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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 9. Oktober 2014 11:01 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 17. Juli 2014 03:13
Beiträge: 226
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Aaaaaber :mrgreen:

Johanneskraut stand auch Jahrelang nicht im BPZ, weil damals (und auch nach wir vor) nicht alle Medikamente auch auf Lebensmittel getestet werden, sondern nur auf Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.

Und das bestimmte Enzyme im Körper (bzw. der Leber) durch die Enzyme in der Grapefruit angeregt bzw. aktiviert (Mh, war es allosterische Aktivierung, bei der ein aktivatior (Enzyme der Grapefruit) an das allosterische Zentrum eines Körper-Enzyms bindet --> was das Enzym strukturell so verändern kann, dass es Pillen-Hormone abbaut, obwohl es dafür ursprünglich gar nicht zuständig war) somit werden mehr Pillen-Hormone abgebaut als ohne Saft...das klingt für meinen Kenntnisstand logisch - bin aber keine Biologin *durchdreh*

Ich auch mal den Link...

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 9. Oktober 2014 11:19 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 17. Juli 2014 03:13
Beiträge: 226
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Zu spät für edit....

Also meine Erklärung war wohl sehr laienhaft *rofl*

Hier die Erklärung das es Medis verstärkt und vermindert:
http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Grapefruitsaft

Und hier nochmal die Verstärkung genauer erklärt, inklusive Hinweiß das es die Pille vermindert (leider leider ohne die Erklärung die ich mal irgendwo gelesen habe, aber ich bleibe dran *pfeif* )

http://mobil.stern.de/wissen/gesund_leben/wechselwirkung-gefaehrliche-pampelmusen-536005.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 9. Oktober 2014 12:53 
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Moderatorin

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Lilakätzchen hat geschrieben:
Und hier nochmal die Verstärkung genauer erklärt, inklusive Hinweiß das es die Pille vermindert (leider leider ohne die Erklärung die ich mal irgendwo gelesen habe, aber ich bleibe dran *pfeif* )

http://mobil.stern.de/wissen/gesund_leb ... 36005.html
Der Artikel ist natürlich sehr alt, ne. Viele neue Erkentnisse, die groß durch die Medien gehen, relativieren sich ja dann doch oft irgendwann wieder oder stellen sich sogar als falsch heraus.

In Bezug auf Grapefriut und Pille habe ich keine Ahnung, wie da der aktuelle Stand ist, ich wollte das nur mal als allgemeinen Hinweis da lassen ;-)

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Uschi --> unterwegs mit #1 (6/2018) und #2 (6/2022)


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 9. Oktober 2014 12:58 
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NFP-Gräfin

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Beiträge: 4308
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Der Punkt ist doch der: Die Pille erreicht den PI, den sie hat (beide PIs) in Studien, in denen den Frauen nicht verboten wird, Grapefruits zu essen oder Grapefruitsaft zu trinken!
Die Wirkung von Grapefruitsaft in der Leber mit gewissen Medis lässt sich nicht auf alle Stoffwechselprozesse in der Leber übertragen.
Auch wenn es so wäre, dass man in zehn Jahren rausfindet, dass Grapefruits die Pille ein bisschen unsicherer machen, wäre dieser Effekt nicht sehr relevant, denn offensichtlich ist die Pille auch mit Grapefruitkonsum recht sicher und erzielt einen guten PI.

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SarahLou und Oliver haben eine grossartige, kleine, gebärdende Tochter (03/2021) mit einem Sternengeschwister (9. Woche, 07/2017).
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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 9. Oktober 2014 13:07 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 17. Juli 2014 03:13
Beiträge: 226
NFP seit: 22.09.14
Also ich habe jetzt 2 Stunden das Internet durchforstet...
Ich habe sowohl mehrere Artikel gefunden, die meine Theorie der verminderten Pillenwirkung stützen, als auch einen Artikel bei dem eine Frau nach einer Grapefruit-Diät ein Blutgerinnsel hatte, weil sie plötzlich zu viel Östrogen (durch Pille und Grapefruit) im Blut hatte. *kopfkratz*

Halten wir also fest: man ist sich entweder nicht einig, oder alle deutschen Zeitungen schreiben von derselben falschen Quelle ab 8-)

Wie auch immer, vielleicht haben sie in der Zukunft mehr Infos....

