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 Betreff des Beitrags: Vorträge
BeitragVerfasst: 7. Juli 2011 18:31 
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Ersthelferin a.D.

Registriert: 8. Januar 2009 14:07
Beiträge: 6890
Zum 50. Geburtstag der Pille

>> Fr. Prof. Beck-Gernsheim

1961 wurde in Deutschland als 1. Land in Europa von Schering die Pille eingeführt. Und provozierte damit natürlich Skandale: Verfall von Sitten, Anstand und Moral! Aber die Pille schaffte den Durchbruch: sicher, einfach anzuwenden und endlich Wahlfreiheit – das war die entscheidende Verheißung

Aber was waren außer der Selbstbestimmung über den Zyklus die gelebten Folgen für Frauen:
Frauen begannen abzuwarten auf den richtigen Zeitpunkt für ein Kind, auf den richtigen Partner dazu, die Ausbildung, die Karriere, bis die Finanzen stimmen. Aber für viele kam der nie. Je mehr geplant werden wollte, desto weniger wahrscheinlich fiel eine Entscheidung für ein Kind.
Zudem wird gern vergessen: neue Technik ist NIE neutral, sondern bringt immer eine gesellschaftliche Veränderung, zB von Erwartungen in Bezug auf die Technik (rational, technisch sicher) und Änderungen von Verhaltensweisen und moralischen Ansichten.
Inzwischen macht sich verdächtig, wer sich in Zeiten der unbegrenzten (Verhütungs-) Möglichkeiten dieser nicht bedient.
Schließlich soll Fraulichkeit unauffällig und effizient gemanagt werden: „being a top girl!“ verspricht Teilhabe an Segnungen der modernen Gesellschaft, was sich als Leitbild in unserer Gesellschaft verfestigt hat.

Bild

Ergo: Es gibt keinen mytischen, optimalen Zeitpunkt! Das wird aber ausgeblendet und das Problem privatisiert: Frauen sind mit einer Schwangerschaft entweder unvernünftig (zu früh, zum falschen Zeitpunkt etc) oder planen fehl (zu spät, berufliche Karriere etc).

Und die langfristige Entwicklung?
Mit gelanter, ungewollter Schwangerschaft steigt die Anzahl der ungewollten Kinderlosigkeit!*
Und damit steigen für diese Frauen die Risiken in finanziellem, physischem und psychischem Bereich.
Zudem werden die sogenannten „späten Mütter“ durch den „Normalitätscheck“ mit Untersuchungen und Wahrscheinlichkeiten eingeschüchtert.
Die Wahlfreiheit der Pille macht viele Frauen auch auf diesem Wege (nicht nur in Hinblick auf Nebenwirkungen) zu abhängigen Klienten, die Pille bereitet so eine neue Abhängigkeit vom medizinischen Apperat vor.

Zusammengefasst: Warum wollen Frauen das Kinderkriegen aufschieben?
berufliche Verfügbarkeit, Flexibilität
biografisches Zeitfenster „Rush Hour" (alles soll zwischen 20-35 passieren, Ausbildung, Karriere, Kinder, Partnerwahl, Erwachsen werden)
frühe Mutterschaft wird sozial als „Vergehen“ gesehen
Verheißung wieder neuer Technologien: egg freezing für die Post-career-mom

Geht da der feministische Traum in Erfüllung?
Eher ein post-feministischer Albtraum.


* Geplante Schwangerschaft ist abhängig von Bildung und Kulturhintergrund (Fr. Prof: Helferisch).
Für Frauen mit Migrationshintergrund sind Kinder selbstverständlich und Verhütung kommt danach, für westlich geprägte Frauen ist das Selbstverständnis eher umgekehrt.


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BeitragVerfasst: 7. Juli 2011 18:33 
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Ersthelferin a.D.

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Beiträge: 6890
*rosaelefant*

Neues vom Dia

Auch wenn die Firma Kessel-Marketing mit einigen ihrer Angebote Skepsis in mir hervorruft, mache ich gerne Werbung an dieser Stelle: Das neue One-Size-Dia, das hier im Forum schon seit einigen Jahren unter dem Namen Silcs-Dia herumgeistert, wurde von Herrn Kessel in Zusammenarbeit mit einer amerikanischen Stiftung zur Marktreife gebracht, auf verschiedene wichtige Vorgaben zertifiziert und auch für die EU tauglich gemacht. Es fehlt „nur noch“ der Name um dann Ende September hoffentlich erhältlich zu sein.

