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 Betreff des Beitrags: Artikel über massive hormonelle Vehütung und mögliche Folgen
BeitragVerfasst: 13. September 2012 12:46 
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Kurven-Rätslerin

Registriert: 18. Dezember 2011 21:21
Beiträge: 360
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Hallo!

Ich hab hier einen (tschechischen) Artikel gefunden, in dem eine Ärztin den massenhaften Gebrauch hormoneller Verhütungsmittel anprangert und einige Folgen beleuchtet.
Ich versteh leider nicht ganz jedes Wort, aber vielleicht gibt es hier ja jemanden, der sehr gut Tschechisch spricht und noch Informationen ergänzen kann, die mir durch die Lappen gegangen sind. :D
Ich hab nicht alles wortwörtlich übersetzt, manchmal auch Informationen zusammengefasst, aber nichts grundsätzlich ausgelassen:


Helena Máslová: Ich wollte nicht unter dem Druck der Pharmafirmen arbeiten

Helena Máslová ist Frauenärztin und wurde aufgrund ihres Artikels über den massenhaften Gebrauch hormoneller Verhütungsmittel in eine LDN versetzt (soweit ich das verstanden habe, ist das eine Mischung aus Sanatorium und Hospiz/Palliativstation ... also da kommen sehr kranke bzw. chronisch kranke Menschen hin und viele sterben auch da ... scheint kein sehr beliebter Arbeitsplatz zu sein).

In dem LDN ist ihr bewusst geworden, wie viele Medikamente Menschen so ihr ganzes Leben lang schlucken. Einige der Senioren da haben regelmäßig mehr als 15 verschiedene genommen, wobei allerdings in Fachartikeln schon darauf hingewiesen wurde, dass mehr als 5 verschiedene Medikamente den Organismus Älterer schädigen. Und es geht nicht bloß um das Heilen von Krankheiten. Zu den zwei großen Pharmakagruppen, die buchstäblich kiloweise verschrieben werden, gehören Antidepressiva und hormonelle Antikonzeptiva.

Diese zwei Produkte formen nicht nur die Hauptpfeiler des pharmazeutischen Absatzes, sondern spiegeln auch das Wesen der postmodernen Gesellschaft wider. Pharmafirmen ist es laut Helena Máslová gelungen (mit der Hilfe der Ärzte aber da bin ich nicht ganz sicher), ein Klima zu schaffen, in dem es hocherwünscht und normal ist, Frauen ab Beginn der Menstruation mittels synthetischer Hormone zur künstlichen Unfruchtbarkeit zu führen und zu hoffen, dass sie sich eines Tages zur geplanten Empfängnis entschließen, die ihnen problemlos gelingt.

"Die Selbstverständlichkeit, mit der heutzutage bei uns hormonelle Verhütungsmittel auch 15jährigen Mädchen unter dem Vorwand der Aknebehandlung oder zum Korrigieren unregelmäßiger Zyklen verschrieben werden, hat leider auch seine traurige Logik: Wahrscheinlich gibt es keinen Gynäkologen, der noch nicht von einem lächelnden Pharmavertreter mit einem verlockenden Angebot besucht wurde", schrieb sie 2003 in ihrem Artikel. Eines Tages teilten sie ihr auf Arbeit trocken mit, dass sie von der Gynäkologie in die Innere versetzt wurde. Aber auch dort holte sie das Thema wieder ein. "Dort habe ich ein Mädchen mit Lungenembolie gesehen, dem niemand gesagt hatte, dass sie keine hormonellen Verhütungsmittel nehmen soll, wenn sie an venöser Thrombose leidet", erinnert sie sich. Und weil sie auch darüber schrieb, führte ihr Weg zur LDN.

