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 Betreff des Beitrags: Übersicht der Regeln zum Ausklammern
BeitragVerfasst: 25. April 2008 14:33 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 16. August 2005 23:04
Beiträge: 6970
Das richtige Ausklammern ist eines der schwierigsten Themen bei der Temperaturauswertung, deswegen möchte ich eine Zusammenfassung schreiben, auf die verlinkt werden kann. Es darf gerne ergänzt oder verbessert werden.

1. Ein Wert ist nur dann potenziell gestört, wenn er erhöht ist. Zu niedrige Werte werden nicht ausgeklammert.

2. Ein Wert ist nur dann potenziell gestört, wenn er aus dem Tieflagenniveau herausragt. D.h. er muss optisch aus der Umgebung herausragen. Dafür gibt es keine Richtlinien außer die individuelle Schwankungsbreite aller ungestörter Werte. Somit kann auch ein um 0,05 Grad gestörter Wert ausgeklammert werden.

3. Um einen Wert auszuklammern, muss er sowohl aus dem Tieflagenniveau herausragen als auch einen Störfaktor aufweisen. Ist eines von beiden nicht erfüllt, darf er nicht ausgeklammert werden! Beispielsweise darf auch ein Wert, der 0,3 Grad höher ist als die Umgebung nicht ausgeklammert werden, wenn er keinen Störfaktor aufweist.

4. In der ausgewerteten Hochlage wird grundsätzlich nicht ausgeklammert.

5. Weist ein Wert während des Anstiegs einen Störfaktor auf, bei dem noch nicht aus Vorerfahrungen ausgeschlossen ist, dass er stören könnte oder man bereits weiß, dass er stört, wird der Wert ausgeklammert.

6. Werte, die einen Störfaktor aufweisen, bei denen bereits bekannt ist, dass dieser nicht stört, dürfen nicht ausgeklammert werden, auch wenn sie erhöht sind. (Beispiel: In einem Zyklus wird immer um 6 gemessen, 2 mal um 9. Beim ersten Mal bleibt der Wert im Tieflagenniveau, beim 2. Mal sticht er heraus. Beide dürfen nicht ausgeklammert werden).

7. Ob ein Wert gestört ist, kann man nur in der Tieflage ausprobieren.

8. Bei einem Thermometerwechsel/Änderung der Messweise wird auch nur dann geklammert, wenn sich daraus ein Störfaktor nach obiger Definition ergibt.


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BeitragVerfasst: 25. April 2008 14:44 
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alte Häsin

Registriert: 14. Dezember 2005 14:23
Beiträge: 1446
:mrgreen:

Danke Estreya. *daumenhoch*

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verhütend dabei


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 Betreff des Beitrags: Re: Übersicht der Regeln zum Ausklammern
BeitragVerfasst: 25. April 2008 18:09 
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NFP-Königin

Registriert: 24. Mai 2007 08:12
Beiträge: 9324
NFP seit: 2007
Estreya hat geschrieben:
8. Bei einem Thermometerwechsel/Änderung der Messweise wird auch nur dann geklammert, wenn sich daraus ein Störfaktor nach obiger Definition ergibt.


*daumenhoch* Wieder was gelernt gestern. ;-)


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 25. April 2008 20:54 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 10. Januar 2008 15:54
Beiträge: 57
Wohnort: BaWü
*daumenhoch*

Supi, für Anfänger wirklich ne klasse Übersicht..
Vielen Dank dafür!!

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 25. April 2008 22:58 
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hat sich gut eingelebt

Registriert: 21. Februar 2008 15:51
Beiträge: 164
Das ist ja toll!!!
Wird gleich ausgedruckt und kommt zu den Zyklusblättern! *daumenhoch* DANKE

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Issikai
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 Betreff des Beitrags: Re: Übersicht der Regeln zum Ausklammern
BeitragVerfasst: 25. April 2008 23:21 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 21. August 2006 21:26
Beiträge: 5661
Wohnort: bei Mönchengladbach
NFP seit: 09/2006
Estreya hat geschrieben:

8. Bei einem Thermometerwechsel/Änderung der Messweise wird auch nur dann geklammert, wenn sich daraus ein Störfaktor nach obiger Definition ergibt.


Also kein Ausklammern vorheriger Werte mehr, wenn man mitten im Zyklus das Thermometer wechseln muss? Versteh ich das richtig?


Danke für die klasse Zusammenfassung, wäre prima, den Thread oben anpinnen zu lassen ;-)

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Little wave of feelings...


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 Betreff des Beitrags: Re: Übersicht der Regeln zum Ausklammern
BeitragVerfasst: 26. April 2008 09:24 
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alte Häsin

Registriert: 20. Mai 2007 11:35
Beiträge: 1407
NFP seit: Mai 2007
Estreya hat geschrieben:
4. In der ausgewerteten Hochlage wird grundsätzlich nicht ausgeklammert.



Gibt es da irgendeinen Grund für?
Ist ja für die Sicherheit eh nicht mehr relevant. Ich klammer gestörte Werte in der HL immer aus, um mir meine Durchschnittstemperatur in der Statistik nicht zu verfälschen.

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 26. April 2008 10:01 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 16. August 2005 23:04
Beiträge: 6970
@ maxine, genau, laut N&S wird ein Thermometerwechsel etc. genauso behandelt wie andere Störfaktoren.

@ Carolin, woran willst du erkennen, ob ein Wert in der HL gestört ist und es nicht das Progesteron ist? Gestörte Werte in der TL kann man deswegen als gestört identifizieren, weil es kein Hormon gibt, das die Kurve nach oben pusht und diese können dann auch in etwa genauso hoch sein wie die HL-Werte. Die HL ist auch i.d.R. recht stabil und wenn man nicht gerade Fieber hat, kann man nur raten, was "gestört" und "nicht gestört" wäre. Natürlich ergibt sich daraus keine Unsicherheit, wenn man trotzdem ausklammert, es macht nur einfach keinen richtigen Sinn.


