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 Betreff des Beitrags: Re: Wie war das damals?
BeitragVerfasst: 5. Februar 2016 22:22 
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Registriert: 18. Januar 2016 19:11
Beiträge: 49
Meine Mutter ist Jahrgang 57 und hat von 15J. bis 26J. die Pille genommen, dann abgesetzt um schwanger zu werden -> meine große Schwester kam :-) danach hat sie wieder die Pille genommen bis 29J. und dann wieder abgesetzt und wurde auch gleich mit mir schwanger. Hat also alles traumhaft geklappt *daumenhoch* Wie meine Eltern "nach mir" verhütet haben, weiß ich ehrlich gesagt garnicht :mrgreen: Probleme hatte sie mit der Pille keine.

Mein Opa sagt öfter: "Jedes Mal, wenn ich zur Oma durfte, ist ein Kind entstanden ;-)...Zum Glück hats damals die Pille nicht gegeben, sonst wärt ihr alle vllt garnicht da!" So ganz dürfte das nicht stimmen, er hat nämlich "nur" 3 Kinder *rofl*


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie war das damals?
BeitragVerfasst: 5. Februar 2016 23:00 
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Moderatorin

Registriert: 26. Juli 2004 11:01
Beiträge: 12849
NFP seit: 8. Jan 04 mit Unterbrechungen
Morgentau hat geschrieben:
Nach der Erzählung machte ich natürlich große Augen. Denn 1.) Haben die Männer damals nicht masturbiert? 2.) War es einem Mann damals tatsächlich egal ob die Frau Sex wollte oder nicht?

Zu 2.): Vermutlich war das oft so. :-( Sex galt ja als eheliche Pflicht und ausbleibender/verweigerter Sex war ein Scheidungsgrund. Wikipedia zitiert aus einem Urteil von 1966:

Zitat:
„Die Frau genügt ihren ehelichen Pflichten nicht schon damit, dass sie die Beiwohnung teilnahmslos geschehen lässt. Wenn es ihr infolge ihrer Veranlagung oder aus anderen Gründen (...) versagt bleibt, im ehelichen Verkehr Befriedigung zu finden, so fordert die Ehe von ihr doch eine Gewährung in ehelicher Zuneigung und Opferbereitschaft und verbietet es, Gleichgültigkeit oder Widerwillen zur Schau zu tragen. Denn erfahrungsgemäß vermag sich der Partner, der im ehelichen Verkehr seine natürliche und legitime Befriedigung sucht, auf die Dauer kaum jemals mit der bloßen Triebstillung zu begnügen, ohne davon berührt zu werden, was der andere dabei empfindet. (...) Deshalb muss der Partner, dem es nicht gelingt, Befriedigung im Verkehr zu finden, aber auch nicht, die Gewährung des Beischlafs als ein Opfer zu bejahen, das er den legitimen Wünschen des anderen um der Erhaltung der seelischen Gemeinschaft willen bringt, jedenfalls darauf verzichten, seine persönlichen Gefühle in verletzender Form auszusprechen.“


Dazu kamen dann noch gesellschaftliche Vorstellungen, dass Männer eben per se sexhungrig seien, während weibliche Sexualität weitgehend tabuisiert oder zumindest nicht thematisiert wurde. Diese Bilder sind ja auch heute noch weit verbreitet, woraus dann auch die Vorstellung entsteht vom Mann als Jäger und passiver Frau, die sich erobern lässt. (Stichwort Rape Culture.)

Ich habe hier ein Buch von 1955 mit dem Titel "Frauenfibel - ABC der modernen Frau", das insgesamt sehr fortschrittlich ist. *daumenhoch* (Ist auch von einer Frau geschrieben, die Autorin heißt Ruth Berger). Da heißt es unter Punkt "Geschlechtstrieb":
ABC der modernen Frau hat geschrieben:
Leider begnügen sich viele Ehepaare damit, anzunehmen, die Frau sei "von Natur aus kalt", oder Frauen könnten nicht, wie Männer, einen Höhepunkt der sexuellen Erregung erleben.

