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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 30. Januar 2013 17:34 
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NFP-Gräfin

Registriert: 23. Juli 2004 09:13
Beiträge: 4619
NFP seit: 01/2004
she hat geschrieben:
Die Diane wird jetzt in Frankreich zur Verhütung verboten:
http://www.tagesschau.de/ausland/bayer- ... ch100.html
Wäre ja ganz schön, wenn sich in anderen Ländern auch was tut.
viewtopic.php?f=15&t=51461
*undweg*

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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 30. Januar 2013 19:20 
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Beiträge: 1700
Wohnort: Dinslaken
Die Verhütung ist auch nur eine "Nebenwirkung" der Diane ... eigentlich ist das Zeug für die Aknetherapie gedacht und soll nach abklingen der Beschwerden eh durch ein anderes Präparat ersetzt werden...

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Bröckchen ('14), Mullemaus ('19) und *


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 Betreff des Beitrags: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Medien
BeitragVerfasst: 30. Januar 2013 19:31 
Wobei ein "anderes Präparat" dann eine andere Antibabypille ist oder?


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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 30. Januar 2013 19:57 
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Beiträge: 1700
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Ja, genau. Da wird dann auf eine andere Pille mit einem weniger kritischen Gestagen umgestellt.

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 Betreff des Beitrags: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Medien
BeitragVerfasst: 30. Januar 2013 20:11 
Super Akne Behandlung ;) so werden schnell neue Kunden geangelt. Dann wäre es ja Marketing technisch sinnvoll, dass jedes Unternehmen quasi als Einstieg eine Akne Pille anbietet. So kann man einen großen Markt abgreifen. Oh man! :-/


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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 30. Januar 2013 23:32 
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NFP-Guru

Registriert: 28. März 2010 22:17
Beiträge: 2558
Das verwendete Gestagen hat vor allem bei Männern mit Prostakrebs zu Todesfällen geführt. In den Hohen Dosierungen die hier (oder auch zur hormonellen Kastration von Sexualstraftätern) verwendet werden kommt es unter Umständen zu schweren Leberschäden.

Das Thromboserisiko ist hier nicht höher als bei einigen anderen Pillen mit erhöhtem Risiko. Das Argument will mir ehrlich gesagt nicht in den Kopf. 4 Todesfälle in 25 Jahren bei so einem verbreiteten Präparat sind zwar tragisch, aber es erreicht nicht die Häufigkeit einiger Präparate, bei denen keiner daran denkt sie aus dem Verkehr zu ziehen.

Hier ein kritischer Artikel zu dem Wirkstoff von 1994 http://www.arznei-telegramm.de/html/1994_09/9409084_02.html


Ich sehe hier ein sehr großes Problem darin, dass man sich nicht an die Indikation des Präparates hält. Diane ist nicht als Verhütungsmittel zugelassen. Es hat eine verhütende Wirkung, die ist aber Nebeneffekt und nicht Ziel der Einnahme. Und genau das geht unter. Schade, dass da ein Verbot nötig ist. Eine sinnvolle Anwendung ist anscheinend nicht gerade üblich, dabei könnte bei sinnvollem Einsatz sicher der ein oder andere Patient profitieren.

Der Wirkstoff hat einen festen Platz in der Behandlung von Transsexuellen und Krebspatienten. Auch wieder toll, dass die jetzt verunsichert werden. *zunge*

Nur weil das Präparat nicht so eingesetzt wird wie es sein sollte, ist es noch lange nicht unnütz oder prinzipiell gefährlich. Die Nutzenrisikoabwägung wird von den behandelnden Ärzten zu lasch getroffen und auch viel zu schnell eine Indikation gesehen. Warum gelingt es nicht ein Problembewusstsein zu schaffen? Damit wäre ein Verbot nicht nötig. Bzw. nicht nötiger als bei so mancher anderen Pille.

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 Betreff des Beitrags: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Medien
BeitragVerfasst: 30. Januar 2013 23:37 
Ich bin leider eine davon, mit den Leberschäden. Aber man kann nichts machen, weder gegen die FÄ, noch gegen den Pharmakonzern :-(


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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 31. Januar 2013 09:29 
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NFP-Guru

Registriert: 28. März 2010 22:17
Beiträge: 2558
LaCaninchen hat geschrieben:
Ich bin leider eine davon, mit den Leberschäden. Aber man kann nichts machen, weder gegen die FÄ, noch gegen den Pharmakonzern :-(



Das tut mir leid. :-(
Grausig, dass man nicht ausreichend aufgeklärt wird, was man da mit seinem Körper macht. Es müsste so viel für Betroffene getan werden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 31. Januar 2013 10:07 
Noch vor einem Jahr wollte mir der FA die Juliette (Generikum der Diane 35) gegen erhöhte Androgenwerte und zur Verhütung verschreiben. Aber ich habe damals dankend abgelehnt. Er konnte meine Bedenken nicht verstehen.
Meine Mutter hat die Diane 35 jahrzehntelang nur zur Verhütung genommen, zum Glück ist nichts passiert.
Allerdings war mir noch sehr präsent, dass die Diane dann irgendwann in den 90ern als reines Verhütungsmittel verboten wurde wegen der möglichen Leberschäden. *angst*


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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 31. Januar 2013 10:14 
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NFP-Guru

Registriert: 28. März 2010 22:17
Beiträge: 2558
WerWieWas hat geschrieben:
Er konnte meine Bedenken nicht verstehen.


