So, da bin ich wieder.
Ich hatte ja versprochen, ab dem 25.8. noch mal bei den Maltesern anzurufen.
Unter der Rufnummer 0221 - 9822 591 erreicht man das Sekretariat der NFP-Beratung. Neu ist eine
Sprechstunde für alle Fragen jeweils am Montag und Freitag, so zwischen 10-12 Uhr (wenn ich das jetzt richtig aufgeschnappt habe). Aber auch zwischendurch kann man jemanden erreichen.
Das Gespräch dauerte ganze 35 Minuten und die Dame war sehr nett und nahm sich Zeit, hat auch mehrere Aspekte angesprochen.
Nun zu den einzelnen Punkten:
1. Der Muttermundschleim: Man kann den Schleim auch vom Muttermund herum entnehmen. Man muss nicht zwingend mit zwei Fingern den Muttermund ausquetschen. Nur ist wichtig, dass man bei einer Methode bleibt, sofern man sich zurechtfindet. Und man sollte eben möglichst tief und nah am Muttermund herum entnehmen.
Im Buch steht die Muttermundschleim-Methode zwar etwas anders beschrieben (halt mit zwei Fingern quetschen), aber man konnte auch nicht jede Möglichkeit oder Eventualität der Methode beschreiben - sonst wäre das Buch bibeldick geworden. Für diese "Abweichungen", die halt von Frau zu Frau individuell verschieden sind, sollte auch immer ein NFP-Kurs belegt oder eine Beratung aufgesucht werden, um ganz sicher zu gehen.
Also: wir können, wenn es nicht anders geht, auch mit nur einem Finger
um den Muttermund herum den Schleim entnehmen. Wichtig ist eben, dass man in einem Zklus bei einer Methode bleibt und sorgfältig beobachtet.
2. Zu den Schleimqualitäten: Ich habe angesprochen, dass hier im Forum viele/ einige Frauen Probleme mit der Schleimqualität haben, auch ich.
Man kann auch
innerhalb der S-Schleim-Kategorie den Umschwung bestimmen und erkennen. Es gibt eben Frauen, die keinen S+-Schleim aufweisen und somit lernen müssen, innerhalb der S-Gruppe den besten Schleim zu erkennen und den Umschwung zu schlechterem S-Schleim zu bestimmen. Wichtig ist, dass man sich Zeit nimmt und aus mehreren Zyklen lernt, dass man eben sensibilisiert wird.
Irgendwann wird dann der AHA-Effekt auftreten, möglicherweise ändert sich der Schleim auch noch im Laufe der Zeit (v.a. postpill). Bei einigen wenigen Frauen kann es auch 1 Jahr dauern, bis der ZS wieder normalisiert ist.
Desweiteren wies sie noch mal darauf hin, dass eben auch nicht jede Frau immer gleich viel Schleim hat oder gleich lange das Schleimsymptom wahrnimmt. Es reicht also auch (wie wir hier ja auch schon gesagt haben) aus, z.B. nur 3-4 Tage Schleim zu beobachten. Andere Frauen wiederum haben ausserhalb der Periode immer Schleim. Es ist dann wichtig, den Umschwung bzw. die Schleimqualität zu erkennen und ggf. den Mumu dazuzunehmen, um den Anfang der fruchtbaren Zeit zu bestimmen.
Sie sagte auch, um den Muttermund herum ist eigentlich immer etwas Schleim.
3. Zum Muttermund: Die Öffnung ist meistens nie ganz geschlossen, das ist eben immer ganz individuell (z.B. bei Frauen, die bereits ein Kind geboren haben etc., das wissen wir ja). Ich fragte nach, wie es sich denn anfühlt, wenn die Öffnung in der (hoch)fruchtbaren Zeit offen sein soll. Sie sagte, man merke schon einen Unterschied, bestenfalls kann man ganz leicht mit dem Finger in die Öffnung hineingleiten. Na ja, ich werde diesen Zyklus noch mal ganz bewusst darauf achten. Bisher hatte ich immer Angst, meinen Mumu mit meinen Nägeln zu verletzen, sofern ich überhaupt an die Öffnung herankam.
Dann sprachen wir noch über dieses und jenes, es war wirklich nett. Sie sprach noch mal deutlich die Effizienz der NFP-Kurse an. Dadurch würde die Sicherheit für den richtigen Umgang mit der Methode maximal erhöht werden. Mal sehen, ich werde mich mal erkundigen, wann und wo ich hier an diesem Kurs teilnehmen kann.
Sie freute sich jedenfalls, dass mir diese Methode gefällt und die NFP-Gruppe hofft auch, dass sich immer mehr Frauen von der Pille distanzieren. Zu recht... Gut finde ich, dass die katholische Kirche die NFP bezuschusst. Ansonsten bin ich ja nicht immer so der Freund der Kirche.
So, zumindest haben wir jetzt eine Aussage zu der Muttermundschleimentnahme. Es ist also möglich!
Dennoch stellt die Beobachtung und Entnahme direkt am Scheideneingang die "beste" und einfachste Möglichkeit dar, aber wie gesagt, nicht alle Frauen passen in diese Kategorie. Ebensowenig hat jede Frau S+-Schleim. Aber dafür gibt es dann die Alternativen.
Die Beobachtung des Muttermundes reicht ja auch aus, um neben der Temperaturmessung die sympto-thermale Methode zu verifizieren.
LG!

@ Seilchen
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29 Jahre, 13 Jahre Pille
seit 01/2005 pillenfrei, seit 07/2005 NFP zur Verhütung
4. Zyklus