Bis dahin ist der Wirkungsverlust wohl doch nicht sicher (sorry meinerseits)

PS: andere Medikamente beeinflusst die Grapefruit aber schon, bitte aufpassen !

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 9. Oktober 2014 14:19 
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Moderatorin

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NFP seit: 5/2013
Lilakätzchen hat geschrieben:
Also ich habe jetzt 2 Stunden das Internet durchforstet...
Ich habe sowohl mehrere Artikel gefunden, die meine Theorie der verminderten Pillenwirkung stützen, als auch einen Artikel bei dem eine Frau nach einer Grapefruit-Diät ein Blutgerinnsel hatte, weil sie plötzlich zu viel Östrogen (durch Pille und Grapefruit) im Blut hatte. *kopfkratz*
Also, es ist doch so: Im Internet findet man für fast alles Quellen, wenn man nur lange genug danach sucht. Das heißt aber nicht, dass sie auch den aktuellen Stand der Wissenschaft wiedergeben, besonders, wenn sie 10 Jahre alt sind. Das ist eben das Problem am Internet, Artikel bleiben ewig gespeichert und werden nicht gelöscht, nur weil der Inhalt nicht mehr aktuell ist.
Und da mir das im Forum auch immer mal wieder entgegen kommt: selbst wenn es eine offizielle, in einem internationalen Journal veröffentliche Studie ist, haben die darin getroffenen Aussagen/Schlussfolgerung nicht das Recht auf absolute, ewige Richtigkeit aboniert.

Dazu ein Beispiel, was mir extrem im Kopf geblieben ist. Googel mal "Gemais verursacht Krebs". Da findest du zig Artikel aus namenhaften Zeitungen, die im September 2012 von einer französischen Studie berichten, in der festgestellt wurde, dass eine bestimmte Sorte Genmais bei Ratten zu erhöhten Krebsraten führt. Große Bereichterstattung, ging durch alle Medien in Europa, in Frankreich haben sich direkt Politiker geäußert, dass Sie die Initative, Gen-Food zu verbieten, weiter voran treiben wollen etc. pp.
Dann google mal nach "Krebs durch Genmais Studie zurückgezogen". Da findest du eben so viele Artikel, die berichten, dass besagte Studie zurück gezogen wurde, weil sie enorme methodische Mängel aufweist und die Schlussfolgerungen nicht haltbar sind.
Tja - und was lernt man daraus? Wenn man im Internet Quellen für die Aussagen finden will, dass Gen-Food Krebs begünstigt, findet man sie. Aber ist es deswegen die Wahrheit?

Lilakätzchen hat geschrieben:
oder alle deutschen Zeitungen schreiben von derselben falschen Quelle ab
Ganz im Ernst? Das ist oft genug so. Siehe obiges Beispiel. Alle berichten von der gleichen Sache und beziehen sich vermutlich auf eine Pressemitteilung des Insituts oder ähnliches.
Sorry, dass ich jetzt so Klugscheißer mäßig rüber komme und eigentlich ist das auch recht off-topic, aber ich halte so einen Umgang mit Internetquellen für tendenziell gefährlich.

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Uschi --> unterwegs mit #1 (6/2018) und #2 (6/2022)


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 9. Oktober 2014 14:32 
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Hochlagenjunkie

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Zu den Grapefruits: Bestandteile des Grapefruitsafts inhibieren Cytochrom P450 3A4. Cytochrome P450 sind in der Leber wichtig für die Biotransformation von Fremdstoffen, sodass diese wasserlöslich werden und ausgeschieden werden können. 3A4 ist das Cyt mit den meisten Substraten. Werden Medikamente zusammen mit Grapefruit eingenommen, die von 3A4 verstoffwechselt werden, dann erreichen sie eine höhere Plasmakonzentration als sie sollen und das kann wirklich gefährlich werden.
Ich persönlich rate davon ab, Grapefruit zu konsumieren, wenn man dauerhaft Medikamente nimmt, weil man als Laie eben nicht weiß, ob gerade das Medikament von 3A4 umgesetzt wird.
Hier z.B. kann man nachlesen, dass die Bioverfügbarkeit von Ethinylestradiol durch Grapefruit erhöht wird. Dadurch wird die Wirksamkeit nicht eingeschränkt, aber es ist eben mehr von dem Hormon verfügbar als es sein sollte und somit könnte z.B. das Thromboserisiko erhöht werden.
Generell möchte ich dazu raten, Medikamente mit Wasser einzunehmen, außer es ist explizit etwas anderes nötig, wie z.B. bei Eisenpräparaten.

