Estreya hat geschrieben:
Ich hab ihr dann gesagt, dass Frauen statistisch später in die Wechseljahre kommen, wenn die Menarche früh war (da war ich mir sicher, weil ich das auf dem NFP-Kongress gelernt hatte).
Und nach welcher Logik soll das so sein? Ist es nicht eher so, dass jeder Frau roundabout 40 Jahre fruchtbar ist. Also dann träte die Menopause früher ein wenn die Menarche früher ist. Das klingt für mich schlüssig. Wenn es anders ist, würde mich die Begründung dafür interessieren.
Estreya hat geschrieben:
yeza hat geschrieben:
Dann meinte sie, dass man aber doch nur eine begrenzte Anzahl Eier hätte.
meines wissens nach liegen mehr eier zur reifung im weiblichen körper bereit, als sie jemals "springen lassen" könnte. d.h.: ihre/unsere eier werden niemals aufgebraucht sein

Das ist auch mein Kenntnisstand und ich habe mal recherchiert. Es werden ziemlich unterschiedliche Zahlen genannt. Also bei Geburt hat ein Mädchen so zwischen 400.000 bis 500.000 Eier im Eierstock (von nur 20.000 Eier, wie deine Quelle schreibt, Dina, habe ich sonst nirgends was gefunden

), davon sollen bis zur Pubertät nur noch die Hälfte übrig sein, weil der Rest abstirbt.

Aber selbst wenn es so wäre, hätte eine Frau in 40 Jahren etwa 400 - 500 Eisprünge. Selbst wenn die Zahlen stimmen, dass pro Zyklus nicht nur ein Ei heranreift, sondern 15 - 20 (und dann aber nur eines, das am besten entwickelte, ausgestossen wird) wären wir großzügig gerechnet immer noch erst bei 10.000 Eizellen im Laufe der 40 fruchtbaren Jahren einer Frau. Warum also immer die Mär von "aufgebrauchten" Eizellen (habe ich bei der Recherche auch auf mehreren Seiten gelesen)? Das ist doch Blödsinn, oder?
Erst recht, wenn das stimmen sollte, was
Wiki schreibt: "
Während man jahrzehntelang davon ausging, dass Frauen nur mit einer bestimmten Anzahl Eizellen geboren würden, und dass sie nach deren Verbrauch unfruchtbar sein würden, wiesen amerikanische Forscher Anfang 2012 nach, dass sich Eizellen produzierende Stammzellen in weiblichen Eierstöcken befinden."
Hier steht auch wieder der Quatsch mit dem Verbrauch

aber der Rest klingt interessant, oder?
Estreya hat geschrieben:
Außerdem kam ihre Mutter wohl früh in die Wechseljahre, da hab ich mir dann auch überlegt, ob das wieder ein anderer Faktor sein könnte, genetische Disposition...
Ja, darüber habe ich auf einer
Frauenärzte-Seite etwas gefunden:
"Die primäre Ovarialinsuffizienz wird durch eine Fehlbildung oder eine Funktionsstörung in den Eierstöcken verursacht. Bei der gesunden Frau tritt eine Ovarialinsuffizienz erst nach den Wechseljahren auf, weil die Eibläschen verbraucht sind und somit die Hormonproduktion eingestellt wird. Treten die Wechseljahre bereits vor dem 35. Lebensjahr ein, spricht man von einem „Klimakterium praecox", also vorzeitigen Wechseljahren. Etwa 1 bis 4% der Frauen leiden an einer vorzeitigen Ovarialinsuffizienz."Hilft dir das weiter?
Yeza, ich vermute mal, dass die nicht gesprungenen Eier vom Körper wieder resorbiert werden, genau wie das mit Samenzellen passiert, die nicht ausgestossen werden (weil kein Orgasmus stattfindet, oder weil durch Vasektomie die Samenleiter nicht durchgängig sind).