Mit diesen Erfahrungen ausgestattet entschied sie, dass sie sich auf die nach Pharmaprodukten süchtige Welt nicht einlassen will. "Ich habe das Vertrauen in den Medizinmarkt verloren. Mit einer meiner Patientinnen habe ich zusammengerechnet, dass sie ein schlechtes Geschäft gemacht hat. Sie hat in den Jahren mit hormoneller Verhütung ca. 60.000 Kc [ca. 2.500 €] bezahlt, was dem Wunsch der Gesellschaft entgegenkommt, und ihre besten reproduktiven Jahre dem Wachstum einer Aktienfirma (nicht ihre eigene), dem Steuerzahlen und dem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts gewidmet. Ihr Freund konnte ihre sexuelle Bereitschaft genießen, ohne das Risiko einer Verpflichtung einzugehen. Es war ihr Mittel zur künstlichen Unfruchtbarkeit, das zu einer dauerhaften Unfruchtbarkeit auch nach dem Absetzen führte. Sie hat also nicht nur ein schleches Geschäft gemacht, sondern auch dauerhafte Folgen und eine große Belastung für die Seele herbeigeführt. Ihr Freund hielt das Martyrium der künstlichen Befruchtung nicht aus und verließ sie. Aber auch die Gesellschaft hat daraus nichts gewonnen, weil diese Frau keinen zukünftigen Steuerzahler geboren und damit das Rentensystem einschließlich ihrer eigenen Altersrente gefährdet hat. Der Einzige, der dabei gewonnen hat, war der Hersteller und Vertreiber des Verhütungsmittels", schreibt die Ärztin.

Der Mainstream, der sich vornehmlich auf die betont erotische Rolle der Frau stützt, ist ihr zufolge gründlich eingeprägt. "Allein in Tschechien benutzen 1,4 Mio. Frauen [hormonelle] Antikonzeptiva, das ist über die Hälfte der fruchtbaren Frauen, und jährlich bezahlen sie dafür etwa 4 Mrd. Kc [ca. 164 Mio. €]. Völlig übersehen wird der Fakt, dass Östrogen (ein Hormon, das in hormonellen Antikonzeptiva enthalten ist) im Jahr 2008 unter den nachgewiesenen menschlichen Karzinogenen eingeordnet wurde", sagt Helena Máslová dazu.

Sich dem Mainstream unterzuordnen geht überhaupt nicht konform mit ihren Einstellungen zum Leben. Hinter jedem ihrer Fälle sieht sie immer noch den Menschen als einzigartige Schöpfung, dem geholfen werden muss. Auch deswegen hat sie sich schlussendlich in der Psychogynäkologie wiedergefunden, einem Spezialfach mit psychosomatischem Zugang. Die Ärzte behandeln hier nicht nur die Symptome, sondern bemühen sich, die Ursache der Krankheit zu finden - und die verbirgt sich oft im Kopf. Es löst wenig, dass hinter jedem Kranken sein Taten und Beziehungen stehen. Ich sage immer: Wenn vor 20 Jahren jemand Frau Vomáčková gesagt hätte, dass sie anstelle von Pillenschlucken versuchen sollte, ihr Leben zu verändern, müsste sie heute nicht abhängig von Beruhigungsmitteln sein", erklärt die Ärztin.

"Ich sehe täglich, dass ich Recht hatte"
Auch in ihrer neuen Wirkungsstätte bestätigt sich, dass ihre Missbilligung des massiven Verschreibens hormoneller Antikonzeptiva richtig ist. In ihrer Sprechstunde lösen sich genau die Frauen ab, die die Pille ununterbrochen seit dem 16. Lebensjahr einnehmen. "Und jetzt können sie nicht schwanger werden. Sie haben nämlich nie richtig menstruiert. Bevor sich ihr Zyklus festigen konnte, haben sie ihn schon mit Hormonen gelenkt. Und erst nach dem Absetzen lernt ihr verwirrter Körper, normal zu funktionieren. Die Menstruation und die Psyche sind eng miteinander verknüpft und der Menstruationszyklus lässt sich auf dem psychosomatischen oder homöopathischen Weg schön hinkriegen, ohne die Notwendigkeit hormoneller Ingenieurskunst", erklärt die Ärztin. Aber beschuldigen wir nicht nur Ärzte und Pharmafirmen, die Ursachen sind nämlich oft tiefer und manchmal sogar in der Familie zu finden. "Die Botschaft, die die heutigen erwachsenen Frauen von ihren Müttern bekamen, war klar: Sieh bloß zu, dass du nicht mit 20 schwanger wirst, sonst verdirbst du dir dein Leben wie ich auch. Ihre Geschichte sieht nun jedoch so aus, dass sie mit 30 nicht schwanger werden können und ihre sorgfältig aufgebaute Welt zusammenbricht", sagt sie. Sie selbst ist Verfechterin einer heute eher alternativen Sicht auf das Mutter-Sein: Es ist besser, mit 20 während des Studiums schwanger zu werden als als gestresste 30jährige, bei der auch die dritte künstliche Befruchtung nicht anschlägt.

