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What if ovaries could live forever?Inhalt: Eierstöcke scheinen kleine Mengen Stammzellen zu enthalten, aus denen sich auch jenseits der Menopause Eizellen gewinnen lassen könnten. Jonathan Tilly, Reproduktionsmediziner am Massachusetts General Hospital in Boston, hat vor 10 Jahren begonnen, zu diesem Thema zu forschen. Anlass dazu war, dass auch weibliche Mäuse (Mäusinnen?

) eizellenproduzierende Stammzellen besitzen. 2009 gelang es chinesischen Wissenschaftlern, diese Mäuse-Stammzellen zu isolieren und daraus in künstlichen Verfahren Nachwuchs zu züchten. Selbiger entwickelte sich völlig normal. Tilly wiederum ist es nun offenbar gelungen, auch aus menschlichen Eierstöcken Stammzellen zu gewinnen, die sich ihrerseits in normale Eizellen weiterentwickelten. Überlegungen, diese Eizellen zu befruchten um zu schauen, ob normal entwickelte Embryonen daraus entstehen, bringen logischerweise recht gravierende ethisch-moralische und nicht zuletzt auch juristische Probleme mit sich; dennoch ist Tillys Forschung natürlich ein Meilenstein in der Reproduktionsmedizin und wirft ein völlig neues Licht auf die bisher als endlich angenommene weibliche Fruchtbarkeit. Auch für Frauen, die auf Kyrokonservierung oder vergleichbare Verfahren mit zT. nicht unerheblichen Nebenwirkungen angewiesen sind, dürfte diese Nachricht spannend sein. Allerdings darf man dabei nicht vergessen, dass Eizellen recht sensible Gebilde sind, von daher ist weitere Forschung notwendig, um zu sehen, inwieweit die neugewonnenen Eizellen tatsächlich für die Reproduktionsmedizin nutzbar sind.