Im gleichen Buch wird auch eine Allensbach-Umfrage von 1950 erwähnt, nach der nur 49% der Männer "die volle sexuelle Befriedigung durch einen gleichgültigen Partner für unmöglich" hielten (bei den Frauen waren es 81%).

Der Abschnitt "Empfängnisverhütung" ist in dem Buch sehr lang, ich habe ihn nur überflogen. Allgemein ist er sehr pro-Verhütung und schimpft auf die "kaninchenhafte Vermehrung" der Menschheit. :lol: Außerdem heißt es da:
  • von denjenigen Deutschen, die verhüten, meinen 79% empfängnisverhütende Mittel und 60% außerdem besondere Vorsicht (Allensbach 1950)
  • Coitus interruptus ist unzuverlässig und auf Dauer schädlich (die notwendige "gespannte Aufmerksamkeit" des Mannes schädigt das Nervensystem und die Frau kommt weniger wahrscheinlich zum Orgasmus, wenn der Sex früher abgebrochen wird :arrow: nicht zu unterschätzende gesundheitliche Gefahren (Hervorhebung im Original!)
  • besondere Stellungen zur Empfängnisverhütung sind auch unzuverlässig
  • ausbleibender Orgasmus der Frau ist ebenfalls unwirksam, ist aber ein "unausrottbarer Aberglaube"
  • "Auch daß die Frau [...] nach dem Verkehr versucht, durch Aufsetzen und Husten oder Aufstellen mit gespreizten Beinen und ruckartiges Schleudern des Unterleibs den Samen aus der Scheide zu entfernen, hat praktisch keinen Zweck [...]"
An mechanischen und chemischen Hilfsmitteln werden aufgezählt:
- Präservativ (das sicherste Verhütungsmittel überhaupt)
- Pessare, Portioschutzkappen in Verbindung mit chemischem Verhütungsmittel (auf korrekte Anpassung beim Gyn wird hingewiesen)
- vom IUP wird abgeraten (damit ist eins gemeint, das mit einem Stiel in den GMH hineinragt, Stielpessar)
- chemisch: Tabletten und Cremes (Patentex)
- Spülungen der Scheide mit Wasser sind als alleinige Verhütung ungeeignet

Und: *musik*
Zitat:
In letzter Zeit sind Empfängnisverhütungsverfahren bekannt geworden, die auf der Beobachtung der "unfruchtbaren" Tage der Frau beruhen (Methode Knaus-Ogino und Basaltemperaturmessung, auch mit Namen wie Zyklotest verbunden). Theoretisch sind diese Verfahren wunderbar, in der erotischen Praxis jedoch versagen sie aus unterschiedlichsten Gründen so oft, daß sie zwar die Zahl der Schwangerschaften vermindern, eine Empfängnis aber nicht mit Sicherheit ausschließen. Die mit der Messung der Körpertemperatur verbundene Methode scheint die zuverlässigere von beiden zu sein.

Tja, ganz überzeugt ist sie nicht, aber die Temperaturmethode war 1955 ja auch noch sehr neu.

Ich denke, die Auszüge geben einen kleinen Einblick, was in den 50ern üblich war. Ich finde auch die Seiten vom :arrow: Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch sehr interessant, die haben da viele Infos und Abbildungen zu Verhütungsmethoden aus der Vergangenheit.

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Wie war das damals? (Verhütung früher)
BeitragVerfasst: 6. Februar 2016 14:24 
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NFP-Gräfin

Registriert: 6. Mai 2007 03:20
Beiträge: 3521
Wohnort: keinen viertel Tag mehr voraus
NFP seit: 01/2007-06/2013; jetzt sterilisiert
Wie meine Mutter vor der Pille verhütet hat, weiß ich nicht. Allerdings weiß ich, dass sie mehrfach abgetrieben hat.
Ich war ein geplantes Wunschkind und blieb auch das einzige. Nach meiner Geburt nahm sie wieder die Pille. Für sie war die hormonelle Verhütung ein Segen für den Feminismus.