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Elfe mit minikleiner Stella im Herzen, Wuselchen (7/17) und Purzelchen (2/20)


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 9. Oktober 2014 14:34 
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NFP-Guru

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Danke, Elfe *freunde*.

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 9. Oktober 2014 14:34 
Danke, liebe Elfe, für die Erläuterung *sonne*


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 9. Oktober 2014 14:35 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 17. Juli 2014 03:13
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@Estreya:

Das ist so richtig.
Aber dann kann man Artikeln in Fachbezogenen Zeitschriften auch nicht 100%igen Glauben für ihre neuesten Forschungsergebnisse schenken und generell Literatur zu dem Thema :-(

Was bleibt dann noch ?

Bzw. ist die einzige bestehende Möglichkeit ja dann nur noch, dass man nach jeder veröffentlichten Studie eben nochmal für sich entscheidet ob sie so plausibel klingt und ob sich das nicht wieder ändern könnte.

Aber genauso ist es doch mit den Internet- Artikeln *hä*

Man findet beides, ja, aber unabhängig von der Aktualität könnten ja bei der Widerlegung eines Forschungserfolges widerum auch andere Bedingungen geherrscht haben *kopfkratz*

Edit: Danke Elfe *sonne*

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 9. Oktober 2014 14:51 
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Kurven-Rätslerin

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Oh nein, ich meinte "Uschi" :oops:

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 9. Oktober 2014 14:57 
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Ich bin Uschi, nicht Estreya, aber macht ja nix ;-) Edit: hehe...kein Problem *sonne*

In deinem vorherigen Post hörte es sich so an wie "ich habe viele Artikel dazu gefunden - dann muss es doch stimmen". Ich glaube halt, dass man so (leider) nicht argumentieren kann.
Lilakätzchen hat geschrieben:
Aber dann kann man Artikeln in Fachbezogenen Zeitschriften auch nicht 100%igen Glauben für ihre neuesten Forschungsergebnisse schenken und generell Literatur zu dem Thema :-(

Was bleibt dann noch ?
Tja, gute Frage. Ich sehe mich auch oft genug in der Situation, dass ich nicht weiß, was ich glauben soll und kann dir leider keine Lösung präsentieren :-) Ich habe für mich zumindest beschlossen, dass kritisches Hinterfragen immer gut ist und dass ich nicht immer alles glaube, was als neue super Erkenntnis präsentiert wird.

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Uschi --> unterwegs mit #1 (6/2018) und #2 (6/2022)


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 9. Oktober 2014 15:25 
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Elfe hat geschrieben:
außer es ist explizit etwas anderes nötig, wie z.B. bei Eisenpräparaten.


eisenpräperate soll man nicht mit wasser zu sich nehmen? das ja allerhand! wieso ist das so? und: was stattdessen?

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yeza mit Fuchs 02/15 und Eule 10/19


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 9. Oktober 2014 15:28 
Yeza, Eisentabletten sollte man am besten mit Orangensaft oder einem anderen Vitamin C-haltigen Getränk einnehmen. Wegen der besseren Resorption!

Und auf keinen Fall zusammen mit Milch zu sich nehmen, auch keine Milchprodukte vor oder nach Einnahme des Eisens konsumieren. Auch mit Koffein muss man aufpassen, das hemmt wie Milchprodukte die Eisenresorption.

Zink, Magnesium, Calzium etc. auch unbedingt getrennt einnehmen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhütungsmythen
BeitragVerfasst: 9. Oktober 2014 15:32 
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hat sich gut eingelebt

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achso ja, das wusste ich. war grad nur verwirrt, weil es so klang als ob die aufnahme mit wasser irgendwie kontraproduktiv ist.

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yeza mit Fuchs 02/15 und Eule 10/19


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