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 Betreff des Beitrags: Östrogen in Qlaira und Maxim
BeitragVerfasst: 2. April 2024 16:59 
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Registriert: 2. April 2024 16:51
Beiträge: 5
Hallo zusammen,

da sich das natürliche Östrogen in der Qlaira besser auf die Knochengesundheit auswirken soll als das künstliche in der Maxim, rät mir meine Frauenärztin zu einem Wechsel. Ich bin ü35...

Da ich ein kleines Myome habe und man ja weiß, dass Östrogene deren Wachstum anregen habe ich mal gegoogelt, wie viel Östrogen in den beiden Pillen ist.
Maxim 0,03 mg Ethinylestradiol
Qlaira je nach Zyklustag 1 bis 3 mg Estradiolvalerat.

Das ist jetzt ja aber nicht so, dass das Östrogen das Zehnfache ist?!?

Bin leider keine Chemikerin.

Kann mir jemand sagen, in welcher Pille mehr Östrogen ist?

Und eine weitere Frage: Da ich zu Hirsutismus neige und zu viele männliche Hormone habe, sollte die Pille antiandrogen sein. FA sagte, die Qlaira sei genauso antiandrogen wie die Maxim. Aber nun las ich im Internet, dass die Qlaira weniger antiandrogen wirkt, weil ein anderes Östrogen drin sei und das auch Einfluss hätte.

Kennt sich jemand aus mit dem Östrogengehalt und der antiandrogynen Wirkung. Würde mir sehr helfen!
Danke!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Östrogen in Qlaira und Maxim
BeitragVerfasst: 2. April 2024 17:08 
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NFP-Kaiserin

Registriert: 23. September 2005 16:47
Beiträge: 12382
Wohnort: Freiburg
NFP seit: 2006
Spannend - ich habe gerade ein bisschen dazu gegoogelt, weil ich das eine spannende Frage finde.
Aber nun bin ich gar nicht mehr sicher, dass das Östrogen in der Qlaira tatsächlich natürlich ist.

Estradiolvalerat gehört auch zu den Steroiden. Ethinylestradiol ist auch kein Östrogen (wirkt nur ähnlich) - also ist im Grunde genommen, in keiner deiner genannten Östrogen drin.

Ohne Gewähr, aber Google meint, diese hier wäre wirklich mit natürlichem Östrogen:
Zoely® (E2/Nomac)

Aber so oder so: Diese natürlichen Östrogene werden (meines Wissenstandes nach) schneller abgebaut und deswegen höher dosiert.

Absetzen ist keine Option für dich?

Edit: Satz angepasst

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Autorin, freie Mitarbeiterin bei Kulmine und Nfp-Beraterin ~
Marktplatzseite u.a. mit Infos zu meinem Buch "Lin und das Geheimnis des Zyklus" - ein Buch für Mädchen zur Menarche. :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Östrogen in Qlaira und Maxim
BeitragVerfasst: 2. April 2024 17:12 
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Registriert: 2. April 2024 16:51
Beiträge: 5
Nein, absetzen ist keine Option. Ich habe beginnende Osteoporose, zu viele männliche Hormone und nutze die Pille zur Verhütung. Somit denke ich, dass ich aus allen drei Gründen mit der Pille besser bedient bin als ohne.

Natürlich ist wohl kein künstliches Östrogen. Aber 2 FÄ sagten mir das in der Qlaira ähnle dem natürlichen Östrogen und sei deshalb besser für die Knochengesundheit.

Ah ok, höher dosiert, da schneller abgebaut. Interessant. Danke!


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 Betreff des Beitrags: Re: Östrogen in Qlaira und Maxim
BeitragVerfasst: 2. April 2024 17:18 
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NFP-Kaiserin

Registriert: 23. September 2005 16:47
Beiträge: 12382
Wohnort: Freiburg
NFP seit: 2006
Naja, für Osteoporose gibt es definitiv bessere Umgangsmöglichkeiten, als die Pille zu nehmen - ich habe eben gesehen, dass du in einem anderen Forum ja auch schon entsprechend beraten wurdest.

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 Betreff des Beitrags: Re: Östrogen in Qlaira und Maxim
BeitragVerfasst: 2. April 2024 17:31 
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Registriert: 2. April 2024 16:51
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Ja, da habe ich auch angefragt. Dachte vielleicht tummeln sich ja irgendwo Chemiker, die sich damit wirklich auskennen ;-)
Für mich keine leichte Entscheidung, da ich mit der Maxim sehr zufrieden war, aber auch auch meiner FÄ sehr vertraue, die zum Wechsel rät.

Und natürlich ist mir bewusst, wie man Osteoporose behandelt und vorbeugt.

Aber nun in einen Östrogenmangel zu fallen durch das Abesetzen der Pille wäre fatal.


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 Betreff des Beitrags: Re: Östrogen in Qlaira und Maxim
BeitragVerfasst: 2. April 2024 17:32 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 8. August 2009 20:47
Beiträge: 727
Du bist in einem Forum für nicht-hormonelle Verhütung angemeldet *freunde* nur, weil du eben erst registriert bist, evtl hast du es nicht gesehen…

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 Betreff des Beitrags: Re: Östrogen in Qlaira und Maxim
BeitragVerfasst: 2. April 2024 17:34 
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NFP-Kaiserin

Registriert: 23. September 2005 16:47
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Naja, es gibt ja auch die Möglichkeit, echtes Östrogen als Gel o.ä. zu nehmen - es ist wirklich schade, dass die Pille da so als Wundermittel dargestellt wird. Faktisch hast du unter ihr ja gar kein echtes Östrogen in deinem Körper.