Meine eine Großmutter hat 2 Kinder geboren mit 5 Jahren Abstand. Ich kann nicht einschätzen, ob sie enthaltsam war oder ob sie andere Mittel hatte, um Schwangerschaften zu unterbinden. Sie war in jedem Fall sehr berechnend und Kinder passten nur bedingt in ihr gesellschaftlich bewegtes Leben. Es gibt von ihr Fotos Ende der 20er, wo sie alleine mit 5 jungen Männern Badeausflüge unternommen hat *kopfkratz*
Die andere Großmutter bekam zunächst 3 Kinder, im Abstand von je 2 Jahren und hatte wohl mit der Familienplanung abgeschlossen. Nach 13 Jahren Unterbrechung wollte sie dem "Reich noch einen Führer schenken" :shock: die zwei Versuche wurden dann aber "leider" Mädchen. Sie muss also irgendwie verhütet haben, aber wie wird für immer ein Rätsel bleiben.

_________________
Heute hier, morgen dort... (Hannes Wader)


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie war das damals? (Verhütung früher)
BeitragVerfasst: 16. Februar 2016 09:58 
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Registriert: 11. Juli 2011 12:24
Beiträge: 1
Noch ein Nebenthema:

Prostituion wird ja bekanntlich auch als "ältestes Gewerbe der Welt" bezeichnet. Frage in die Rund: gibt es irgendwo Informationen bzw. Weiß jemand wie das Thema Verhütung in diesem Bereich früher gehandhabt wurde? Wurden die Frauen "einfach ab und zu schwanger" oder wie muss man sich das vorstellen? Ich meine mal was von Kondomen aus Schafsdärmen gelesen zu haben von von Gegenstände die man sich in die Vagina eingeführt hat - eine hand-made Spirale sozusagen. :shock: Weiß aber nicht mehr sicher ob das in diesem Zusammenhang auch relevant war...

@Moderatoren: bei Bedarf könnt ihr das Thema auch in einen eigenen Thread ausgliedern...


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie war das damals? (Verhütung früher)
BeitragVerfasst: 16. Februar 2016 10:08 
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NFP-Kaiserin

Registriert: 17. März 2006 21:03
Beiträge: 10335
NFP seit: März 2006
Ich weiß es nur von meinem Hobby, der Ägyptologie.
Die Prostituierten damals haben tatsächlich Därme als Kondom-Verhütung genommen (war bestimmt sehr gefühlsecht *lach* ) und wenn jemand mal schwanger wurde, hatten die "tolle" Kräutermixturen zum Abtreiben. Aber was das für Kräuter waren lässt sich heute wohl nicht mehr nachvollziehen, weil sich Flora und Fauna in den letztem 6.000 Jahren dann doch wohl zu sehr geändert haben um Rückschlüsse ziehen zu können.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie war das damals? (Verhütung früher)
BeitragVerfasst: 16. Februar 2016 11:19 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 17. Juli 2009 11:33
Beiträge: 270
Wohnort: Lummerland
NFP seit: mai '09
Wie es bei meinen Grosseltern vaeterlicherseits war, weiss ich nicht. Sie hatten 4 Kinder.
Meine Grosseltern muetterlicherseits hatten nur meine Mama. Sie sind beide vor dem ersten Weltkrieg geboren, haben 1933 geheiratet und mein Opa war in Russland in Kriegsgefangenschaft, ich weiss nicht, wann er wieder nach Hause kam. Meine Mama ist 1948 geboren, also nach Kriegsende. Jedenfalls war meine Oma bei der Geburt meiner Mama auch nicht mehr jung (39) und es gab wohl auch einige Probleme (ich weiss nicht welcher Art) und sie ist ein Einzelkind geblieben.
Meine Mama hat wohl einige Zeit mit Pille verhuetet (wohl auch als eine der ersten) und dann nach dem letzten Kind (da war sie 41) mit Spirale bis zur Menopause. Was dazwischen war, weiss ich nicht. Ich weiss nur, da wir sehr grosse Altersabstaende haben (jeweils 8 Jahre), dass sie mal meinte, dass sie das nicht so geplant hatten, aber es jeweils nicht frueher geklappt hat. Also werden sie dazwischen sicher nicht verhuetet haben, vllt wirklich nur jeweils die erste Babyzeit.

