Mein Nein kam mit 21.
Die Pille hatte ich ab Beginn meiner ersten festen Beziehung mit 16 genommen und da mein damaliger Freund befürchtete, dass er aufgrund mangelnder sexueller Erfahrung mit Kondomen vielleicht nicht umgehen kann, waren wir uns beide recht schnell einig, dass ich die Pille nehmen werde. Über die Wirkung dieses Medikaments auf meinen Körper machte ich mir nicht wirklich Gedanken, wie mir heute scheint. Obwohl ich eigentlich schon immer eher der Typ war, der viele Dinge hinterfragt, hinterfragte ich die Pille irgendwie nicht. Möglicherweise lag das auch daran, dass ich lange Zeit keine Nebenwirkungen hatte bzw. keine solchen wahrnahm.
Als ich jedoch in mehreren aufeinanderfolgenden Pillenpausen emotional im Wasser stand und zudem auf einmal merkwürdige Herzstolperer bekam, wollte ich die Pille nicht mehr. Ich begann, mich über alternative Verhütungsmethoden kundig zu machen, stieß auf NFP und damit war die Sache entschieden und ich setzte die Pille ab. Die Herzstolperer sind übrigens kurz nach Absetzen der Pille auf Nimmerwiedersehen wieder verschwunden.
Mittlerweile wundert es mich ziemlich, dass ich die Pille trotz meines Übergewichts immer problemlos von den verschiedenen Frauenärzten verschrieben bekam. Auch wenn ich zu meiner Pillenzeit nicht pillenkritisch eingestellt war, wusste ich dennoch um die möglichen Nebenwirkungen (z.B. erhöhtes Thromboserisiko bei Übergewicht) und fragte darum auch bei den Ärzten nach, ob ich die Pille mit meinem Übergewicht denn ohne Risiko einnehmen könne. Es kam niemals ein Wort des Widerspruchs, alle Frauenärzte nickten die Frage stets brav ab. Wieso bloß?
