@Athaena
Völlig richtig, ich bezog mich auf kombinierte Pillen, die im Normalfall den Eisprung unterdrücken. Die anderen sind ja noch weiter weg von einer vorgetäuschten Schwangerschaft.
@ AkZee
Die 2. Zyklushälfte ist eben sehr viel näher dran an dem Zustand, den man durch hormonelle Verhütung erreicht und selbst die wird nicht so gut nachgeahmt, dass es perfekt wäre.
Für den Effekt "keine Eisprunge mehr" reicht es (grob vereinfacht

), wenn im Gehirn die Information ankommt, dass die Hormonkonzentrationen so hoch sind, als ob der Eisprung schon erfolgt wäre.
Ob Schwangerschaft oder nicht ist dem Körper für den verhütenden Effekt wurscht. Sonst würde man ja auch in der normalen Hochlage weiter Eisprünge haben können. Diesen Effekt täuscht die Pille vor und kann dabei auch mal versagen.
Die länge dieses Zustandes ( die üblichen 3 Einnahmewochen) macht es nicht wirklich schwangerschaftsähnlicher, da das ziemlich variabel ist. Bei vielen Präparaten wäre in der Theorie eine Hormoneinnahme von 14 Tagen + X theoretisch ausreichend. Das übliche Einnahmeschema orientiert sich daran, dass zur Einführung der Pille der Wunsch der Frauen nach einer regelmäßigen Blutung sehr goß war. Nicht mehr und nicht weniger.
Und bevor jetzt jemand schreit: Bitte NICHT einfach ausprobieren, es gibt ungeeignete Präparate oder es kann einem das Blutungsmuster für einige Zeit zerschießen, wenn man herumexperimemtiert. Wer von der Standarddosierung abweichen will sollte sich bitte gut informieren bzw. mit dem Arzt besprechen
Die Vereinfachung, von einer vorgetäuschten Schwangerschaft zu sprechen bringt bei vielen auch den Gedanken an eine vorgetäuschte
Fehlgeburt auf. Damit wird die Pille wegen etwas als belastender dargestellt als sie tatsächlich ist, während echte Nachteile und Risiken hinten runter fallen. Mir passt das gar nicht, wenn das gleichgesetzt wird.