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 Betreff des Beitrags: Re: Östrogen in Qlaira und Maxim
BeitragVerfasst: 2. April 2024 17:38 
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Registriert: 2. April 2024 16:51
Beiträge: 5
Ententanz hat geschrieben:
Du bist in einem Forum für nicht-hormonelle Verhütung angemeldet *freunde* nur, weil du eben erst registriert bist, evtl hast du es nicht gesehen…


Danke, das habe ich tatsächlich nicht gesehen ;-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Östrogen in Qlaira und Maxim
BeitragVerfasst: 2. April 2024 19:07 
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Inventar

Registriert: 2. August 2007 14:59
Beiträge: 2016
Wohnort: auf der Alt/Kölsch-Grenze
Da braucht es eigentlich keine Chemikerin, sondern eine Pharmazeutin :mrgreen:
Aber zur Chemie: In Medikamenten wird den Wirkstoffen oft noch etwas hinzugefügt, damit sie z.B. wirksamer und/oder stabiler sind, also nicht zu schnell wieder abgebaut werden. So wie der natürlich vorkommenden Salicylsäure noch ein Acetyl-Rest hinzugefügt wurde -> Aspirin.

Das Estradiolvalerat ist eine Vorstufe (Prodrug) von Estradiol. Der Valerat-Rest wird im Körper abgespalten. Ich denke, das macht es stabiler, schließlich muss es ja irgendwie durch den Magen kommen.

Zu den Konzentrationen der Östeogene in beiden "Pillen": Erst einmal geht es in der Chemie nicht um Konzentrationen nach Gewicht, sondern immer um Teilchen (Mol). Und da jedes Molekül (Teilchen) ein anderes Gewicht hat, gibt es dann auch andere Angaben. Also z.B. Äpfel wiegen mehr als die gleiche Anzahl an Melonen.
Da es sich hier aber um Wirkstoffe handelt, spielt auch noch die Wirkung bzw. Rezeptorbindung eine Rolle. Und da gibt es bei Hormonen dann starke unterschiede. Es gibt starke und schwache Östrogene (Phytoöstrogene sind z.B. schwach). Daher muss man unterschiedlich viel einsetzen, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Das macht man sich unter anderem in der Therapie von Brustkrebs zunutze, um die Östrogenrezeptoren zu blockieren und so das Krebswachstum zu unterdrücken.

Es kommt also auch bei der Pille nicht auf die Menge des Östrogens an, sondern auf die Wirkung. Und ich denke da kennt sich dann die GynäkologIn oder PharmazeutIn wohl am besten aus. Vielleicht wäre es auch sogar ratsam, bei einer/m EndokrinoloIn vorstellig zu werden, da dein Problem ziemlich vielschichtig scheint.

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KatziTatzi ist seit sieben Jahren mit einer rosa Schleife verziert, überglücklich mit großem Katerchen (4/17) und zwei Schmusekätzchen (5/20) im Arm und ★-Zwillings-Tätzchen über den Wolken.Bild


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 Betreff des Beitrags: Re: Östrogen in Qlaira und Maxim
BeitragVerfasst: 3. April 2024 12:21 
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Registriert: 2. April 2024 16:51
Beiträge: 5
Vielen Dank für deine fachkundige Erklärung! Nun ist mir klar, dass meine Frage nach der Östrogenmenge keinen Sinn ergibt, da die Wirkweise eine andere ist.
Ja nen Termin beim Endokrinologen habe ich ohnehin demnächst zur Verlaufskontrolle meiner SD-Erkrankung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Östrogen in Qlaira und Maxim
BeitragVerfasst: 3. April 2024 13:15 
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Inventar

Registriert: 24. August 2010 13:19
Beiträge: 2301
NFP seit: 2010
Ich würde ebenfalls zu einem Endokrinologen raten.

Die Datenlage zur Qlaira ist meines Wissens nach nicht sehr befriedigend.
Qlaira ist seit Mai 2009 auf dem Markt und verwendet statt Ethinyestradiol das veresterte körpereigene Östradiol.

Qlaira wird wie die Pille Zoely als „natürliche Pille“ oder als „Pille mit natürlichen Hormonen“ gefeiert.
Das ist natürlich Quatsch. Wie wir wissen, muss das Östrogen künstlich verändert werden, weil die Leber es sonst sofort abbauen würde und der verhütungsgebende Effekt nicht gegeben wäre, daher auch die Veresterung. Daran "kaut" dann die Leber ein wenig herum, damit sie das Östrogen nicht sofort einfach ausscheidet.
Das ursprünglich natürliche Östrogen in seiner veresterten Form ist eine chemische Veränderung des Hormons und damit nicht natürlich.

"Zoely" hingegen ist (oder war? Ich finde keine neueren Berichte als 2019) in den USA wegen Sicherheitsbedenken nicht zugelassen. Langzeitstudien fehlen, die Datenlage ist bisher unzureichend.
Viele Anwenderinnen brachen aufgrund der Nebenwirkungen Studien mit Zoely ab.
Das verwendete Gestagen Normegestrel ist wenig bis gar nicht erforscht und in Frankreich nur zu Wechseljahresbeschwerden zugelassen.
Die Auswirkungen des starken Gestagens auf Knochen oder Hormonsystem bei unter 18jährigen sind bisher gar nicht erforscht.
Anwenderinnen sollten sich nicht davon leiten lassen, dass hier „naturidentisches“ Estradiol verwendet wird. „Naturidentisch“ ist ein anderes Wort für „künstlich“.

Diese Pille würde ich gar nicht einnehmen. Das Thrombose-Risiko soll wie bei der Qlaira sehr hoch sein.

Ich würde anstatt der Gynäkologin also jemand aufsuchen, der wirklich Ahnung hat.

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