Smilla hat geschrieben:
Es werden auch mehr Nasen als früher operiert, mehr Frauen schminken sich täglich etc. Wer von uns vertraut denn in dem Bereich der Natur?

marina81 hat geschrieben:
Soll doch jede Frau so gebären, wie sie möchte.
Sorry ihr zwei, da möchte ich euch bestimmt, aber FREUNDLICH!

, widersprechen. Ich habe erst vor ein paar Tagen wieder den Kopf geschüttelt über diese Ansicht, wir würden doch sonst auch so modern denken und nur beim Thema Geburt einen auf "back to the nature" machen. Mal ganz abgesehen davon, dass ich sowieso finde, dass wir viel zu abhängig von neuen Techniken und modernem Zeugs werden (keine Sorge, nicht in dem Maße, dass ich mit Strohsandalen und kompletter Baumwolle am Leibe herumrenne, und selbst wenn, was soll's? ;) ), ist euch bewusst, was für Risiken bei Kaiserschnitten bestehen? Bevor ich diese aufzähle: Im Notfall bin ich vollkommen FÜR einen Kaiserschnitt. DAFÜR ist er erfunden worden. Aber nicht für ein "uh, eine Geburt schmerzt so sehr" oder oh, der 09.09.09 ist ja so ein schönes Datum für einen Geburtstag" etc. Sind wir Gott? (sorry, sehr provokativ, ich weiß. ;) ) Hier ein paar Argumente, die meine Meinung und Theorie stützen sollen und dann ziehe ich mich auch wieder zurück:
1. was die geringeren Schmerzen angeht: man sollte sich immer bewusst machen, dass der Kaiserschnitt eine große Bauch-OP ist. Man wird sediert, man bekommt einen Blasenkatheter und vor allem bleiben zwei Narben zurück. Und die an der Gebärmutter kann (!!) bei einer späteren Geburt auch mal wieder aufplatzen. Und nach einer Spontangeburt ist man meist sehr viel schneller wieder auf den Beinen und sogar zu Hause, manchmal noch am gleichen Tag. Bei einem liegt man mind. 5 Tage im KH.
2. Was die Sterberaten angeht: Die Muttersterblichkeitsraten heutzutage sind sehr gering, und trotzdem weiß ich von meiner Mutter (Hebamme), dass ein nicht unerheblicher, prozentual gesehen sogar einer der größten (wenn nicht sogar der größte) Teile aufrgund einer Thrombose ausgelöst durch einen KS stirbt.
3. Man stellt vermehrt einen Zusammenhang zwischen Hyperaktivität sowie Bindungsproblemen und Kaiserschnitt fest. Man nimmt stark an, dass die Hormone, die unter der Geburt auf Kind und (!) Mutter einwirken für den Bindungsprozeß verantwortlich sind.
4. Auch Lungenprobleme wie Asthma kommen bei KS-Kindern vermehrt vor. Das liegt wiederum daran, dass das Fruchtwasser im Geburtskanal aus der Lunge gepresst wird.
Okay, genug. Ich will hier auch keinen "Krieg" auslösen. Ich glaube einfach, dass es heutzutage eine recht mangelnde Aufklärung bezüglich Kaiserschnitte gibt (nicht zuletzt weil die Ärzte daran mehr verdienen...

). Und nochmal: wenn nötig, dann natürlich Kaiserschnitt. Aber bevor man diesen Weg aus freien, medizinisch nicht begründeten, Stücken wählt, glaube ich, so sollte man sich gute Gedanken darüber machen. Die TK hat dazu eine wirklich interessante Broschüre herausgegeben.
http://www.tk-online.de/tk/landesvertre ... 009/168268Und nochmal: Ich will keinen angreifen!

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Seit 08/09 endlich hormonfrei!!
