Thetis: Danke Dir!
Ich bin an Tag zwei nach der OP. Die Schleimhautverödung hat aufgrund eines "Arztfehlers" (Uteruspunktion gleich am Anfang

) nicht stattgefunden, lediglich eine Ausschabung und Polypentfernung. Mir hat vor der OP das Lesen hier - vor allem der Erfahrungsberichte! - sehr geholfen, deshalb werde ich auch mal berichten. Bin ja nun eigentlich "nur" sterilisiert worden.
Was die Schmerzen angeht, finde ich es aushaltbar. Ich habe zwei Schnitte - einen direkt im Bauchnabel, den anderen knapp über der Schamhaargrenze. Den unteren merke ich überhaupt nicht, den im Bauchnabel schon. Da zwickt und zwackt es schon etwas, vor allem bei Bewegung. Ich habe immer noch Gas im Bauch, dadurch schwabbelt der so rum, wenn ich mich bewege und das merke ich dann auch an der Wunde. Das Gas ist sowieso das schlimmste, finde ich. Das hält sich tatsächlich an ungünstigen Stellen und drückt dann so. Gestern manchmal so doof unter den Rippen, das ich nicht richtig atmen konnte. Und auch am Hals/Schulter. Aber wird besser. Ist irgendwie eine dumme Kombi: aufgeblähter Bauch vom Gas und dann genau da eine Wunde.
Was die Schmerzen direkt danach angeht, kann ich das nicht gut einschätzen. Wegen der Komplikation sollte ich eine Nacht im KH bleiben und hatte dort eine Infusion mit Schmerzmittel drin. Bissl gezwickt hat's trotzdem, z.B. beim Umdrehen im Bett, beim Aufstehen usw. Aber nicht so, dass ich zusätzliches Schmerzmittel gebraucht hätte. Beim Abschlussgespräch hat der Arzt mir dann auch genau erläutert, was ich zu Hause nehmen kann und wie viele Tabletten maximal.

Ich hatte schon Mittelschmerz, der war schlimmer. Aber das ist sicher von Frau zu Frau unterschiedlich. Ich würde jetzt nicht sagen, "Hä? Haben die da überhaupt was gemacht?", aber es sind eben auch keine schlimmen Schmerzen. Ich fühle mich noch etwas groggy, aber das liegt wohl eher daran, dass ich zwei Tage nur rumgelegen habe und zwei Nächte hintereinander wenig bis keinen Schlaf hatte. Ich muss erst wieder in die Gänge kommen. Einen längeren Spaziergang kann ich mir noch nicht vorstellen, aber leichte Hausarbeit ist heute schon wieder problemlos möglich. Gestern abend habe ich mich dagegen noch sehr eingeschränkt gefühlt, was aber hauptsächlich an der ungünstig verteilten Luft lag.
Die Pflaster habe ich gestern nach dem Duschen erneuert, der Arzt meinte aber, ich kann sie auch weglassen. Ich solle nur sicherstellen, dass nix an der Wunde reibt. Das Pflaster am Bauchnabel habe ich vorhin entfernt, das hat gejuckt und mich irgendwie gestört. IM Bauchnabel wird ja auch nix reiben. Das untere bleibt dran, da sehe ich mehr Reibungspotenzial und das stört mich auch nicht so.
Alles in allem also halb so wild. Die OP selbst war echt kein Ding, die Narkose habe ich gut vertragen. Was mich eigentlich am meisten genervt hat, war die Warterei. Immer und überall. Vorgespräch - drei Stunden Warterei. OP-Tag? Sieben Stunden Warterei im Zimmer. Nüchtern. Ohne Wasser. Und ich bin doch so ein Vieltrinker. Das war ätzend. Wegen eines Notfalls hatten sich die OPs irgendwie nach hinten verschoben und ich war erst am Nachmittag dran.
Nun bin ich gespannt, wann sich mein Bauch wieder normal anfühlen wird. Ohne Gas, ohne Zwicken. Nächste Woche soll ich noch beim Hausarzt die Fäden ziehen lassen. Und ich frage mich die ganze Zeit: Wieso lassen Frauen freiwillig einen Kaiserschnitt machen? Ich habe jetzt nur eine kleine Wunde am Bauch und das ist so nervig bei jeder Bewegung. Wie ist das wohl mit einer größeren Narbe?

Und ich finde es absolut faszinierend, dass ich innen nix spüre. Die Wundschmerzen sind oberflächlich, von dem Schnitt. Aber innen, an den Eileitern, fand doch die Action statt. Und da merkt man so gar nix? Krass!
