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 Betreff des Beitrags: Wie lange ist die Mirena sicher?
BeitragVerfasst: 14. Dezember 2006 21:35 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 1. Juli 2005 14:01
Beiträge: 86
Wohnort: Österreich
Hallo!

Würde gerne mal Eure Meinung hören:
Meine Freundin hat sich vor ziemlich genau 7 Jahren eine Mirena einsetzten lassen, mit der sie keine Probleme hat und auf jeden
Fall weiter verhüten möchte. Nur - normalerweise wird die Mirena ja nach längstens 5 Jahren gezogen und eine neue eingesetzt. Meine Freundin war jetzt die letzten 1,5 Jahre schon 2 x bei ihrer FÄ und wollte sie austauschen lassen und jedes Mal hat die FÄ sie wieder heimgeschickt und gesagt, sie braucht sich keine Sorgen machen, solange sie ihre Mens nicht hat, kann eh nichts passieren (seit einsetzten der Spirale hat sie keine Blutung gehabt). Wenn sie ihre Mens kriegen sollte, soll sie kurz anrufen und sie wird sie ersetzte.

Kann sein, daß ich da jetzt einen Denkfehler mache, aber......vor einer Mens könnte ja wohl auch ein Eisprung stattfinden, wenn die Mirena keine oder nicht mehr ausreichend Hormone abgibt *kopfkratz*? Oder ist es möglich, das die Toleranzgrenze der Mirena 2 Jahre oder mehr beträgt und der 5jährige Austausch nur Geschäftemacherei ist?

Meine Freundin fühlt sich jedenfalls verhütungstechnisch nicht mehr wirklich sicher und will sich nicht wieder von ihrer FÄ abwimmeln lassen.
Sie hat 3 Kinder, eines ist chronisch krank und sie selber muss auch wegen einer Autoimmunerkrankung starke Medikamente nehmen, bei denen eine Schwangerschaft absolut ausgeschlossen werden muss.

Was meint Ihr dazu?

LG
Hexi


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BeitragVerfasst: 14. Dezember 2006 21:38 
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NFP-Guru

Registriert: 17. August 2005 17:06
Beiträge: 2715
Ich denke auch das es gefährlich werden könnte, weil der ES kommt ja normalerweise vor der Mens.
Sie hat zwar noch was in der Gebärmutter was stört und sicher wird ne Mirena nicht von einen auf den andern Tag alle, aber trotzdem finde ich das von dem Arzt irgenwie nicht richtig (vorallem bei dem gesundheitlichen Vorraussetzungen") vielleicht sogar verantwortungslos....

Auf der Hersteller Homepage steht sogar spätestens nach 5 Jahren, sicher wollen die auch schnell ne neue verkaufen, aber einen Puffer von 2Jahren finde ich doch etwas zu viel, dann würden sie sie doch bestimmt als 6 Jahres Verhütung verkaufen und sie teurer machen.......

Gruss
Schaf

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BeitragVerfasst: 14. Dezember 2006 21:48 
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Inventar

Registriert: 28. Dezember 2005 23:03
Beiträge: 2435
Wohnort: Tirol
NFP seit: 24.12.2005
Hallo Hexi,

meine Schwester hat sich vor ein paar Wochen die Mirena ziehen lassen, nach ca. 6,5 Jahren. Sie hat aber die letzten 1,5 Jahre zusätzlich verhütet, weil unsere FÄ (wir haben die gleiche) meinte, dass nach 5 Jahren kein 100%iger Schutz mehr gegeben ist.
Sie hat so lange gewartet, weil sie wollte, dass sich ihr Mann vasektomieren lässt, er ist fast 50 Jahre alt und die beiden haben 2 Kinder. Wie Männer eben so sind, hat er sich jetzt fast 2 Jahre geziert. :shock: Er meinte auch, dass die Spirale schon etwas länger raus wäre... *pfeif* Manchmal müssen Frauen ein bissi tricksen. ;-)

An Stelle deiner Freundin würde ich darauf nicht vertrauen und den FA wechseln.

Ich hatte übrigens auch die Mirena, wurde mir im Zuge einer Konisation entfernt und ich hatte genau 28 Tage drauf die Mens, sie verhindert den ES nicht, weil "niedrig dosiert".

_________________
mit lieben Grüßen von illuminated, 39
"it's worth knowing, like all good fruit, the balance of life is in the ripe and ruined."alt-j, interlude 1
derzeit Zyklusbeobachtung nach Gespür


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BeitragVerfasst: 14. Dezember 2006 22:02 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 1. Juli 2005 14:01
Beiträge: 86
Wohnort: Österreich
Hallo Schaf, hallo illuminated!