Der Debatte über die Tauglichkeit hormoneller Antikonzeptiva hat sich auch eine Diskussion über Geburten angeschlossen. Mit ihrer Meinung steht Helena Máslová weder auf der Seite der Verfechter von Hausgeburten noch auf der der Ärzte, die so etwas graust. "Mir würden Geburtshäuser gefallen, wo die Geburt so natürlich wie möglich ablaufen kann, damit ängstliche Fauen nicht traumatisiert werden", sagt die Ärztin. Ein weiterer Teil der Patienten, die zu ihr kommen, hat nämlich große psychische Beschwerden gerade wegen Geburtstraumata. "Wenn die Geburt nicht gelingt, empfinden sie das als ihre Schuld und kommen sich minderwertig vor, was sich auch in ihrem weiteren Leben widerspiegelt. Häufig kann hinter einer Scheidung auch eine vermasselte Geburt stehen", warnt sie. Und vor diesen Sachen möchte sie auch in Zukunft warnen. Beispielsweise bereitet sie ein Buch über die Problematik erhöhter spontaner Fehlgeburten vor und möchte ein Buch herausgeben über verschiedenste weibliche Strategien im partnerschaftlichen und Familienleben, die sich in den vergangenen Generationen beträchtlich verändert haben.


Vielleicht interessiert es ja die Eine oder Andere von euch, ansonsten war's eine nette Auffrischung der Sprache. ;-)

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 Betreff des Beitrags: Re: Artikel über massive hormonelle Vehütung und mögliche Fo
BeitragVerfasst: 13. September 2012 12:50 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 16. August 2005 23:04
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Ich hab den Artikel nicht zuende gelesen, sondern nur bis zu dem Absatz, dass die hormonelle Verhütung auch nach dem Absetzen zu dauerhafter Unfruchtbarkeit geführt habe - so eine Wirkung hat hormonelle Verhütung nicht. Wenn Unfruchtbarkeit besteht, war sie auch vorher schon vorhanden und nur überdeckt. Der Artikel ist also meiner Ansicht nach nicht sachlich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Artikel über massive hormonelle Vehütung und mögliche Fo
BeitragVerfasst: 13. September 2012 12:51 
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Kurven-Rätslerin

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Ich bin auch nicht mit allem einverstanden, was da drin steht, wollte euch aber dennoch einfach daran teilhaben lassen. :)

Edit: Ich könnte mir auch vorstellen, dass sie vielleicht eher meint, dass der Zyklus u.U. eine ganze Weile braucht, bis er sich nach dem Absetzen eingependelt hat und die Frauen in der Zeit natürlich erstmal nicht schwanger werden können. Ist aber nur Spekulation meinerseits.

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 Betreff des Beitrags: Re: Artikel über massive hormonelle Vehütung und mögliche Fo
BeitragVerfasst: 13. September 2012 13:22 
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NFP-Kaiserin

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Thorid hat geschrieben:
Ich könnte mir auch vorstellen, dass sie vielleicht eher meint, dass der Zyklus u.U. eine ganze Weile braucht, bis er sich nach dem Absetzen eingependelt hat und die Frauen in der Zeit natürlich erstmal nicht schwanger werden können. Ist aber nur Spekulation meinerseits.