_________________
Beidseitiger Familienwunsch erfüllt, wir sind komplett! - unendlich dankbar - Cheshire Kitten born on Boxing Day 2017 and Valentine's Day+1 2022, ☆kleine Herbsthoffnung (10. SSW, 03/21)
Inselleben... (<-- jetzt auch mit "Link"sverkehr und Geschichten vom Olibär und seinem sidekick Milchreis)


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie war das damals? (Verhütung früher)
BeitragVerfasst: 17. Februar 2016 10:58 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 21. September 2012 10:35
Beiträge: 306
Wie das die Prostituierten damals gemacht haben frage ich mich auch.
Hatten die damals nicht eh meistens irgendwelche Zuhälter/Leibherren? Die werden sich dann vermutlich um die kleinen "gekümmert" haben :-(

Meine Großeltern haben denke ich mit CI verhütet. Ihre Schwestern nahmen früh die Pille. Diese hatten aber starke Nebenwirkungen (sind aufgegangen wie ne Dampfnudel) weshalb meine Oma diese nicht nahm. Ich weiß nur, dass mein Opa mal meinte "nur weil die Männer nicht aufpassen können müssen die so ein Gift nehmen". Da er von "aufpassen" geredet hat denke ich mal, dass das ihre Verhütungsmethode war. Die Schwester haben jeweils 4 und 5 Kinder bekommen wobei die meisten ungeplant waren :lol: .
Meine Großeltern haben 4 Kinder wobei das letzte, also absoluter Nachzügler, nicht geplant war. Meine Oma dachte damals, dass sie schon zu alt ist fürs Kinder bekommen (sie war damals erst Mitte 30 aber für damalige verhältnisse steinalt *rofl* )

Die negative Einstellung zur Pille hat sich dann auf meine Mutter übertragen, die diese nie genommen hat. Ich denke, dass die vor der Ehe gar keinen Sex hatten (eine Mutter ist sehr religiös) und danach haben sie NFP nach Rötzer angewendet. Meine Tante hat die Pille aber genommen. Als sie dann die Pille mit Anfang 30 absetzte kam nie mehr ein Zyklus zurück und sie konnten nie Kinder bekommen. Meine Großeltern haben sich also bestätigt gefühlt, so ein Gift. :-))) Vorallem weil ihrer Schwiegertochter das Selbe passiert ist. Nachdem diese nämlich die Verhütungsspritze abgesetzt hatte bekam sie keinen Zyklus mehr.....

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie war das damals? (Verhütung früher)
BeitragVerfasst: 17. Februar 2016 11:12 
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Kurven-Rätslerin

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Beiträge: 226
Also im Corpus hippocraticum, das zwischen dem 5. Jh v.Chr. und dem 2. Jh n.Chr. entstanden ist, stehen 10 verschiedene Mixturen zur Abtreibung beschrieben, die man mittels Einlauf einführte. Zudem wurden Abtreibungen im gleichen Zuge genannt wie Verhütungsmethoden. Als Verhütungsmethoden waren unter anderem beschrieben:

