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 Betreff des Beitrags: Schleim-FAQs
BeitragVerfasst: 11. Dezember 2008 14:59 
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Moderatorin a. D.

Registriert: 7. Mai 2004 10:22
Beiträge: 10611
Wohnort: Nibiru
NFP seit: gefühlt seit dem Phanerozoikum
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1. Welche Arten der Zervixschleimbeobachtung gibt es?
Die Zervixschleimbeobachtung ist auf dreierlei Weise möglich: eine Frau kann den Zervixschleim empfinden, fühlen und sehen. Siehe auch Unterschiede der Beobachtungsformen Empfinden/Fühlen/Sehen.

2. Wo muss ich den Schleim abnehmen?
Hier gibt es zwei Möglichkeiten:
1. am Scheideneingang, indem man entweder mit dem Finger darüberfährt oder bei jedem Toilettengang mit dem Toilettenpapier vor und/oder danach abwischt und dann den Schleim im Papier betrachtet.
2. am Gebärmutterhals durch Zusammendrücken der Zervix.

3. Wann muss ich den Schleim abnehmen?
Bei Hinzuziehung des Schleims am Scheideneingang einfach bei jedem Toilettengang nachschauen.
Wenn der Schleim von der Zervix abgenommen werden soll, dann am besten mindestens einmal am Tag um etwa die selbe Uhrzeit.

4. Zählt der Schleim, den ich im Slip finde?
Nein, dieser Schleim zählt nicht, da er meist schon eingetrocknet ist.

5. Was hat ein RIESIGER zäher Schleimklumpen zu bedeuten? Ist das normal?
Solch ein Schleimklumpen wird öfters beobachtet. Dieser Schleimklumpen verschließt in der unfruchtbaren Zeit den Gebärmutterhals, damit keine Spermien in die Gebärmutter wandern können und geht dann mit Zunahme der Schleimproduktion ab. Gerade im 1. Zyklus nach der Pille wird dieser Schleimklumpen gehäuft gesehen.

6. Ich komme mit der Schleimauswertung überhaupt nicht klar, geht NFP auch ohne?
Ja, jedoch muss hier als ein weiteres Östrogenzeichen dann die Autopalpation der Zervix (Muttermundbeobachtung) hinzugezogen werden. Wenn du keinerlei Schleim sehen kannst, kannst du außerdem trotzdem auf die Empfindung (z. B. feucht oder nass) achten. Geübte NFPlerinnen können z. T. nur anhand dessen den Schleimhöhepunkt bestimmen.

7. Was ist der Schleimhöhepunkt?
Dieser Höhepunkt ist der letzte Tag, an dem eine Frau den für sie besten Schleim beobachtet. Er kann immer erst im Nachhinein, also am Abend des folgenden Tages bestimmt werden, wenn bereits der Umschwung zu einer minderen Zervixschleimqualität erfolgt ist. Er wird mit "H", über der entprechenden Abkürzung gekennzeichnet. Danach werden noch 3 Tage abgewartet und mit 1-2-3 numeriert.

8. Wieviel Zeit darf zwischen Schleimhöhepunkt und Temperaturanstieg vergehen?
Hierfür gibt es keine feste Regel. Theoretisch können Schleimhöhepunkt und Temperaturanstieg also unbegrenzt weit auseinander liegen.
In Untersuchungen des Forschungsprojektes wurden Kurven dokumentiert, in denen der Schleimhöhepunkt bis zu 6 Tage vor oder 4 Tage nach der 1. höheren Messung stattfand. Ist der Schleimhöhepunkt jedoch wesentlich weiter weiter entfernt, ist es unwahrscheinlich, dass er biologisch noch etwas mit dem Temperaturanstieg zu tun hat. In so einem Fall sollte man aufmerksam sein und die Kurve lieber erstmal beobachten.
Gleiches gilt, wenn sich das Schleimmuster (bei vorliegenden Vergleichszyklen) einmal auffällig ändert (z. B. wenn der Schleimhöhepunkt normalerweise einige Tage vor dem Anstieg liegt und einmal erst danach).

9. Wie ist blutiger Schleim zu werten?
Blutiger, rötlicher/rosa, manchmal auch bräunlicher Zervixschleim ist immer als S+ einzustufen.

10. Was ist besser, ein nasses Gefühl oder Eiweißschleim?
Da beides zur Kategorie S+ gehört ist es irrelevant.

11. Was kann meinen Schleim "stören"?
Gewisse Medikamente, welche schleimlösend wirken. Es wurde auch schon berichtet, dass Zwiebeln und Meerrettich die Schleimproduktion anfeuern. Andererseits gibt es Medikamente, die "austrocknend" wirken (z. B. Antihistaminika oder Clomifen).
Ebenso können vaginale Milchsäurekapseln und Diaphragma-Gels auf Zitronen- und Milchsäurebasis, Sperma, Gleitcreme, spermizides Gel und Pilzinfektion das Zervixschleimmuster stören bzw. verfälschen. Es ist also erhöhte Aufmerksamkeit geboten, wenn man einen "fremden" Stoff in die Scheide einführt.