Das Besondere ist, dass es nicht mehr angepasst werden muss. Es fühlt sich vom Material (Silikon) her gut und dünnwandig-anschmiegsam an und hat an der Seite leichte Noppen, die das Einführen erleichtern sollen (?), sowie einen Schnabel, vermutlich damit es gut in der Schambeinnische einrastet. Es ist in der Breite flexibler und etwas schmäler als in der Länge und hat eine ergonomisch-geschwungene Form. Leider war ich nicht so wagemutig zu fragen, ob ich mir das Dia über Nacht ausleihen und Probetragen darf :mrgreen: Ich bin gespannt auf die ersten Erfahrungsberichte und wie sich das Dia in Aktion verhält.

Zusätzlich zum Dia soll es ein neues, passendes Gel geben. Und es gibt sogar eine kleine Studie (die sich Frau Frank-Herrmann gerne in größerem Umfang gewünscht hätte) zum Dia in Kombi mit 2 verschiedenen Gelen. Pentax (nonoxynol-Gel, dessen Patent dem nächst ausläuft?) und eines, das in EU bislang nicht erhältlich ist.
Dieses Gel hatte meine gesonderte Aufmerksamkeit, weil in Gesprächen erwähnt wurde, dass die Wirkstoffe in Gelen generell weitaus weniger wichtig wären, als man gemeinhin annimmt - sondern das Gel erfülle seine Funktion hauptsächlich als zusätzliche Barriere vor dem MuMu, da es sich durch die Reibung mit dem Dia wie ein zusätzlicher Pfropf verdicke. Leider habe ich dazu noch nicht recherchieren oder irgendwo nachfragen können. Vielleicht gibt es bei der Markteinführung des neuen Gels mehr Infos dazu.

Im Gespräch mit Herrn Kessel wurde darum gebeten, vorab keine Anfragen dazu an Kessel-Marketing zu stellen, da es natürlich eine offizielle Veröffentlichung für alle Interessierten im September geben wird.
Also beschränken wir uns auf stille Vorfreude. :)


Zuletzt geändert von thoe am 7. Juli 2011 18:36, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Vorträge
BeitragVerfasst: 7. Juli 2011 18:34 
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Ersthelferin a.D.

Registriert: 8. Januar 2009 14:07
Beiträge: 6890
Neurobiologie der Sexualität – Jurassic Brain vs Cultural Brain

>> H. C. Krüger

T. K. untersucht den Einfluss von Hormonen, Neuronen und hormonellen Kontrazeptiva auf Partnerwahl, Lust Erregung, Orgasmus und Bindung mit neurobiologischem Schwerpunkt.

"Love is a boogie-woogie of the hormones." Henry Miller
Ist das wirklich so? Ist unsere Liebe von Hormonen bestimmt?

Welche Hormone lassen sich direkt nach dem Sex überhaupt messen, wie lange und wofür sind sie zuständig?
- Prolactin vermutlich als „Sättigungsfaktor“ (über 1 h messbar)
- Prolactin ist zuständig für Dopamin-Regulation (Dopamin brauchen wir für die Motivation, aktiv zu werden in Bezug auf den Partner) und Reproduktions-Verbesserung (Einnistung etc)
- Oxytocin (nur kurz messbar) ist zuständig für Paarbindung, Vertrauen (auch ökonomisch!), Geburt, Milcheinschuss, Mutter-Kind-Bindung beim Stillen, soziale Interaktion wird gefördert

Dynamik von unterschiedlicher Partnerwahl je nach Zyklusstand ist messbar laut Alvergne und Lummaa
Um den ES herum wird eine hohe Unterschiedlichkeit zu eigenen Genen für bessere Immunkompetenz bevorzugt, was sich vor allem äußert in:
- MHC-Scents = Pheromone
- Symmetrie
- Maskulinität, Dominanzverhalten
Diese Partnerwahlkriterien fallen laut Studie bei Frauen, die die Pille nehmen, nicht ins Gewicht.


Aber auch auf Männer hinterlässt der ES Eindruck wie die (den meisten von uns schon bekannte) Table-Dance-Trinkgeld-Studie zeigt: Tänzerinnen, die zur Zeit des ES arbeiteten, bekamen weitaus mehr Trinkgeld als ihre Kolleginnen.
Miller: Evolution and Human Behavior 2009 (hat die mal jemand gesehn und kann die verlinken?)