- Frau solle die Luft bei der Ejakulation anhalten und den Samen in der Hocke herausdrücken, Frau solle kräftig ihre Hüften schwenken nach dem Verkehr,
- es gab aber auch schon Beobachtungen zum MuMu, man wusste, dass er während der Periode und auch bei der Empfängnis offen war, vor der Periode aber geschlossen, deswegen gab es Empfehlungen zur mechanischen Verschließung des MuMus via Salben und Wollknäule
- desweiteren gab es Empfehlungen der Enthaltsamkeit an den fruchtbarsten Tagen (was nach damaliger Lehrmeinung das Ende des Menstruationszeitraumes war)
- außerdem gab es allerhand Talismane, und Zaubertränke, die angeblich unfruchtbar machten, aber es gab auch Salben für Männer mit angeblich spermizider Wirkung
- und last but not least ist ein Überzug aus Ziegenblase erwähnt, was wohl wie das heutige Kondom verwendet worden ist, allerdings wohl nicht nur im einmal Gebrauch, also je nach hygienischen Bedingungen und so, war es wohl trotzdem nicht unbedingt wirkungsvoll

Der CI wird in den med. Schriften der Zeit scheinbar nicht erwähnt, entweder er war nicht bekannt, oder so verbreitet, dass man nicht darüber schreiben musste.

Ob es nicht zu verschiedenen Zeiten Frauen gab, die Wissen über den MuMu und ZS hatten und darauf aufbauend verhütet haben, können wir heute nicht nachvollziehen, da die Schriften überwiegend von Männern geschrieben wurden und dies auch als Geheimwissen von Mutter an Tochter weitergegeben worden sein konnte, wie es in manchen naturnahen Völkern heute noch der Fall ist. Wahrscheinlich ist es aber schon, dass es Zeiten gab, in denen Frauen darüber Kenntnis hatten. Aber letztlich ist da Kooperation mit dem Partner gefragt, sonst bringt das alles nichts. Dass in Griechenland und alten Rom aber Abtreibungen gleichgestzt werden mit Verhütungsmitteln, dürfte einiges aussagen. ;-)

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"Und wenn du friedlich gegen die Gewalt nicht ankommen kannst, ist das letzte Mittel, das uns allen bleibt, Militanz" Danger Dan


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie war das damals? (Verhütung früher)
BeitragVerfasst: 17. Februar 2016 11:51 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 4. Januar 2013 14:34
Beiträge: 226
Nur der Vollständigkeit halber: Infantizid war (und ist es in einigen Gegenden der Welt heute noch) auch eine gängige Praxis zur Geburtenkontrolle. Also da, wo Abtreibungen versagten, wurde das unerwünschte Kind nicht selten getötet. Da jemand die Prostituierten ansprach: aus dem römischen Reich sind vermehrt Deponierungsplätze von Föten/Neugeborenen in der Nähe von Bordellen gefunden worden.Wobei es auch zweifelsfrei Prostituierte mit Kindern gab.

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie war das damals? (Verhütung früher)
BeitragVerfasst: 17. Februar 2016 12:06 
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NFP-Kaiserin

Registriert: 17. März 2006 21:03
Beiträge: 10335
NFP seit: März 2006
stubentiger hat geschrieben:
- Frau solle die Luft bei der Ejakulation anhalten und den Samen in der Hocke herausdrücken, Frau solle kräftig ihre Hüften schwenken nach dem Verkehr

Von der Sache her gar nicht mal sooo doof, aber ich frage mich, wie lange andere Männer außer meinem *mann* im Schnitt so kommen? :lol:
Müsste ich die Luft von der ersten bis zur letzten Sekunde seine O´s anhalten, würde ich nämlich ersticken. *lachen*


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie war das damals? (Verhütung früher)
BeitragVerfasst: 17. Februar 2016 12:14 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 4. Januar 2013 14:34
Beiträge: 226
Das wäre dann eine ziemliche sichere Verhütungsmethode. *ätsch*

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie war das damals?
BeitragVerfasst: 3. März 2016 22:29 
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alte Häsin

Registriert: 20. Dezember 2008 00:30
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Wohnort: Rheinland
NFP seit: Januar 2009
Amelia_Blake hat geschrieben:
Ich hab erst vor kurzem durch meinen Vater erfahren, dass meine Grossmutter (*1916) meinen Grossvater überhaupt nur zum Kinder kriegen ran liess, da für sie der Sex nur zur Fortpflanzung diente... Da ergibt sich das Thema Verhütung... traurig was?

