Hallo Ninive,
eine Ausschabung bei starken und bei Dauerblutungen hilft ja nur kurzzeitig, da damit die Ursache nicht behoben ist. Sollte nach der Ausschabung der histologische Befund und organisch alles o.k. sein, ist bei deiner Mum eine hormonelle Ursache zu vermuten. Vom Alter her würde es auf jeden Fall passen.
Ich selbst (47 Jahre) hatte über mehrere Monate starke Blutungen, die zunächst mit einem künstlichen Gestagen in der zweiten Zyklhälfte gut zu behandeln waren.
Bei mir fehlte durch beginnende Wechseljahre,seltene Einsprünge, einfach das Progesteron der zweiten Zyklushälfte als Gegenspieler zum Östrogen,so dass die GB-Schleimhaut sich stark aufbauen konnte.
Auch Eierstockzysten hatte ich mehrfach ( = häufig nicht gesprungene Follikel). Die fördern den übermäßigen GB-Schleimhautaufbau , da über längeren Zeitrum Östrogen produziert wird.
Die Therapie mit natürlichen Progesteron hat bei mir leider nicht ausgereicht, da die Wirkung zu schwach war. Einige Monate habe ich dann ein künstliches Gestagen eingenommen und bin gut klar gekommen. Aber nach einer 6-wöchigen Dauerblutung trotz Gestagen entschied ich mich Anfang Juni aber zur Ausschabung und 3 Wochen später noch zur Verödung der Schleimhaut mit der Nova sure-Methode.
Die Chancen stehen jetzt sehr gut, dass ich zukünftig gar keine Blutungen oder nur noch eine sehr leichte Blutung bekommen werde.
Vielleicht ist ja für deine Mum zunächt ein künstlichen Gestagen ein Versuch wert.
Ihr wurde ja ein Östrogen verordnet. Das kann ich irgendwie nicht nachvollziehen. Wenn Sie allerdings auch schon andere Beschwerden hat, die auf Wechseljahre und Östrogenmangel hinweisen (Hitzewallungen, trockene Scheide ..) könnte ich das ja noch verstehen. Die starken Blutungen weisen aber, wenn organisch alles i.O. ist, eher auf Progesteronmangel hin.
Sollte eine hormonelle Therapie welcher Art auch immer nicht ausreichen, ist die Verödung (ambulanten OP) bestimmt für manche Frau eine Alternative.
Auch wenn die Blutwerte noch keine Anämie aufweisen, nerven die starken Blutungen einfach. Zumal die Abstände immer unregelmäßiger werden und frau ständig mit allem rechnen muss. Nichts ist mehr unbeschwert plan- und geniessbar. Ich bin froh, dass ich mich nach der Ausschabung noch zur Verödung entschieden habe.
Ich wünsche deiner Mum alles Gute.

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Eine zweite Meinung beim einem anderen Gyn würde ich mir auf jeden Fall auch einholen.
LG
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Seit Endometriumablation mit Nova Sure im Juni 2013 keine Blutungen mehr!!