Welche Phänomene können untersucht werden:
- Verliebtheit: Dopaminausschüttung erhöht Motivation, entsprechende Gehirnregion aktiv, andere Regionen, die für Angst, Furcht etc werden deaktiviert. Bei 85% der Männer(!) und 72% der Frauen tritt dabei der Sex in den Hintergrund, Nähe ist vorrangig
- Lust: noch viel bewusste Verarbeitung im Cortex und der wird erst während Orgasmus ausgeschaltet
- Bindung: Dopamin + Ocytocin, Belohnung und Vertrauen + konditionierte Partnerpräferenz

Und was macht Sex so langweilig?
Unter anderem kann der Coolidge-Effekt verantwortlich sein.
Wikipedia hat geschrieben:
Als Coolidge-Effekt wird in Biologie und Psychologie der wachsende Widerwille von männlichen Individuen einer Spezies bezeichnet, ohne Abwechslung immer wieder mit demselben Weibchen zu kopulieren.
Der Effekt ist nach einer zeitgenössischen Anekdote über den US-Präsidenten Calvin Coolidge (1872–1933) benannt:
Der Präsident und seine Gattin besuchten einen Musterhof und wurden getrennt herumgeführt. Als sie sich darüber erstaunte, dass es im Hühnerstall nur einen einzelnen Hahn gab, sagte man ihr, der Hahn vollziehe den Paarungsakt bis zu zwölf Mal am Tag. Darauf Mrs. Coolidge: „Sagen Sie das meinem Mann.“ Als dieser später davon erfuhr, hakte er nach: „Jedesmal dieselbe Henne?“ – „Nein, jedes mal eine andere.“ Darauf Coolidge: „Sagen Sie das meiner Frau.“

Den gibt es übrigens auch bei der Frau und soll angeblich nach ca 7 Jahren bei ihr eintreten (siehe Text Dr. Anneliese Schwenkhagen).

Von was ist also guten Sex auf Dauer aus?
– Vom Können und Wollen
– Lust auf Unterschied
– Neugier, trotz Bekanntheit
– Das große Aber (keine Ahnung mehr, was er damit meinte)
– Zwiegespräche


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BeitragVerfasst: 7. Juli 2011 18:35 
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Ersthelferin a.D.

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*rosaelefant*

Neues vom Kondom

Und dann hab ich Jan Krause kennengelernt, den Gründer und Inhaber von vinico - der Kondomberater. :mrgreen:
Ein junger, sympatischer, sehr umtriebiger Typ, mit dem es wirklich leicht ist, in Kontakt zu kommen und lustige Gespräche zu führen.
Aktuell wird ein neues Mess-Tool von ihm und seinem Team entwickelt, das auf neue Erkenntnisse und Erfahrungen der bisherigen Ausmessungs-Tools (Papier ausdrucken, ausschneiden etc, wo lege ich's an etc) Rücksicht nimmt. Mittlerweile wird die Länge des Kondoms als weniger wichtig erachtet, als der Umfang. Size matters - aber anders. Wichtig ist vor allem, dass das Kondom als bequem empfunden wird, sowohl in Passform als auch in der Handhabung. Die häufigsten Anwenderfehler seien (so, wie ich das verstanden habe) meistens a) Nicht-Nutzung des Kondoms, weil unbequem oder als nicht nötig erachtet (dazu gleich mehr) oder b) falsches Überstreifen, da zum Abrollen beide Hände benutzt würden.
Zum „als nicht nötig erachtet“: Im Gespräch mit Dr. Frank-Herrmann wurde die Vermutung geäußert, dass viele Paare rein nach gefühlter Fruchtbarkeit oder grober Kalendermethode an vielen Zyklustagen weniger vorsichtig im Umgang mit Sperma bzw. dem Kondom sind oder es spontan sogar ganz weglassen. So erklärt sich eventuell auch, dass der PI von NFP in Kombi mit Barrieremethoden nur unwesentlich ansteigt: Paare, die NFP betreiben wissen besser über die Körpervorgänge bescheid, setzen sich ausführlicher mit dem Thema Verhütung auseinander und haben so eine erhöhte Sensibilität dafür in der akuten Situation.
Darauf fußend hab ich die Idee, dass sich vinico und das Forum vielleicht vernetzen könnten, also dieser niedrigere Methoden-PI mit Hinweis auf NFP und dieses Forum dort publiziert und verlinkt wird. Und je nach Interesse der Userinnen hier könnte man einen Thread eröffnen mit Kurzgeschichten o. Anleitungen zu Kondomen aus Frauensicht „Wie macht Vermessen Spaß zu zweit" „wie krieg ich ihn dazu, zu vermessen“
Und dann wünsche ich mir ein spezielles Frauen-Kondom-Feature. Probepackungen mit verschiedenen Größen soll es ja anscheinend geben, aber mit mehreren Exemplaren pro Größe und in Kombi mit dem Vermessungstool ('türlich entsprechend chic verpackt) wäre endlich auch Frau immer optimal auf den Ernstfall vorbereitet.
Auch eine richtige Studie zum PI von Kondomen scheint es ja noch nicht zu geben. Ob vinico dafür allerdings der richtige Ansprechpartner ist, muss man sehen. Die Gedanken und Entwicklungen rund um die Pelle bleiben zumindest nicht stehen und das finde ich positiv.