Bei meiner Ur-Oma (Geb. 1899) war das wohl auch so.
Wie meine Großeltern verhütet haben, weiß ich gar nicht. Vielleicht weiss das meine Mama. Jedenfalls haben beide Großelternpaare zwei Kinder im Abstand von 5 Jahren. Das scheint mir schon ein wenig kontrolliert.

Meine Mutter *1955 hat die Pille genommen, bis sie schwanger werden wollte. Lt. Gyn war die Kombination meiner Eltern wohl aber unfruchtbar (woher er dieses Wissen nahm, ist mir schleierhaft). Meine Mama hat dann NFP betrieben um Schwanger zu werden. Hat aber auch nicht geklappt. Sie haben sich dann damit abgefunden und dann kam ich :mrgreen:. Nach der Geburt meiner Schwester hat meine Mutter dann mit Pille und Spirale verhütet, ist dabei ein mal ungewollt Schwanger geworden (Fehlgeburt) und seit sie ihren zweiten Mann kennen gelernt hat, ist sie verhütungsrei weil er Vesektomiert ist.

Meine Schwiegereltern haben relativ jung (gewünscht) Kinder bekommen. Da weiß ich gar nicht, wie und ob sie verhütet haben. Da meine Schweigermutter aber relativ früh eine OP an der GM hatte, mit der eine Sterilisation einher ging, ist mein SchwiePa um die Vasektomie "herumgekommen". Sonst wäre das wohl geplant gewesen.

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Supakaethe mit große Sänger (05/11) und kleiner Krawallbotz (11/12)
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 Betreff des Beitrags: Re: Wie war das damals? (Verhütung früher)
BeitragVerfasst: 3. März 2016 23:26 
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Inventar

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Beiträge: 2302
NFP seit: 2010
stubentiger hat geschrieben:
Der CI wird in den med. Schriften der Zeit scheinbar nicht erwähnt, entweder er war nicht bekannt, oder so verbreitet, dass man nicht darüber schreiben musste.

Der CI war sehr verbreitet, nicht umsonst regt sich die katholische Kirche seit Anbeginn ihrer Entstehung über diese Praxis auf. ;-)
Als Vorgänger der Spirale habe ich letztens etwas über einen Stein gelesen, den die Frauen sich haben einsetzen lassen, um damit Schwangerschaften zu verhüten.

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Gut feelings are guardian angels.
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 Betreff des Beitrags: Re: Wie war das damals? (Verhütung früher)
BeitragVerfasst: 3. März 2016 23:44 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 25. August 2013 12:24
Beiträge: 447
NFP seit: Sommer 2013
Meghann hat geschrieben:
stubentiger hat geschrieben:
Der CI wird in den med. Schriften der Zeit scheinbar nicht erwähnt, entweder er war nicht bekannt, oder so verbreitet, dass man nicht darüber schreiben musste.

Der CI war sehr verbreitet, nicht umsonst regt sich die katholische Kirche seit Anbeginn ihrer Entstehung über diese Praxis auf. ;-)
Als Vorgänger der Spirale habe ich letztens etwas über einen Stein gelesen, den die Frauen sich haben einsetzen lassen, um damit Schwangerschaften zu verhüten.

Ging es nicht in der Geschichte von Onan in der Bibel um einen CI?


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie war das damals? (Verhütung früher)
BeitragVerfasst: 4. März 2016 00:55 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 20. Februar 2015 16:43
Beiträge: 309
NFP seit: 02/2015
Ja, ging es (Gen 38, 6-10). Witzigerweise hat es mit Selbstbefriedigung überhaupt nix zu tun *lach* Besagter Onan wollte nicht die Witwe seines Bruders schwängern und so dem Bruder zu Nachkommen verhelfen.

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Die Nacht hat zwölf Stunden, dann kommt schon der Tag. B. Brecht ---- freut sich mit kleinem Hobbit 10/18 und Frühlingssternchen 04/21 * über das Frühlingskäferchen 04/22
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