Das sehe ich in dem Satz
Zitat:
Es war ihr Mittel zur künstlichen Unfruchtbarkeit, das zu einer dauerhaften Unfruchtbarkeit auch nach dem Absetzen führte.

nicht.

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Mein Herz ist Buchstabenliebhaberin (0707), ist Herzblutbiologensohn (0309), ist Herzwärmer (0913) und Weltherrscherin2b (0815). ✰ (1014). Bild
Genitiv ins Wasser, weil es Dativ ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Artikel über massive hormonelle Vehütung und mögliche Fo
BeitragVerfasst: 13. September 2012 13:23 
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Kurven-Rätslerin

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Thorid, danke für den interessanten Artikel! *knutsch*

Im letzten SPIEGEL war ein Artikel, der in eine ähnliche Richtung ging wie das hier:

Thorid hat geschrieben:
"Die Botschaft, die die heutigen erwachsenen Frauen von ihren Müttern bekamen, war klar: Sieh bloß zu, dass du nicht mit 20 schwanger wirst, sonst verdirbst du dir dein Leben wie ich auch. Ihre Geschichte sieht nun jedoch so aus, dass sie mit 30 nicht schwanger werden können und ihre sorgfältig aufgebaute Welt zusammenbricht", sagt sie.

Unsere Mütter haben uns eingeimpft, dass wir ja nicht jung schwanger werden sollen. Aber spät schwanger werden klappt eben oft nicht mehr. Wie könnte ein gangbarer Mittelweg aussehen? (Das wäre vermutlich aber ein Thema für einen eigenen Strang ... )


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 Betreff des Beitrags: Re: Artikel über massive hormonelle Vehütung und mögliche Fo
BeitragVerfasst: 13. September 2012 13:55 
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NFP-Prinzessin

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Man muss aber auch sagen, dass 30 nicht "spät" ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Artikel über massive hormonelle Vehütung und mögliche Fo
BeitragVerfasst: 16. September 2012 00:29 
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NFP-Gräfin

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Estreya hat geschrieben:
Ich hab den Artikel nicht zuende gelesen, sondern nur bis zu dem Absatz, dass die hormonelle Verhütung auch nach dem Absetzen zu dauerhafter Unfruchtbarkeit geführt habe - so eine Wirkung hat hormonelle Verhütung nicht. Wenn Unfruchtbarkeit besteht, war sie auch vorher schon vorhanden und nur überdeckt. Der Artikel ist also meiner Ansicht nach nicht sachlich.


Mh... also ich meine schon Studien zu sehr jungen Pillennehmerinnen gelesen zu haben, deren Körper es dann später nicht mehr ,,nachlernen" konnte, auch zu ca. 1% aller Pillennehmerinnen, die unfruchtbar blieben (hier stand aber nichts zu den wirklichen Ursachen) und bei der Spritze kann wohl die Gebärmutterschleimhaut einfach zu degeneriert bleiben. *kopfkratz*

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 Betreff des Beitrags: Re: Artikel über massive hormonelle Vehütung und mögliche Fo
BeitragVerfasst: 16. September 2012 08:54 
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NFP-Prinzessin

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Nein, das ist definitiv falsch, es bleiben nicht 1% aller Pillennehmerinnen unfruchtbar. Dass hormonelle Verhütung soche Spätfolgen hat, wurde noch nie nachgewiesen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Artikel über massive hormonelle Vehütung und mögliche Fo
BeitragVerfasst: 16. September 2012 13:27 
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NFP-Gräfin

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Ich kenn nur ne Studie nach der das Fehlgeburtenrisiko erhöht wird und eine, wo das Chlamydienrisiko höher sein soll (die wiederum unentdeckt ja zu Unfruchtbarkeit führen können)


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 Betreff des Beitrags: Re: Artikel über massive hormonelle Vehütung und mögliche Fo
BeitragVerfasst: 16. September 2012 13:35 
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Fingerwundschreiberin

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Mondscheinkind hat geschrieben:
Ich kenn nur ne Studie nach der das Fehlgeburtenrisiko erhöht wird und eine, wo das Chlamydienrisiko höher sein soll (die wiederum unentdeckt ja zu Unfruchtbarkeit führen können)

Hättest Du da vielleicht einen Link für meine Studiensammlung? *sonne* Danke!