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BeitragVerfasst: 7. Juli 2011 18:36 
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Ersthelferin a.D.

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Einfluss der Hormone auf die weibliche Sexualität

>> Dr. Anneliese Schwenkhagen

„Ich habe keine Lust mehr“ Woran liegts'?
2 Hauptgründe stachen in der Untersuchung heraus:
- Dauer der Partnerschaft (ca 7 Jahre, danach nimmt statistisch gesehn die Lust rapide ab)
- Depression

Für Lust braucht der Körper Androgene. Sie stammen aus Ovar, Nebennierenrinde und Gehirn und speziell Testosteron ist zuständig für Erregung, Orgasmus, Vergnügen, verminderte Belastung, Ansprechbarkeit, Selbstwertgefühl und es mindert Depressionen.
Leider ist Testosteronmangel nicht nachweisbar.

Die Wallwiener-Studie basiert auf FSFI-Fragebogen und stellt fest, dass 1/3 der Medizinstudentinnen ein erhöhtes Risiko für eine sexuelle Dysfunktion hat, was von 26,55% als sexuelles Problem eingeordnet wurde.
Es ergab sich folgende Gewichtung beim Risiko: NHC > NC > OC > NOHC
starkes Risiko: nicht-orale hormonelle Kontrazeptiva (NOHC)
weniger: Pille (OC)
kaum: nicht verhütet (NC)
selten: nicht hormonell verhütet (NHC)

Bild

Positive, libidofördernde (keine Angst vor Schwangerschaft, Gefühl von selbstbestimmter Sexualität) und libido-schädigende Effekte (Dauer der Partnerschaft, Depression) halten sich die Waage. So kann zum derzeitigen Zeitpunkt der Forschung nicht eindeutig beantwortet werden, ob die Pille sich negativ auf die Lust auswirkt, aber es mehren sich die Indizien dafür.

John Bancroft vom Kinsey-Institut fordert in seinem aktuellen Buch „Pille - Lust“ deshalb, dass der Zusammenhang dringend untersucht werden muss!


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BeitragVerfasst: 7. Juli 2011 18:37 
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Ersthelferin a.D.

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*rosaelefant*

Neues Gleitgel

Sylk von medintim auf Basis von Kiwi-Extrakten.
Ein kleiner Selbstversuch befand das Gleitgel als sehr gut. Dazu ist zu sagen, dass ich wenig Erfahrung mit Gleitgelen habe und als Vergleich im Moment nur das AquaGlide von Joydivision habe und das mag ich nicht sonderlich gern: Es riecht komisch und ist klebrig und verfliegt schnell. Von Sylk hatte ich ich nur 2 kleine Pröbchen (wie für Handcreme zB) eingesteckt und mit einer Packung kam ich äh... 3 mal aus bei SB.
Ich kann also sagen: Es ist wirklich sehr ergiebig, riecht nicht (das angeblich geschmacksneutrale AquaGlide stinkt geradezu im Vergleich) und schmeckt auch fast nach nix, höchstens ein wenig säuerlich. Es bleibt lange nass, ohne klebrig zu wirken und sickert auch nicht weg.
Wenn Interesse besteht: ich hab vom Hersteller noch mehr Probepackungen angefordert und habe welche zum Forumstreffen mitgebracht. Vielleicht mag die ein oder andere einen weiteren Erfahrungsbericht anhängen (oder Musicas Mitbewohner :mrgreen: )


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BeitragVerfasst: 7. Juli 2011 18:38 
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Ersthelferin a.D.

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Psychology of Sexual Passion

>> David Schnarch

Ich konnte Herrn Schnarch (dessen Buch Die Psychologie sexueller Leidenschaft ich schon vor ca 1 Jahr gelesen hatte) ja später noch ein wenig privat kennenlernen und habe ihn als klugen, warmherzigen Mann erlebt. Er versteht es, in seiner Arbeit spirituelle und psychologische Aspekte von Partnerschaften und persönlichem Wachstum zu verknüpfen.
Von seinem sehr interessanten und humorvoll gehaltenen Beitrag weiß ich nach den Wochen nicht mehr viel und dessen Inhalte werden von den Eindrücken seines neuen Buchs überlagert: „Intimität und Verlangen“ erschienen bei Klett-Cotta.