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BeitragVerfasst: 26. April 2008 10:23 
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alte Häsin

Registriert: 20. Mai 2007 11:35
Beiträge: 1407
NFP seit: Mai 2007
Bei mir ist Alkohol ein Riesenstörfaktor, der treibt die Temperatur extrem nach oben. So um 0,3 - 0,4°. Das sehe ich in der TL natürlich ganz extrem, aber eben auch in der HL (siehe z.B. mein 2. oder 8. Zyklus).

Nach einer durchzechten Nacht messe ich mittlerweile einfach nicht mehr, auch in der HL sind die Werte prinzipiell nach oben verfälscht. *nixweiss*

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BeitragVerfasst: 26. April 2008 10:26 
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nicht mehr ganz so neu

Registriert: 10. Januar 2008 15:54
Beiträge: 57
Wohnort: BaWü
Das ist bei mir ganz genau so!

Ein Glas Wein zum Essen macht nichts aus, aber sobald es zwei oder mehr sind, habe ich ne Temp, wie wenn ich Fieber hätte....

Habe anfangs auch in der HL ausgeklammert, mach ich aber inzwischen nicht mehr, weil ja doch nicht mehr relevant.

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Übersicht der Regeln zum Ausklammern
BeitragVerfasst: 26. April 2008 12:30 
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Fingerwundschreiberin

Registriert: 5. Juli 2007 20:19
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Estreya hat geschrieben:
6. Werte, die einen Störfaktor aufweisen, bei denen bereits bekannt ist, dass dieser nicht stört, dürfen nicht ausgeklammert werden, auch wenn sie erhöht sind. (Beispiel: In einem Zyklus wird immer um 6 gemessen, 2 mal um 9. Beim ersten Mal bleibt der Wert im Tieflagenniveau, beim 2. Mal sticht er heraus. Beide dürfen nicht ausgeklammert werden).

Aber hier bleibt es doch mir noch überlassen, selbst zu differenzieren, oder?

Beispiel: Ich schlafe einmal nur 5 statt 8 Stunden, der Wert liegt im TL-Niveau, ich trage trotzdem den Störfaktor "spät ins Bett" ein, um für mich selbst zu sehen, der Wert war trotz möglichem Störfaktor nicht gestört.

Und einmal schlafe ich nur 2 Stunden, der Wert ragt aus dem TL-Niveau raus und ich trage wieder den Störfaktor "spät ins Bett" ein.

Oder sollte man nur Störfaktoren als solche werten, wenn die Werte rausragen und alles andere nur nebenbei notieren?

Ich bin jetzt ein bisschen verwirrt, gerade, weil ich bei mir noch nicht herausfinden konnte, was meine Temperatur wirklich stört.

_________________
Panbea, 31, STM seit 07/2007, KiWu


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BeitragVerfasst: 26. April 2008 12:56 
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NFP-Kaiserin

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Beiträge: 13213
NFP seit: 2006
Naja, Regeln sind doch gerade da sie nicht zu differenzieren. ;-)
Aber natürlich steht es jedem frei selber in eigener Verantwortung nicht die Regeln anzuwenden.
Im Fall von nur zwei Stunden schlaf würde ich übrigens nicht "spät ins Bett" als Störfaktor schreiben sondern "wenig Schlaf" und das kann dann ja durchaus ein Störfaktor bei dir sein.

_________________
It's not really a measure of mental health to be well-adjusted in a society that's very sick. - The OA )0(
Nfp-Beraterin, Arbeit bei Kul*mine und mit Daadeemaa. :rose:


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BeitragVerfasst: 26. April 2008 16:10 
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Fingerwundschreiberin

Registriert: 5. Juli 2007 20:19
Beiträge: 947
Wohnort: Reinbek bei Hamburg
Also, einmal Störfaktor und dadurch gestörte Temperatur, immer bei diesem Störfaktor ausklammern oder
einmal Störfaktor ohne gestörte Temperatur nie ausklammern auch bei darauffolgenden gestörten Temperaturen? *hä* Es geht aber nur um die Zeit im Anstieg, oder?
Irgendwie bin ich gerade total durcheinander, sorry, wenn ich blöde Fragen stelle. Bild

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Panbea, 31, STM seit 07/2007, KiWu


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BeitragVerfasst: 26. April 2008 20:00 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 16. August 2005 23:04
Beiträge: 6970
Es kommt natürlich auch auf den Grad einer Störung an, z.B. kannst du für dich herausfinden, dass 1 Glas Wein nicht stört, dafür 5 schon. Oder eben 5 Stunden Schlaf ok sind, 2 aber nicht. Aber auch da muss man dann konsequent sein.
Nein es geht nicht nur im den Anstieg, sondern auch um die komplette Tieflage.


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BeitragVerfasst: 29. April 2008 09:56 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 16. August 2005 23:04
Beiträge: 6970
9. Wie findet man heraus, ob man messzeitabhängig ist und ob man diese Werte ausklammern muss?

Am besten misst man am Anfang immer dann, wenn man aufwacht und stellt sich nicht den Wecker. Messzeitabhängig ist man dann, wenn Werte ab einer bestimmten Uhrzeit aus dem Tieflagenniveau herausragen, d.h. man ist im Umkehrschluss nicht messzeitabhängig, wenn ein spät gemessener Wert genauso hoch ist wie ein nicht gestörter, früh gemessener Wert.


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