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 Betreff des Beitrags: Re: Artikel über massive hormonelle Vehütung und mögliche Fo
BeitragVerfasst: 16. September 2012 13:40 
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NFP-Guru

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Beiträge: 2558
Da ist dann wieder die Frage nötig in wie weit daran tatsächlich die Pille schuld ist.
Pille bedeutet für viele natürlich auch Verzicht auf Kondome. Das erhöht das Risiko für ansteckungen. Kondome und die Pille sind die am häufigsten verwendeten Verhütungsmittel, alles andere kommt von der reinen Anzahl her weit danach.

Es ist also schwer festzustellen ob die Pille an sich ein höheres Risiko mit sich bringt oder ob es das veränderte Verhalten ist.

Es wird ja auch auf das genauere Wissen um die fruchtbare Zeit zurückgeführt, dass NFP Anwenderinnen einen niederigeren Pearl Index bei Kondomen erreichen als die Durchschnittsbevölkerung. Bewiesen ist das aber nicht. Es könnte auch an anderen Faktoren liegen.


Das mit der Unfruchtbarkeit nach absetzen der Pille ist auch so eine Sache. Sicher fällt eine Unfruchtbarkeit oft erst auf, wenn die Pille wegen Kinderwunsch abgesetzt wird. Ob vor der Pille Fruchtbarkeit gegeben war weiß man damit noch lange nicht.
Es gibt keine Belege dafür, dass die Pille zu dauerhafter Unfruchtbarkeit führt. Zyklusstörungen direkt nach dem absetzen sind belegt. Die können natürlich auch eine ganze Weile anhalten. Aber irgendwann fällt auch das als mögliche Ursache für Unfruchtbarkeit weg.

So kritisch ich die Pille auch sehe, solche unhaltbaren Mythen müssen nicht noch weiter verbreitet werden.

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Die Erde ist ein Nudelsieb


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 Betreff des Beitrags: Re: Artikel über massive hormonelle Vehütung und mögliche Fo
BeitragVerfasst: 16. September 2012 13:49 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 6. September 2011 14:36
Beiträge: 671
NFP seit: Dezember 2011
Mich würde interessieren, wie das mit den Fehlgeburten zustande kommt. *kopfkratz* Könnte mir vorstellen, dass das in de ersten Zyklen so ist, weil die Schleimhaut in der Gebärmutter nicht gut genug hält, weil sie ja durch die Pille unzureichend aufgebaut wurde. Macht das Sinn?
*durchdreh*

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 Betreff des Beitrags: Re: Artikel über massive hormonelle Vehütung und mögliche Fo
BeitragVerfasst: 16. September 2012 14:59 
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NFP-Prinzessin

Registriert: 16. August 2005 23:04
Beiträge: 5884
Die Pille führt nicht zu Clyamidien, sondern Geschlechtsverkehr führt zu Clamydien. Das ist ähnlich wie die Aussage, dass die meisten Menschen nach dem Genuss von Brot sterben.

Das mit dem Fehlgeburtenrisiko ist mir auch neu und dazu möchte ich eine seriöse Quelle sehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Artikel über massive hormonelle Vehütung und mögliche Fo
BeitragVerfasst: 16. September 2012 15:18 
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NFP-Gräfin

Registriert: 19. September 2004 13:36
Beiträge: 3465
Ein Artikel der in der FAZ kam: http://www.babycomp.it/de/de_artikel-1.htm

Chlamydien:
Zitat:
4. Infektförderung:

Auch diese wird in der Literatur kontrovers behandelt. Ein direkter Trend zur Infektförderung (Steroide erniedrigen die Immunabwehr) und das durch die OH begünstigte veränderte Sexualverhalten scheinen aber Infekte im Genitalbereich und die - auch durch verschiedene andere Gründe verursachte - vermehrte Kinderlosigkeit von Pillenkonsumentinnen (M. Vessey und andere Autoren) eindeutig zu fördern. Die gefürchteten Chlamydieninfekte z. B. werden unter OH 2-3 mal häufiger gemeldet als ohne OH.