Bild

Ich möchte Euch dieses Buch gerne ans Herz legen. Den Frauen, die mehr Lust haben als ihr Partner, den Frauen, die weniger Lust haben als ihr Mann, den in Monogamie lebenden, den Singles, den Polyamoren, denen, die frisch verliebt sind und denen, die sich in einer langen Beziehung schon seit geraumer Zeit wieder nach mehr Leidenschaft sehnen und zu guter letzt allen, die ihre Persönlichkeit weiterentwickeln wollen.
Ein Versuch, das wichtigste zu umreißen: Schnarch unterscheidet selbstbestätigte und fremdbestätigte Intimität, wobei wir hauptsächlich fremdbestätigte Intimität kennen und leben, was in langfristigen Beziehungen leicht zu emotionalen Pattsituationen und meist zur Trennung führt. Dabei ist eine Partnerschaft ist eine wundervolle Chance, seine innere Entwicklung voranzutreiben und gleichzeitig damit seine Leidenschaft und Intimität zu vertiefen. Die nötigen Fähigkeiten dazu teilt er ein in: 1. Stabiles & flexibles Selbst 2. Stiller Geist - ruhiges Herz 3. Maßvolles Reagieren 4. Sinnvolle Beharrlichkeit. Anschaulich gemacht werden verschiedene Problemkonstellationen mit Fallbeispielen aus seiner Praxis als Psychologe – mit berührenden Geschichten von Paaren, ihrer Entwicklung und deren Wendepunkte. Ich sitze manchmal da und bin sehr aufgewühlt über das, was er schreibt und wenn ich an meine 2 langjährigen Beziehungen und meine eigene Entwicklung der vergangenen 2,5 Jahre denke.

Aus dem Inhalt:
1. Warum normale Menschen Probleme mit ihrem sexuellen Verlangen haben (Es gibt immer einen Partner mit schwachem Verlangen, und dieser kontrolliert immer den Sex - Seit Sie auf der Welt sind, verändert sich ihr sexuelles Verlangen – der Partner mit dem schwächeren Verlangen entscheidet darüber, ob sich der Partner mit dem stärkeren Verlangen begehrenswert fühlen kann)
2. Wie wir uns durch die Lösung von sexuellen Problemen gemeinsam entwickeln können
(Bei sich selbst bleiben - Intimität formt Ihr sexuelles Verlangen – Monogamie verwandeln: vom Martyrium zur Freiheit – Das Verlangen verblasst, wenn Sie aufhören, sich zu entwickeln)
3. Lustlosigkeit vor dem Hintergrund ihrer persönlichen Geschichte (...)
4. Benutzen Sie ihren Körper, programmieren Sie ihr Gehirn neu und entwickeln Sie sich gemeinsam mit Ihrem Partner im Bett (...)

Zitate:
„Wenn Sie nicht bereit sind, sich damit auseinanderzusetzen, wer Sie sind, machen Sie sich zeitlebens davon abhängig, wie Sie glauben, dass andere Menschen Sie sehen.“
„Selbstkonfrontation ist ein zentraler Bestandteil von Intimität. Je klarer Sie ihrem Partner offenbaren, wer Sie wirklich sind, ohne sich zu verstellen oder ihm etwas vorzuspiegeln, umso intensiver erleben sie Intimität. [...] Wenn Sie tiefere Intimität erleben wollen, müssen Sie zulassen, dass Ihr Partner Sie so sieht, wie Sie sind, während Sie selbst sich genau betrachten“
„Intimität beim Sex kann Sie interessanter und begehrenswerter machen und ihr eigenes Verlangen stärken, weil die Art, wie Intimität unsere Entwicklung beeinflusst uns schön macht.“

http://crucibletherapy.com/euro/2011deu ... are-public


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BeitragVerfasst: 7. Juli 2011 18:39 
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Ersthelferin a.D.

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*rosaelefant*

Schöne Materialien zu Aufklärungs-Arbeit

…finden sich unter folgenden Adressen:
http://www.paomi.de
http://www.somso.de
http://www.bzga.de


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 Betreff des Beitrags: Workshop 1
BeitragVerfasst: 7. Juli 2011 18:42 
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Ersthelferin a.D.

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Workshop 1 – Einführung

Welche psychosomatischen Aspekte beeinflussen die Wahl der Verhütungsmethoden?
Wie wirkt sich die Kontrazeptionsmethode aus auf Sexualität, Partnerschaft und Körpererleben?

Das für mich wichtigste Fazit aus unserer Runde war:
Wir benötigen in unserer Gesellschaft eine Kultur um ein Körpererleben, das sich entwickeln darf.

Diese Feststellung bringt auf den Punkt, was ich im Rückblick auf meine eigene Geschichte wirklich vermisst habe und wozu dieses Forum für mich einen unglaublich wichtigen Beitrag geleistet hat. *zusammen*

Weitere Workshops – es waren 10 verschiedene Themengebiete, die sich zum Teil natürlich überschnitten. Unter dem Link könnt Ihr Euch noch genauer in die Themen und Referierenden einlesen.

