Ich kenne wirklich einige Leute, die nie einen Gedanken an sensiplan verschwendet haben (viiiel zu kompliziert), aber diese Apps nutzen, die ohne Temperatur & ZS einfach mal eben so den Zyklus "vorhersagen". Vorwiegend (erstmal) für Kinderwunsch, aber auch, um nachher unfruchtbare Tage zu ermitteln, an denen man ungeschützt GV haben kann. Zumindest ein Kind kenne ich, dessen Eltern tatsächlich auch sagten, dass es deswegen entstanden sei. An die PD denkt da keine/r, weil erst auffällt, dass mit der App bzw. deren Zyklusvorhersage was nicht stimmt, wenn die Mens nicht wie erwartet eintrudelt.
Bei zwei Personen habe ich versucht, auf die Unsicherheit hinzuweisen, "aber schau, das ist ne App, die berechnet das, das andere (=sensiplan) ist auch unsicher, weil da kann ich mich vertun"

Wie allerdings höhere Abtreibungszahlen mit der rezeptfreien Abgabe der PD zusammenpassen sollen, verstehe ich auch nicht.
Und ja, die Emboliegefahr oder generell NW wie depressive Verstimmungen und Libidoverlust sind den meisten Leuten, die ich kenne, gar nicht oder erst seit kurzem bekannt. Meistens geht es generell um die Tatsache, dass sie die Dauereinnahme von Hormonen als Widerspruch zu ihrem ansonsten sehr gesundheitsbewussten Lifestyle sehen und aber einfach keinen Bock haben, sich auf etwas einzulassen, das mehr Arbeit ist, als ne Zyklus-App. Temperaturmessen ist schon too much und Kondome will man auch nicht, Dia auch nicht, aber Hormone, nee. Dass das einfach unsicher ist, kommt nicht so rüber, ich hab den Eindruck, das Vertrauen in alles, was irgendwie von Programmen errechnet ist, ist einfach zu hoch.