Danke, für Eure schnellen Antworten!

Ja, genauso sehe ich das auch! Aber langsam habe ich schon an meiner Logik gezweifelt, wenn sie auch das 2. Mal vom Arzt kommt und wieder hat sie sie nur beruhigt und nichts weiter unternommen. Ich habe Ihr gestern geraten sie soll unbedingt nochmal mit ihr reden oder ggf. mit einer anderen. So ist es jetzt wirklich kein Dauerzustand :roll: .

*winke* Hexi


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BeitragVerfasst: 15. Dezember 2006 00:35 
Ich find das auch verantwortungslos. Besonders bei dem gesundheitlichen und familiären Hintergrund der Frau!
Aber mal OT zum Thema wie lange die Spirale drinbleiben kann:
Eine Bekannte meiner Mutter hat sich ihre letzte (Kupfer) nicht mehr entfernen lassen; dh. sie ist nachdem sie in die Wechseljahre gekommen war und in der Ehe wohl auch nicht mehr allzuviel sexmäßig lief einfach nicht mehr zum FA gegangen und läuft jetzt schon über 15 Jahre mit dem Ding rum!!! *draufhau*


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BeitragVerfasst: 15. Dezember 2006 00:38 
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NFP-Guru

Registriert: 17. August 2005 17:06
Beiträge: 2715
foxxy hat geschrieben:
einfach nicht mehr zum FA gegangen und läuft jetzt schon über 15 Jahre mit dem Ding rum!!! *draufhau*


:shock: :shock: :shock:
Abgesehen davon das die nicht mehr wirkt(scheint ja wurscht zu sein), die könnte ja auch sonstwo hinwandern *erschrecken*

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BeitragVerfasst: 15. Dezember 2006 10:13 
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Kurven-Entwirrerin

Registriert: 14. Dezember 2005 14:23
Beiträge: 1234
Mir wurde unlängst ähnliches erzählt. Die Kupferspirale sei so praktisch. Sie habe sie ohne Probleme länger drinnengelassen, so ca. 10 Jahre.
Und das war eine Ärztin.

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BeitragVerfasst: 15. Dezember 2006 10:17 
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Moderatorin a. D.

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NFP seit: Oktober 2005
Ich hab das mal ins Verhütungs-Forum geschoben... ;-)

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"Leute, vielleicht schafft ihr es ja, diesen Sprung vor mir zu schaffen - bevor ihr dann Krebs kriegt oder so - dass ihr da schon wisst, warum ihr hier seid und was ihr alles tun könnt, wie viele Möglichkeiten wir haben: Wir haben verdammt viele Möglichkeiten nur haben wir alle so schlechte Laune. Das verstehe ich nicht." Christoph Schlingensief, Oktober 2009


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BeitragVerfasst: 15. Dezember 2006 11:53 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 1. Juli 2005 14:01
Beiträge: 86
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Danke, gräschen *winke*


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BeitragVerfasst: 15. Dezember 2006 16:16 
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NFP-Kaiserin

Registriert: 17. März 2006 22:03
Beiträge: 10333
NFP seit: März 2006
Hm, ich als ehemalige Mirena-Trägerin habe mich auch schon gefragt, ob ich einfach nur Glück hatte, nicht schwanger geworden zu sein!?

Nach ca. 4 Jahren wurden meine nie ganz verschwundenen Blutungen immer stärker und hatten fast schon wieder Mens-Niveau. Im Nachhinein habe ich dann gelesen, dass das an der immer geringer werdenden Hormonabgabe liegt und die GM-Schleimhaut sich langsam wieder aufbauen kann und deshalb natürlich auch die Blutung wieder stärker wird.
Insofern hat der FA Deiner Freundin vielleicht nicht ganz unrecht mit seiner Behauptung, aber wenn sie wirklich überhaupt gar nicht schwanger werden will, sollte sie die Mirena unbedingt wechseln (genauso wie den Gyn!).

Unfaßbar, eine Tragezeit von 7 Jahren auf ärztliche Anweisung finde ich den Oberhammer!!!


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BeitragVerfasst: 15. Dezember 2006 16:28 
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NFP-Guru

Registriert: 17. August 2005 17:06
Beiträge: 2715
wusel hat geschrieben:
Mir wurde unlängst ähnliches erzählt. Die Kupferspirale sei so praktisch. Sie habe sie ohne Probleme länger drinnengelassen, so ca. 10 Jahre.
Und das war eine Ärztin.