Zitat:
Workshop 1 – Kontrazeption und Einfluss auf Körperwahrnehmung, Sexualität und Partnerschaftmehr Infos
Workshop 2 – Hormonelle Kontrazeptionmehr Infos
Workshop 3 – Nichthormonelle Kontrazeptionmehr Infos
Workshop 4 – Kontrazeptionsberatungmehr Infos
Workshop 5 – Verhütungspannen und Motive für Nicht-Verhütungmehr Infos
Workshop 6 – Sexuelle und reproduktive Rechtemehr Infos
Workshop 7 – Verhütung, Familienplanung und Migrationmehr Infos
Workshop 8 – Verhütung und Kommunikationmehr Infos
Workshop 9 – Sexualität und Verhütung bei Menschen mit Beeinträchtigungmehr Infos
Workshop 10 – Informationen von Staat, Nichtregierungsorganisationen und Industrie


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 Betreff des Beitrags: Workshop 1
BeitragVerfasst: 7. Juli 2011 18:43 
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Ersthelferin a.D.

Registriert: 8. Januar 2009 14:07
Beiträge: 6890
Dorothea Schuster

>> vita


Sie forderte umfassende, psychosomatische Studien zur Pille aufgrund älterer Studien und Erfahrungen, die sie als Verhütungsberaterin macht.
- drohender Identitätsverlust bei unsicherer Identität (Nijs 1972, Petersen 1977)
- dysphorisch-antriebsschwaches Syndrom (Gleichschaltungsgefühl)
- Ambivalenz Kinderwunsch („Ich habe mich nie gegen ein Kind entschieden, aber ich habe nie bewusst dafür entschieden“)

Und hier ein guter, interessanter Artikl zum Thema Verhütungsberatung, den ich im Netzt von ihr gefunden habe:
Die Qual der Wahl – Lust und Frust der täglichen Verhütung
Ein Beitrag zu Anspruch und Wirklichkeit in der Verhütungsberatung


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 Betreff des Beitrags: Workshop 1
BeitragVerfasst: 7. Juli 2011 18:44 
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Ersthelferin a.D.

Registriert: 8. Januar 2009 14:07
Beiträge: 6890
Anja Herrenbrück

>> vita

Meine Notizen sind sehr spärlich, deswegen nur ein kurzer Abriss darüber, wie ich es verstanden habe.
Es ging bei der Diplomarbeit erstmal um eine Hypothesengenerierung, d.h. darum Annahmen aufstellen, die ein Gerüst für mögliche Studien darstellen können.

Welche bewusste und unbewuste Bedeutung nimmt die Regelblutung im Erleben der Frauen ein? Inwieweit nimmt dies Einfluss auf die Wahl der Verhütungsmittel?

A. H. bezog sich zuerst auf das allgemeine Verhältnis der Frau zu ihren Genitalien und der Entwicklung, die sie als Kind durchmacht.
Das Mädchen erlebt ihre Genitalien wie folgt:
- erschwerter Zugang
- Nähe zur Analregion
- zu erlernende Kontrolle über Öffnen und Schließen der Körperöffnungen
Quelle: Genitale Ängste, 1993, Doris Bernstein

Gerade die als überwunden geglaubten Gefühle bei der erlernten Kontrolle über Blase und Darm werden beim Eintreten der Mens reaktiviert und die Kontrolle muss wiederholt erarbeitet werden.
Diese innerpsychischen Abwehrvorgänge erschweren Aneignung des eigenen Körpers und dessen positive Besetzung. Weitere Erfahrungen in unserer Gesellschaft verstärken dies: Das Tabu um die Mens verlagert sich aus dem Soziologischen ins Private, Psychologische. Es wird zwar drüber gesprochen, aber frau soll sie am besten nicht haben, oder wenn überhaupt, dann möglichst diskret. Auch wird die erste Mens nur selten gefeiert oder anderweits gewertschätzt. Die Mens ist im besten Falle bedeutungslos.

Hypothese:
Eine Frau mit den geschilderten Erfahrungen wird sich eher für die Pille entscheiden, denn
diese und andere hormonelle Kontrazeptiva bedienen die innere Abwehr gegenüber der eigenen Weiblichkeit, da sie im Vergleich zu anderen Verhütungsmethoden keine Auseinandersetzung mit der eigenen, genitalen Anatomie fordert und sich die Mens durch Langzeitzyklen sogar ganz ausschalten lässt.


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 Betreff des Beitrags: Workshop 1
BeitragVerfasst: 7. Juli 2011 18:44 
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Ersthelferin a.D.

