Ich bin jetzt in der Mitte des 67. Zyklus und messe immer noch so gut wie jeden Tag, außer am Zyklusanfang und wenn's mir mal wirklich nicht gut geht.
Ich hab von Anfang an auf Papier gemessen und dann die Werte in die Onlinekurve übertragen. Während ich immer noch sehr genau dabei bin mit Messen und Beobachten, bin ich beim Übertragen dieser Werte ziemlich faul geworden. Die letzten paar Zyklen fehlen großteils und die ersten zwei Wochen des aktuellen Zyklus hab ich auch noch nicht nachgetragen.
Zu Beginn waren meine Hochlagen meist 14-16 Tage lang, die ehM meist so um ZT 14-17 rum, auch mal später. Damit hatte ich relativ lange Zyklen.
Jetzt sind die Hochlagen auf meist 12-14 Tage verkürzt, was bedeutet, dass ich bei einer ehM an ZT 14 immer noch den Klischee-Zyklus mit 28 Tagen hinkriegen kann. Das gefällt mir nicht so richtig, denn ich hab gern lange Zyklen, da blutet man nicht so oft.
Meine Mens ist weniger stark und etwas kürzer geworden, da hat sich auch das Muster verändert. Das gefällt mir, denn ich mochte meine Mens nie. Zu stark, zu nervig. Schmerzen hingegen hab ich eher weniger. Klar tut's ab und an mal weh, aber das ist selten und ich musste deswegen noch nicht zu Hause bleiben.
Der Schleim und der Muttermund hingegen möchten sich immer noch nicht gern auswerten lassen. Ich hab in 67 Zyklen kein Schleimmuster feststellen können, kann die Binnendifferenzierung nicht anwenden und hab viel zu oft S+.
Und der Muttermund, der zu Beginn öfter mal zu war, ist das nur noch selten. Damit kann ich also auch nicht auswerten.
Dafür geht er recht zuverlässig vorschriftsmäßig hoch und runter und verändert seine Härte auch relativ regelgerecht.
Was bei mir seit Beginn gut ist, ist die Temperatur. Ich habe außer Krankheit keine Störfaktoren und die Temperatur lässt sich eigentlich gut auswerten. Manchmal hab ich allerdings in der Zeit der sechs Werte eine unerklärbare Zacke drin, die ich dann nicht klammern darf und die mir die Auswertung versaut.
Hoch- und Tieflagenniveau kann ich dabei jedoch trotzdem erkennen und im Nachhinein stimmt auch immer der Zeitraum der Hochlage mit der ehM überein, weswegen ich das nicht als anovulatorisch, sondern nur als nicht auswertbar bezeichnen möchte.
Das ist leider etwas häufiger geworden.
Leider ist die Temperatur nicht so lieb, sich an die Temperaturmethodenregeln zu halten, danach kann ich also auch eher selten freigeben.
In letzter Zeit geht meine Temperatur in der Tieflage häufiger auf tiefe Werte wie 36,5 runter, ich hab also eine recht große Tieflagenspanne und muss da echt aufpassen, da ich schon Fake-Hochlagen hatte. Diese hab ich zwar als solche erkannt, aber eben nur, weil das tiefe Niveau damals für mich ungewöhnlich war. Normal war damals für mich, dass sich die sechs Werte etwa so um 36,6-36,75 °C rum versammelt haben.
Jetzt ist bei mir Hochlagenniveau alles ab 36,9°C, bewegt sich meist nicht höher als 37,15. Die Tieflagentemperatur hingegen schwankt zwischen 36,45°C- 36,8°C.
Ich hatte ab und an mal Ausreißerzyklen bei besonderem Stress, die länger waren als gewöhnlich mit später ehM. Jetzt hab ich allerdings Dauerstress und da scheint sich mein Körper halbwegs dran gewöhnt zu haben. Mal sehen, wie das in den kommenden Monaten wird, denn da kommt nochmal ne extra Portion auf mich zu.
Während ich zu Beginn so gut wie nie Brustsymptom hatte, hab ich das jetzt deutlich häufiger. Gestern, sag ich nur: aua!
Mittel- und Mensschmerz fühlen sich in etwa gleich an, drum unterscheid ich die in meinen Papierzyklen auch nicht.
So, ich glaub, das war alles.
