztin meinte, dass mittlerweile vermutet wird, dass die pille auch zu einem erhöhten brustkrebsrisiko führen könnte... vor allem, wenn sie sehr früh eingenommen wird, sprich, das brustwachstum noch überhaupt nicht abgeschlossen war...

_________________
liebe Grüße
missJ.
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 Betreff des Beitrags: Re: Weiß man schon war über Langzeitfolgen der Hormone?
BeitragVerfasst: 9. Juni 2010 12:06 
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Moderatorin a. D.

Registriert: 23. Februar 2009 12:05
Beiträge: 7638
Wohnort: Berlin
NFP seit: 12/2008
thoe hat geschrieben:
Ich hab mal darüber gelesen, dass die Libido durch die Pille langfristig geschädigt werden kann.
Depressionen sind ja eine häufig angegebene Nebenwirkung, die sicherlich auch zu den Langzeitfolgen zählt.


Das SHBG kann dauerhaft erhöht bleiben. Dies führt dazu, das Testosteron übermäßig gebunden wird. Das kann nachhaltig die Libido drücken. Und ja, die Pille kann die SD schädigen (dazu gibt es zumindest eine Studie).

Ich habe, seit ich abgesetzt habe, Akne. Ich vermute, dass es an der Pille liegt (überempfindliche Androgenrezeptoren, erhöhtes DHT?). Ist aber nur Spekulation.

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Weiß man schon war über Langzeitfolgen der Hormone?
BeitragVerfasst: 9. Juni 2010 12:14 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 16. Oktober 2008 09:21
Beiträge: 472
HollyGolightly hat geschrieben:
Und ja, die Pille kann die SD schädigen (dazu gibt es zumindest eine Studie).

Hast Du dazu zufällig den entsprechenden Link ? Falls der hier schon mal gepostet wurde, sorry :oops: .


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 Betreff des Beitrags: Re: Weiß man schon was über Langzeitfolgen der Hormone?
BeitragVerfasst: 9. Juni 2010 13:30 
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Moderatorin a. D.

Registriert: 23. Februar 2009 12:05
Beiträge: 7638
Wohnort: Berlin
NFP seit: 12/2008
Guck mal hier ist der entsprechende Thread. :arrow: http://www.nfp-forum.de/viewtopic.php?f=27&t=10719&start=0&hilit=pille

Hier
http://www.schilddruesenguide.de/sd_groesse.pdf

steht relativ weit unten steht:

Zitat:
Ergänzend dazu sei erwähnt, das die verbreitete
Einnahme oraler Kontrazeptiva (Mischpräparate aus Östrogenen und Gestagenen) zu einer Verkleinerung des
Schilddrüsenvolumens zu führen scheint. Im Rahmen einer aktuelleren Studie wurde festgestellt, dass das
Schilddrüsenvolumen von Frauen die Kontrazeptiva einnahmen kleiner war als das von Frauen, die keine
Kontrazeptiva einnahmen. Im Durchschnitt 11,1 ml gegenüber 12,1 ml (N. Knudsen, I. Bülow, P. Laurberg,
H. Perrild, L. Ovesen, T. Jorgensen: „Low goitre prevalence among users of oral contraceptives in a
population sample of 3712 Women“, Clin Endoc 2002, 57: 71 – 76).


Starke Hormonschwankungen können auch SD-Krankheiten auslösen, dazu gehört die Pilleneinnahme. Deshalb sind Frauen häufiger mit SD-Geschichten belastet.

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 Betreff des Beitrags: Re: Weiß man schon was über Langzeitfolgen der Hormone?
BeitragVerfasst: 10. Juni 2010 09:24 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 16. Oktober 2008 09:21
Beiträge: 472
Vielen Dank für den Link *daumenhoch* ! Werde ihn mir mal in Ruhe zu Gemüte führen. Schon echt erschreckend, was man seinem Körper mit den ganzen Hormonen angetan hat :shock: ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Weiß man schon was über Langzeitfolgen der Hormone?
BeitragVerfasst: 11. Juni 2010 15:29 
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Kurven-Entwirrerin

Registriert: 21. August 2007 09:26
Beiträge: 1218
Allerdings haben hormonelle Verhütungmittel auch protektive Wirkungen: geringeres Auftreten von Endometriose, aber auch von autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen (z.B. Hahimoto Thyreoiditis). Schilddrüsenprobleme sind unter Frauen die OC eingenommen haben weit verbreitet, das stimmt. Aber das sind sie auch bei Frauen die das nicht getan haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Weiß man schon was über Langzeitfolgen der Hormone?
BeitragVerfasst: 11. Juni 2010 15:42 
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Moderatorin a. D.