Registriert: 8. Januar 2009 14:07
Beiträge: 6890
Frau Frank-Herrmann

>> vita

Großes Interesse und Zustimmung gab es für den Vortrag von Frau Frank-Herrmann, die die STM vorgestellt hat. Sie sprach oft von „angewandter Biologie“, gestützt auf die Beobachtung so vieler, gesammelter Zyklen. Wieder einmal (für uns ja nix neues) gab es Erstaunen darüber, dass es so eine Methode überhaupt gibt und dass sie so einen hohe Sicherheit aufweist. Besonders interessant fand ich, dass nach gängiger Berechnung des PI die Methode sogar nur den Faktor 0,2 hat und die bekannten 0,4 auf einer noch strengeren Berechnung beruhen als üblicherweise angewandt. (Hier habe ich leider nicht noch einmal nachgehakt, wie das zustande kommt oder ob ich das richtig verstanden habe).

Ein weiteres Anwendungsgebiet, das bislang wenig Beachtung fand, bzw nur unter dem Aspekt Kinderwunsch, ist „Zyklusmonitoring“ und dass hier die Methode mehr Eingang in Diagnose und Beobachtung bei entsprechenden Krankheitsbildern finden könne.

Unter dem Workshop-Motto „Kontrazeption und Einfluss auf Körperwahrnehmung“ erschien mir vor allem wichtig, dass NFP besonders auch unter den jungen Frauen verbreitet werden sollte - weniger als Verhütungsmethode, sondern als Möglichkeit mehr Bewusstheit für den eigenen Körper, das zyklische Erleben und die eigene Weiblichkeit entdecken zu können. Es war die Rede von einer Entwicklung eines Schulprogramms für Jugendliche (auch Jungs natürlich), die eine Art „Körperführerschein“ machen können. Das finde ich eine wundervolle Idee: das war genau der Punkt, der mir in Diskussionen zum Thema Zykluswissen öfter auftaucht. „Hattet ihr keinen Aufklärungsunterricht?“ Klar hatte ich den – nur war das eben Schulstoff und selbst wenn praxisnah das Überstreifen eines Kondoms demonstriert wurde und der Hormonzyklus auswendig gelernt, blieb das Ganze dennoch fremd und ich bezog dieses Wissen nie auf mein eigenes Körpererleben, geschweige denn, dass man Zyklusbeobachtung gelernt hätte.
In der Rückschau wünschte ich, es wäre für mich so eine Verknüpfung möglich gewesen und ich hätte mein Körperbewusstsein eher schulen können - denn erst dann scheint mir eine umfassende Aufklärung über die Pille durch den Arzt möglich.

In dem an den Workshop anschließenden Plenum, wo Ergebnisse der verschiedenen Workshops vorgestellt wurden, kam erstaunlicherweise genau das auch teilweise bei anderen Workshops zum Vorschein: für besser greifende Aufklärung brauchen wir eine hilfreichere Kultur um Körperempfinden und -erleben.
Schön, oder?

Aber hier hatte Frau Frank-Herrmann im Gespräch mit Teilnehmern anderer Workshops mit den üblichen Vorurteilen zu kämpfen... es schwirrt einfach soviel Unsinn über den weiblichen Zyklus herum, so dass immer noch von vielen großen Informationsquellen (zT sogar der BZgA selbst) Fehl- oder mangelnde Informationen verbreitet wird (auch wenn sich die allgemeine Wissenslage in den letzten Jahren immens gebessert hat). So beruft sich oft ein „Blinder“ auf den anderen und die Quellen für dieses Halbwissen bleibt im Dunkeln. Und Studien, die gründlich und gewissenhaft, aber leider noch wenig bekannt sind, werden von Diskussionspartnern nicht selten geleugnet. Ich war sehr beeindruckt von der Mischung aus Freundlichkeit, Kompetenz und Strenge, die Frau Frank-Herrmann in solchen Diskussionen an den Tag legte. Auch am Ende der Veranstaltung als sie mit Herrn Kessel ins Gespräch kam, scheute die die Konfrontation nicht und vertrat bestimmt (und manchmal mit harten Bandagen) ihre Überzeugung vom Erstellen von Studien die wirklich ausdruckstark, relevant und verlässlich sind für Endanwendende und Ärzte.

Toll fand ich auch, wie sie erzählt hat, wie sie die Methode für sich entdeckt und mit begründet hat. Einer ihrer Profs meinte wohl mal beiläufig, man könne anhand verschiedener Körperzeichen fruchtbare und unfruchtbare Zyklusphasen unterscheiden. Erst war sie verwundert und dann war ihr Ansporn, herauszufinden, ob das denn tatsächlich möglich und exakt in Praxis umsetzbar sei. Durch ihre Neugier als Studentin wurde der Grundstein für unsere STM gelegt und ihre Beharrlichkeit über so viele Jahre hinweg ermöglicht uns eine zuverlässige und alltagstaugliche Anwendung des Wissens. Vielen Dank. Ihre Arbeit ist ein Geschenk an so viele Frauen und ihre Partner - ich zumindest empfand es so und denke es immer wieder, wenn ich z.B. in den Postpill-Threads lese.