Eine Beobachtung zur Frage der Mutation von Viren durch OH: Lesbierinnen haben praktisch nur Herpes-Virus I (sie brauchen keine OH). Hetersosexuelle Frauen haben überwiegend das Herpes-Virus II. (Prof. Frech, Kalifornien, der eine Hauptursache für solche virale Mutationen in den durch die OH veränderten Säureverhältnissen der Scheide sieht.)

Ist als Artikel auf (ich weiß,die Seite is umstritten):http://www.aktion-leben.de/Sexualitaet/Verhuetung/sld04.htm

Zitat:
:
Als Risikofaktoren hinzu kommen Rauchen, Fasten und eventuell auch die Pille . Denn bei Raucherinnen ist die Zahl der immunkompetenten Langerhans-Zellen in den Oberflächenepithelien des Genitaltrakts signifikant vermindert. Unterkalorische Ernährung, zu der Teenager aus Sorge um ihre schlanke Linie neigen, kann ovulatorische Zyklen verhindern und die östrogendominierte Entwicklungsphase erheblich verlängern. Auch hormonelle Kontrazeption könne möglicherweise die individuelle Aufnahmebereitschaft für Chlamydien erhöhen, vermuten die Autorinnen. Jedenfalls waren in Untersuchungen Teenager, die die Pille einnahmen, um bis zu achtfach häufiger infiziert als jene, die keine hormonelle Methode zur Empfängnisverhütung verwendeten.

Quelle:http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_gynaekologie_infektionskrankheiten_chlamydien_1177063613.htm


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 Betreff des Beitrags: Re: Artikel über massive hormonelle Vehütung und mögliche Fo
BeitragVerfasst: 16. September 2012 16:18 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 21. September 2011 21:38
Beiträge: 618
NFP seit: 2013 Verhütung
2020 Verhütung
Dazwischen Pille
Estreya hat geschrieben:
Man muss aber auch sagen, dass 30 nicht "spät" ist.


Ich glaube, dass man das nicht so einfach sagen kann!

Das Alter, in dem eine SS als "normal" (bzw zumindest nicht "früh" oder "spät") angesehen wird hat doch vielmehr soziale und kulturelle Einflüsse (und natürlich wird es ebenso von persönlichen Erfahrungen beeinflusst).

Rein biologisch ist der weibliche Körper zwischen 20-30 am fruchtbarsten. Und Richtung 30 nimmt es schon ab. Nicht umsonst beginnt die Fruchtbarkeit schon relativ früh.

Früher wurde man mit Ende 20 schon als Risikoschwangere bezeichnet (meine Schwiemu bekam mit 28 ihr 3.Kind und sie wurde gefragt ob sie es wirklich bekommen wolle, da es behindert sein könne wegen ihrer "hohen" Alters!)

Heute ist es eben "normal" erst mit 30 anzufangen!

Und ich für meinen Teil finde 30 schon spät. Zumindest für das erste Kind. Unser Sohn kam als ich 21 war. Das war etwas früh. Sehr gut haette ich so 24/25 gefunden, aber leider konnte ich das mit meiner Erkrankung nicht selber entscheiden.

Aber das waren nur grad meine persönlichen Gedanken zu diesem Satz *freunde*

_________________
Nach 8 Zyklen 2013 wieder Pille begonnen (Langzyklus)
Seit 02/2020 wieder NFP zur Verhütung, derzeit im 1. Zyklus pp: kurvenreich/kurve-17231.html


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