WuMi hat geschrieben:
Ich muss mich jetzt auch noch outen: Ich finde gerade für Frauen, bei denen eine SS eine absolute Katastrophe wäre, die Pille eigentlich schon eher "erste Wahl" (bei wechselden Sexualpartnern natürlich plus Kondom) bzw. auch grundsätzlich hormonelle Methoden, da sie halt statistisch gesehen schon sehr sehr sicher sind.
Ich weiß nicht warum es gerade immer die Pille sein soll, es gibt bei den hormonellen Methoden genug Möglichkeiten, die man nicht täglich anwenden muss. Das ist doch viel praktischer, wenn man sich nicht großartig mit Verhütung befassen will.
Wer sicher verhüten will sollte unter den Methoden mit MethodenPI unter 1 die aussuchen, die er selbst am bestem umsetzen kann. Wer eine Methode der angeblichen Sicherheit wegen anwendet, mit der er gar nicht zurecht kommt, nimmt automatisch eine höhere Wahrscheinlichkeit von Pannen in Kauf.
Bei Medikamenten (hormonelle Verhütung insgesamt) ist auch bekannt, dass eine negative Einstellung dazu die Nebenwirkungen verstärkt. Wem also der Eingriff in den Körper zuwieder ist, wird oft weniger gut damit zurecht kommen, als eine Frau, der das bei guter Verträglichkeit egal ist.
Und ja, auch das mit NFP stört mich. Langsam ist es so weit, dass NFP (also Sensiplan, nicht andere natürliche Methoden) auch Frauen mit chronischen Krankheiten empfohlen wird, die nicht schwanger werden dürfen. Der Pearl Index ist so wie er ist. Da sollten alle Vorurteile über die Unsicherheit natürlicher Methoden keine Rolle mehr spielen.
Ich finde es schade, wenn auch hier im Forum damit argumentiert wird, dass es dann ja unbedingt Hormone sein müssen, wenn es wirklich auf die Sicherheit ankommt.
Also ich habe mit 16 doppelte Verhütung betrieben. Am Anfang einer Beziehung sowieso außerdem hat auch mein damaliger Partner darauf bestanden Kondome zu benutzen. Mir war das ganz recht, weil ich vorher auch schon doppelt verhütet habe. Da hatte ich den Kopf freier, da eine Panne noch unwahrscheinlicher war.