Und nicht nur an die Frauen, die die Malteser erreichen, nein sogar rund um den Globus, wie eine skurile Geschichte am Rande zeigt: in den letzten Jahren tauchen besonders aus den USA vermehrt Publikationen zum weiblichen Zyklus auf, die nur auf Grundlage der in Deutschland gesammelten Zyklen entstanden sein konnten. Vermutlich wurde in den Wirren von 9/11 die Chance genutzt und sich diese einzigartige Datenbank angeeignet.
They love the german Gründlichkeit!

Ich konnte Frau Frank-Herrmann auch noch privat kurz kennenlernen und wir haben ein wenig über das Forum gesprochen. Auf der einen Seite befürwortete sie diese Möglichkeit des Austausches auf der anderen Seite formulierte sie Bedenken, dass es Tendenzen für „eigene“ forumsinterne Regeln gäbe. Ich vermute, sie meint unter anderem die Überinterpretation mancher Textstellen (mea culpa :mrgreen:) und Forenmythen. Ich hoffe, ich konnte sie diesbezüglich ein wenig aus der Innenperspektive heraus beruhigen, dass viele Bruchstücke so aussehen mögen, aber dies eben der besonderen Dynamik im Internet als Austauschplattform geschuldet ist (nach dem Motto: eine Sau pro Woche, die durchs Forumsdorf gescheucht wird). Die Moderation in Hinblick auf die Methode ist sicherlich nicht einfach, aber ich habe den Eindruck, dass hier - gerade im Vergleich zu anderen Foren - sensiplan hervorragend vertreten wird. Der Meinung ist sie auch und hat sogar auf die Plenumstafel das Forum extra mit angeschrieben als Informationsquelle für Interessierte.


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BeitragVerfasst: 7. Juli 2011 18:46 
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Ersthelferin a.D.

Registriert: 8. Januar 2009 14:07
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*rosaelefant*

Thermometer schick transportieren und aufbewahren?

Das konnten die schon im letzen Jahrhundert!
Tintenholz habe ich schon angesetzt auf eine neue Aufbewahrungshülle von Thermometern, nachdem ich in der historischen Ausstellung eine Schatulle gesehen habe, die als Füllfederhalter getarnt war.
*dafür*


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BeitragVerfasst: 7. Juli 2011 18:47 
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Ersthelferin a.D.

Registriert: 8. Januar 2009 14:07
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Mein persönliches Fazit

Es ging in dem Kongress um Verhütung... also eigentlich geht es ja um Sex „die schönste Nebensache der Welt“ und um verantwortungsvollen Umgang damit.
Sex nimmt für viele Menschen eine wichtige Stelle in ihrem Leben ein – sonst wären wir ja vermutlich alle nicht hier im Forum (und auf der Welt) und würden uns Mühe geben beim Lernen, Lehren und im Erfahrung-Austauschen :mrgreen:
Und weil es bei Sex um etwas Intimes geht, ging mir die Einsicht aus den meisten Workshops und manch ein Vortrag nahe:
„Wir benötigen in unserer Gesellschaft eine bessere Kultur um das Körpererleben“
Im Workshop 1 lautete diese sogar mit dem Zusatz „…,das sich entwickeln darf.“
Was für mich gerade auch in Hinblick auf die Pille ein enorm wichtiger Zusatz ist, wie auch der Grundton vieler Vorträge nahelegt.

Diese persönliche Betroffenheit hat mich darin bestärkt, meinen „Missionarischen Tendenzen“ mehr Raum in meinem Leben zu gewähren, andere Frauen zu NFP und mehr Körperbewusstsein anzuregen und mich selbst darin immer weiter zu entfalten.

Auch wenn ich keine Ausbilderin bin, biete ich jetzt Info-Abende über ein FGZ an, um die Methode bekannter zu machen, und vielleicht entwickelt sich aus dem Interesse ja eine Selbsthilfegruppe, ähnlich, wie wir es hier im Forum praktizieren... Frauen schauen gemeinsam auf die Kurven, lernen zusammen und erzählen sich die neuesten Stories um Klitschi-Klatschi oder wie die Katze das Thermometer geschrottet hat.

*proNFP* Und ich bin das nächste Mal wieder dabei.

cyou – thoe

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 Betreff des Beitrags: Re: Bericht vom 1. Deutschen Verhütungskongress ‚„cyou 2011“
BeitragVerfasst: 7. Juli 2011 21:46 
Dankeschön für den ausführlichen Bericht, thoe! *knutsch*
Das klingt ja alles sehr interessant und vielversprechend! *applaus* *sonne*


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