Habe ich bei googlen auch gesehen, aber ich glaube das ist ne spezielle die dafür ausgelegt ist *hä*

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BeitragVerfasst: 15. Dezember 2006 21:02 
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Kurven-Entwirrerin

Registriert: 14. Dezember 2005 14:23
Beiträge: 1234
SChaf hat geschrieben:
wusel hat geschrieben:
Mir wurde unlängst ähnliches erzählt. Die Kupferspirale sei so praktisch. Sie habe sie ohne Probleme länger drinnengelassen, so ca. 10 Jahre.
Und das war eine Ärztin.


Habe ich bei googlen auch gesehen, aber ich glaube das ist ne spezielle die dafür ausgelegt ist *hä*


Eine 10 Jahres Spirale so lange zu tragen wäre dann wohl ok. Ich habe von so einer noch nie gehört.
In meinem Fall, meinte sie, dass die Spirale eigentlich raus sollte. Sie hat sie einfach noch ein paar Jahre länger liegen lassen, einfach weil sie ... *nixweiss* Irgendwie war sie der Meinung ein Wechsel wäre nicht unbedingt nötig.
Es klang wie, dann hat man lange Jahre Ruhe und ich habe meine sogar noch länger drinne gelassen.

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BeitragVerfasst: 15. Dezember 2006 21:29 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 1. Juli 2005 14:01
Beiträge: 86
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Hallo Püppi!

Aha, das mit der Schleimhaut klingt ja ganz logisch. Meine Freundin hat ja seit einsetzen der Mirena einige Wochen nach der Geburt, keine Blutung
mehr gehabt. Anscheinend hat sich noch keine Schleimhaut aufgebaut. Das beruhigt mich jetzt doch etwas.

Trotzdem denke ich, sollte sie auf einen Wechsel bestehen, vor allem, weil sie selber unsicher bzgl der Wirkung (oder Nicht-mehr-Wirkung *kopfkratz* ) ist.

Viele Grüsse
Hexi


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BeitragVerfasst: 15. Dezember 2006 22:22 
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NFP-Kaiserin

Registriert: 17. März 2006 22:03
Beiträge: 10333
NFP seit: März 2006
Hexi hat geschrieben:
Trotzdem denke ich, sollte sie auf einen Wechsel bestehen, vor allem, weil sie selber unsicher bzgl der Wirkung (oder Nicht-mehr-Wirkung *kopfkratz* ) ist.


Eben! Und ich würde wirklich den Arzt wechseln, denn scheinbar kennt der sich in seiner Materie auch nicht richtig aus.
Habe ich jetzt richtig verstanden, dass Deine Freundin seit 7 Jahren (!) keinerlei Mens mehr hatte? Nicht mal ein bißchen Schmier oder so? Krass, wie geht´s ihr damit?

Ich habe die Mirena zwar nicht vertragen, verteufle sie aber nicht. Trotzdem habe ich im Mirena-Forum viel darüber gelesen, dass eine Blutung wichtig für die Entgiftgung des Körpers ist und viele der Frauen dort ihre Beschwerden u.a. daher haben, weil sie gar keine Blutung mehr haben.
Dass es mir nach dem Ziehen so schnell wieder besser ging, schiebe ich auf die bei mir stets noch in Restbeständen vorhandene Blutung. Und das hat meinem Körper sicherlich auch ein Stück Normalität trotz der Hormone gegeben. (immerhin hatte ich nach 4 1/2 Jahren Mirena bereits im dritten Zyklus einen super ES, und auch meine Zyklen sind total regelmäßig).


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BeitragVerfasst: 16. Dezember 2006 22:52 
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Kurven-Entwirrerin

Registriert: 15. Juni 2005 16:54
Beiträge: 1120
Wohnort: Hochrhein ^ Oberrhein
Ohne zum eigentlichen Thema beitragen zu können: Das hier...

Püppi hat geschrieben:
Trotzdem habe ich im Mirena-Forum viel darüber gelesen, dass eine Blutung wichtig für die Entgiftgung des Körpers ist


...halte ich für pseudoesoterischen Schwachsinn!!

Der "Normalzustand" einer Frau ist menslos, da entweder schwanger oder am Stillen. Dieser Entgiftungsquak ist meiner Meinung nach ein Relikt der "schmutzigen, krankmachenden Blutung (resp. Frau)" -- was da aus uns rausfliesst sind keine ekligen Stoffwechselabfälle sondern die Überreste eines "Babybetts"!

Nebenwirkungen der Mirena (oder anderer hormonellen Verhütungsmethoden) sollte man vielleicht besser nicht mechanistisch à la "der Abfluss ist zu" erklären ;-).

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Gruss, Fabiana
STM seit November 2004, Kurve uninternett mit OOo.
Alle fünf Wochen hüpfende Eier wäre oft genug...


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