12. Darf ich Schleim von innen und außen bewerten?
Man muss sich zur Auswertung immer auf eine Art der Bewertung festlegen.

13. Ich empfinde nie nur "trocken" ist das normal?
Dies kann durchaus normal sein, wenn die Frau z. B. einen chronischen Ausfluß hat. Auch empfindet die Frau manchmal anstatt trocken einfach nichts.

14. Meine Auswertung ist lange vorbei und plötzlich kommt wieder Schleim meiner besten Qualität - ist das normal?
Das ist auch vollkommen normal, da kurz vor der Menstruation nochmals das Östrogen ansteigt.

15. Beeinflussen Medikamente den Schleim?
Bestimmte Medikamente können den Schleim beeinflussen.
Verbessernd wirken etwa schleimlösende Hustenmedikamente und Jodpräparate. Andere Medikamente (z. B. Antihistaminika oder Clomifen) können den Schleim austrocknen.

16. Ich habe furchtbar viel Schleim, was kann ich tun?
Gar nichts. Die Quantität des Zervixschleims variiert von Frau zu Frau. Immer gut ist es jedoch, keine oder so wenig wie möglich Slipeinlagen zu benutzen (bzw. nur solche aus Naturstoffen) und sich nur mit reinem Wasser zu waschen - niemals Scheidenspülungen verwenden.

17. Kann ich etwas tun damit mein Schleim besser wird?
Es gibt hier mehrere Möglichkeiten, wo der Nutzen aber nicht wirklich belegt ist.
Nachtkerzenöl soll den Schleim verbessern, wie auch bestimmte Hustenlöser (nicht zu empfehlen, höchstens bei Kinderwunsch). Viel Trinken kann nie schaden. Der Tee für die 1. Zyklushälfte könnte u. U. auch helfen.
Aber meist wird dadurch wohl kaum oder gar kein Erfolg erzielt.

18. Ich finde keinen Schleim, was kann ich tun?
Entweder liegt die mangelhafte Schleimproduktion noch daran, dass erst kürzlich die künstlichen Hormone abgesetzt wurden und der Körper einfach Zeit braucht um wieder ins Lot zu kommen oder man gehört tatsächlich zu den Wenigschleimern. Dann kann man auf die Autopalpation der Zervix (Muttermunduntersuchung) umsteigen, welche die selbe Wertigkeit hat wie die Zervixschleimuntersuchung.
Aber meist lernt man mit der Zeit sein individuelles Schleimmuster zu erkennen, auch wenn man wirklich wenig Schleim hat. Um sicher auswerten zu können braucht man keine Unmengen an Schleim, im Prinzip reicht schon ein Tag mit sichtbarem Schleim aus. Trotzdem solltest du versuchen, so gut wie möglich auf die Empfindung (z. B. feucht oder nass) zu achten, selbst wenn du keinerlei Schleim entdecken oder unterscheiden kannst. Geübte NFPlerinnen können nur anhand dessen den Schleimhöhepunkt bestimmen.

19. Auf was sollte ich bei Kinderwunsch beim Schleim besonders achten?
Die Empfängniswahrscheinlichkeit ist am größten an den Tagen mit Zervixschleim der besten Qualität und an den Tagen unmittelbar danach bis einschließlich zum Tag der ersten höheren Messung.

20. Wie verhält sich der Schleim in der Schwangerschaft?
Er ist aufgrund der Progesteronwirkung meistens weißlich und zäh und verschließt den Gebärmutterhals.

21. Was ist die Binnendifferenzierung (Sonderregel zur Schleimauswertung) und wann darf ich sie anwenden? Was bedeuten eingeklammerte Schleimkürzel?
Manche Frauen haben lange Schleimphasen und können den Schleimumschwung bereits innerhalb einer Kategorie feststellen (etwa von spinnbar zu dehnbar - beides S+). Wenn der Schleimhöhepunkt nach den Standardregeln immer erst deutlich nach dem Temperaturanstieg liegt, darf eine Sonderregel (Binnendifferenzierung) angewendet werden: Der Schleimhöhepunkt wird innerhalb der S- bzw. S+-Kategorie gesetzt und die folgenden Kürzel für den minderwertigen Schleim werden eingeklammert. Diese Sonderregel darf allerdings erst nach einiger Erfahrung angewendet werden und nur, wenn der Schleimhöhepunkt immer deutlich später als der Temperaturanstieg liegt!

Bitte beachten: Bei dieser FAQ-Liste sowie in diesem Forum (http://www.nfp-forum.de) sind alle Angaben ohne Gewähr. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzen z.B. bei Weitem nicht nicht die Lektüre geeigneter Literatur, die wir nach wie vor für unerlässlich zum Erlernen der NFP-Methode halten! Die genauen Auswertungsregeln sollten also diesen Büchern entnommen werden oder/und ein Kurs mit geschulten BeraterInnen absolviert werden.
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