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 Betreff des Beitrags: Fruchtbarkeitsfördernde Maßnahmen
BeitragVerfasst: 2. Februar 2012 21:26 
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Registriert: 19. Januar 2012 12:50
Beiträge: 1
Hallo allerseits,

da ich keinen passenden Thread gefunden habe, fange ich einfach mal einen neuen an.

Ich bin fast 45 und habe vor kurzem mein erstes Kind bekommen - nach mehreren Fehlgeburten und vielen Jahren Kinderwunschzeit. In diesem Alter ist es bekanntlich schwieriger, schwanger zu werden und auch zu bleiben. Aus diesem Grund habe ich mich lange mit dem Thema beschäftigt, was man in fortgeschrittenem Alter noch alles unternehmen kann, damit es doch noch klappt. Eine Kinderwunschklinik habe ich nie konsultiert.

Ich denke mir, dass vielleicht ein Interesse an diesem Thema besteht. Daher will ich meine Erfahrungen mal zur Verfügung stellen. Vielleicht hilft es ja bei der Entstehung eines neuen Erdenbürgers.

An dieser Stelle habe ich nun zusammengestellt, was ich insbesondere bei der erfolgreichen Schwangerschaft alles ausprobiert habe.

Im übrigen habe ich im Laufe der Kinderwunschjahre festgestellt, dass sich meine Zyklen von 31 Tagen auf 26 im Alter von 43 Jahren verkürzten. Im Jahr vor der letzten Schwangerschaft hatte sich die 2.Zyklushälfte von 16 auf 14 Tage verkürzt.

Hausmittelchen

Mönchspfeffer:
hat bei mir den inzwischen verkürzten Zyklus wieder auf ca. 28/29 Tage verlängert.
Verkürzte Zyklen sind vermutlich das Ergebnis einer schlechteren Eizellreifung. FSH ist erhöht. Damit reifen die Eier schneller, der Eisprung ist verfrüht. Der Gelbkörper ist allerdings nicht so gut ausgebildet, wordurch die 2.Zyklushälfte ebenfalls verkürzt ist. Mönchspfeffer vermag dies in gewissem Maße wieder zu regulieren.

ovaria comp:
wird nur in der 1.Zyklushälfte genommen und bewirkt eine verbesserte Eizellreifung. Bei mir wurde damit der Eisprung wieder um 1-2 Tage vorgezogen. Die Temperatur in der 1.Zyklushälfte wurde ruhiger. Eigentlich will man in den Wechseljahren ja den Eisprung nicht noch früher haben. Bei der letztlich erfolgreichen Schwangerschaft habe ich es dennoch genommen. Bin auch früher ein weiteres Mal damit schwanger geworden.

Bryophyllum:
soll die Einnistung fördern (unabhängig von Wechseljahren)

Himbeerblättertee:
soll die erste Zyklushälfte unterstützen (unabhängig von Wechseljahren)

Nachtkerzenöl:
habe ich eher gegen PMS eingesetzt, habe aber auch schon gelesen, dass es schwangerschaftsfördernd ist (hat irgendwie Einfluss auf Prostaglandine, die im Zusammenhang mit Einnistung stehen, unabhängig von Wechseljahren)

Folsäure:
soll die Wahrscheinlichkeit von Fehlbildungen reduzieren, sollte man aber ja sowieso nehmen, wenn man schwanger werden will (Neuralrohrdefekt)

Lebensgewohnheiten

Hormonyoga:
Ich würde zwar nicht behaupten, dass ich wirklich Hormonyoga gemacht habe, aber zumindest habe ich regelmäßig einige Gymnastikübungen gemacht, von denen ich angenommen habe, dass sie einen ähnlichen Effekt haben. Die Erfinderin von Hormonyoga hat ja wohl sogar Hormonuntersuchungen (Östrogen) gemacht und damit nachgewiesen, dass sich das Hormonsystem tatsächlich auf diese Weise positiv beeinflussen lässt. Sie hat gezeigt, dass sich so Wechseljahrsbeschwerden lindern lassen und in einigen Fällen der Kinderwunsch umsetzen ließ. Ich habe mir zumindest eingebildet, dass es bei mir zur 'Verbesserung des Wohlbefindens' beigetragen hat.

Ernährung:
Vereinzelt habe ich Hinweise gefunden, dass der Verzicht auf Milchprodukte, Weizenprodukte und Zucker ebenfalls förderlich sein soll. Milch stand schon längere Zeit nicht mehr auf meinem Speiseplan. So habe ich auch mal Weizen und Zucker reduziert. Ich war überrascht, dass ich damit ohne weiteren Aufwand meine überflüssigen Pfunde losgeworden bin und mich auch sonst fitter gefühlt habe. Ob das zum Schwangerwerden beigetragen hat, kann ich natürlich nicht sagen.

Medikamente

DHEA:
Auf DHEA bin ich erst kurz vor meiner Schwangerschaft gestoßen.
Was ich gelesen habe, hat mich vermuten lassen, dass es sich hierbei um einen Geheimtipp handeln könnte. In den USA ist DHEA frei verkäuflich. Von dort stammen erste Studien, die vermuten lassen, dass man als 'low responder' bei IVF-Versuchen leichter schwanger wird und die Fehlgeburtsraten/Fehlbildungsraten reduziert werden.
Ich habe es in deutlich reduzierter Menge genmommen, da ich mich erstmal an die optimale Dosis rantasten wollte.

Sonstige:
Es ist sicher sinnvoll, nach vorhandenen gesundheitlichen Störungen zu suchen, von denen bekannt ist, dass sie einer Schwangerschaft im Wege stehen, z.B. Schilddrüsenstörungen. Bei mir ist z.B. eine Thrombophilie festgestellt worden, so dass man mit Heparin auch den Eintritt einer Schwangerschaft fördern kann.

Utrogest:
Habe ich auch mal ausprobiert. Hat aber bei mir nix bewirkt. Ist eigentlich auch klar, wenn man bedenkt, dass Progesteron ja vom Gelbkörper gebildet wird, der das Ergebnis der Eizellreifung ist. Wenn das Ei nicht vernünftig reift, bringt auch das künstliche Zuführen von Progesteron nichts mehr.

Das war es dann. Ist schon ganz schön viel, was ich da unternommen habe. Aber letztlich war es nicht umsonst. Viel Glück für alle, die in einer ähnlichen Lage sind.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fruchtbarkeitsfördernde Maßnahmen
BeitragVerfasst: 3. Februar 2012 13:29 
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NFP-Kaiserin

Registriert: 2. August 2005 12:36
Beiträge: 17725
Wohnort: Berlin
NFP seit: 08/2005
Hallo roter Mohn, zu den meisten Mitteln gibt es hier eine Menge Threads, in denen die Mittel diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht werden.

Da bei DHEA eine Vermutung zur Vermehrung diverser Krebsarten und zur Vermännlichung der Frau vorliegt, wäre ich mit diesem Hinweis ehrlich gesagt vorsichtig. Hier wird es derzeit nur im Klimakterium zur Behandlung der Symptome verwendet.

Außerdem gibt es auch einen zusammenfassenden Thread zum Thema Untersuchungen bei Zyklusstörungen.

Es gibt hier kaum was, was noch nicht besprochen wurde. :)

_________________
Mein Herz ist Buchstabenliebhaberin (0707), ist Herzblutbiologensohn (0309), ist Herzwärmer (0913) und Weltherrscherin2b (0815). ✰ (1014). Bild
Genitiv ins Wasser, weil es Dativ ist.


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