Registriert: 23. Februar 2009 12:05
Beiträge: 7638
Wohnort: Berlin
NFP seit: 12/2008
rbca hat geschrieben:
Allerdings haben hormonelle Verhütungmittel auch protektive Wirkungen: geringeres Auftreten von Endometriose, aber auch von autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen (z.B. Hahimoto Thyreoiditis).


Hast du dafür Belege? Ich bezog mich eben auch auf H.T. und die kann auch durch die Pille ausgelöst werden (wie bei mir wahrscheinlich).

rbca hat geschrieben:
Schilddrüsenprobleme sind unter Frauen die OC eingenommen haben weit verbreitet, das stimmt. Aber das sind sie auch bei Frauen die das nicht getan haben.

Ich habe ja auch geschrieben, dass Frauen durch alle Hormonschwankungen SD-krank werden, nicht nur Pille.

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 Betreff des Beitrags: Re: Weiß man schon was über Langzeitfolgen der Hormone?
BeitragVerfasst: 11. Juni 2010 15:55 
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NFP-Kaiserin

Registriert: 9. Mai 2005 21:57
Beiträge: 11121
Wohnort: Cosmopolitan
Es gibt immer wieder Studien (im kleineren Rahmen), wo Stoffwechselerkrankungen, Krebserkrankungen (Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs) oder Autoimmunerkrankungen (z.B. Multiple Sklerose), hormonelle Probleme (mit Sexualhormonen) in Zusammenhang gebracht werden. Aber eine breit angelegte und über zig Jahre und an Hundert Tausenden an Probanden untersuchte Studie gibt es nicht. Die wird es sicher auch nicht geben, denn ich glaube, das Ergebnis wäre verheerend.

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 Betreff des Beitrags: Re: Weiß man schon was über Langzeitfolgen der Hormone?
BeitragVerfasst: 14. Juni 2010 10:11 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 27. November 2009 17:14
Beiträge: 462
Wohnort: Österreich
vor einiger Zeit habe ich in einer Zeitschrift gelesen, dass die Pille vor Gebärmutterkrebs schützt und meine Mutter ist angeblich so früh in die Wechseljahre gekommen, weil sie nie die Pille genommen hat, die Pille hätte angeblich den frühzeitigen Wechsel verhindert *kopfkratz*

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 Betreff des Beitrags: Re: Weiß man schon was über Langzeitfolgen der Hormone?
BeitragVerfasst: 16. Juni 2010 18:54 
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NFP-Gräfin

Registriert: 19. September 2004 13:36
Beiträge: 3465
Das liegt meiner Meinung nach daran,dass viel zu viele Frauen heutzutage die Pille nehmen bis "zum Ultimo",sprich,bis sie "vermuten",dass sie in den WEchseljahren sein könnten-solange führen sie ja eh künstliche Hormone zu und ihr eigener Körper hat die Hormonproduktion eh runtergefahren (wozu soll ich was produzieren,was mir von außen "geschenkt" wird ?)und so bemerken sie die eigentlichen Wechseljahre kaum/gar nicht.
Anders siehts ja bei reiner Gestagenverhütung-grad Mirena aus...unzählige Frauen aus dem Forum bekamen nach dem Ziehen der Mirena die Diagnose "Wechseljahre" vom Gyn-viele davon MITTE 30!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Weiß man schon war über Langzeitfolgen der Hormone?
BeitragVerfasst: 10. August 2010 05:57 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 10. August 2010 04:29
Beiträge: 552
HollyGolightly hat geschrieben:
thoe hat geschrieben:
Ich hab mal darüber gelesen, dass die Libido durch die Pille langfristig geschädigt werden kann.
Depressionen sind ja eine häufig angegebene Nebenwirkung, die sicherlich auch zu den Langzeitfolgen zählt.


Das SHBG kann dauerhaft erhöht bleiben. Dies führt dazu, das Testosteron übermäßig gebunden wird. Das kann nachhaltig die Libido drücken. Und ja, die Pille kann die SD schädigen (dazu gibt es zumindest eine Studie).


oh ... das habe ich neulich genauso im internet gelesen, allerdings der direkte link zur studie oder zumindest eine seite wo die studie widergegeben wurde.
wobei wenn ich das so in erinnerung habe, so war dass das künstliche progesteron die bindung des natürlichen progesteron behindert? und das nachhaltig, das heißt diese entwicklung geht leicht zurück hält aber an.
aber bin biologisch auch nicht bewandert... ich such schon seit tagen nach dieser studie >.< *steinschmeiss*


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