Das finde ich immer besonders hart, wenn der informierte Patient nicht ernst genommen wird. :-(
Es macht mich immer sehr wütend soetwas zu lesen. Es ist dein Körper, dir ist das Risiko bekannt, warum bildet er sich ein es nicht ernst zu nehmen, wenn du die Behandlung nicht möchtest?

Der Umgang mit diesem Thama ist einfach so lasch, dass ich mich sehr darüber Ärgere, dass ich die Therapie des Arztes nicht beim Patienten infrage stellen darf. *kopfWand*

Ich habe einfach das Gefühl man spielt Infos herunter, oder macht sie gerne weniger gut zugänglich als die tollen Werbeversprechen.
Das kann man natürlich nicht verallgemeinern, aber die Tendenz stößt mir ziemlich auf.

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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 31. Januar 2013 14:22 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 6. September 2011 14:36
Beiträge: 671
NFP seit: Dezember 2011
Auf Radio einslive haben sie gerade ein Interview mit Susan Tabbach von risiko-pille.de. Aufhänger war das Diane-Verbot, es ging aber auch allgemein um das erhöhte Thromboserisiko der Pillen der dritten und vierten Generation. Da scheint richtig was ins Rollen zu kommen (zumindest ist das zu hoffen) *daumenhoch* !

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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 31. Januar 2013 15:20 
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NFP-Königin

Registriert: 20. Juli 2005 20:20
Beiträge: 8495
NFP seit: 2005
Vielleicht auch interessant und soeben gelesen:

Zitat:
EMA überprüft Kontrazeptiva der dritten und vierten Generation
Auf Antrag Frankreichs will das Pharmacovigilance Risk Assessment Committee (PRAC) der europäische Arzneimittelbehörde EMA kombinierte orale Kontrazeptiva (KOK) der dritten und vierten Generation überprüfen: Aufgrund eines erhöhten Thromboserisikos dieser KOK soll geklärt werden, ob deren Gebrauch auf Frauen beschränkt werden sollte, die andere KOK nicht vertragen.

Venöse Thromboembolien (VTE) sind eine bekannte Komplikation von kombinierten oralen Kontrazeptiva, wobei das absolute Risiko (mit 20 bis 40 Fällen auf 100.000 Anwenderinnen und Jahr) insgesamt jedoch gering ist. Allerdings gibt es zwischen den einzelnen Präparaten Unterschiede. Das VTE-Risiko der heute gängigen KOK mit niedrigem Estrogengehalt (< 50 µg Ethinylestradiol pro Tablette) wird nach der aktuellen Datenlage vor allem vom Gestagenanteil beeinflusst. Während die Präparate der zweiten Generation in der Regel Levonorgestrel enthalten, enthalten Mittel der dritten Generation Desogestrel oder Gestoden. Kombinationen mit Drospirenon werden als Mittel der vierten Generation bezeichnet. Neuere Studien haben ergeben, dass Präparate der dritten und vierten Generation etwa doppelt so häufig mit venösen Thromboembolien assoziiert waren wie Levonorgestrel-haltige Präparate der zweiten Generation.

Mit einer Entscheidung des PRAC ist voraussichtlich Anfang Februar 2013 zu rechnen. Unter Umständen wird die Behörde das VTE-Risiko als wichtiges Auswahlkriterium für das geeignete KOK insbesondere bei Erstanwenderinnen berücksichtigen, so wie es in einigen europäischen Ländern (z.B. den Niederlanden, Belgien, Dänemark, England und Norwegen) bereits gängige Praxis ist.

Quelle:
Pressemitteilung der EMA vom 28.1.2013 (http://www.emea.europa.eu)


Das ist immerhin ein Schritt in die richtige Richtung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 31. Januar 2013 15:53 
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NFP-Guru

Registriert: 28. März 2010 22:17
Beiträge: 2558
Viktualia hat geschrieben:
Das ist immerhin ein Schritt in die richtige Richtung.


Es wäre ein sehr großer Schritt wenn die Indikationen dahingehend geändert werden. Wenn die Sicherheit über die "Zusatznutzen" gestellt wird ist das ein ganz deutliches Signal, dass es eben nicht um harmlose Bonbons geht und Verhütung alleine nicht Anlass für ein unnötig hohes Risiko sein darf.

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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 31. Januar 2013 15:54 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 17. Januar 2013 23:52
Beiträge: 554
Wohnort: Hessen
NFP seit: 2013
bin grad beim Mails abfragen darüber gestolpert:

http://web.de/magazine/gesundheit/sex/1 ... pille.html

was ich schonmal gut finde ist, dass man sich jetzt selbst in der "allgemeinen" Presse mal traut etwas kritischer über die Pille zu schreiben. Allerdings finds ichs schade, dass der Text gar keine Alternativen abietet und es dann im Schlusswort auch noch so wirkt, als wären Barrieremethoden ja sowieso blöd...

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*sonne* Liebe Grüße von Jeans und der kleinen Erdnuss (02/19)


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 Betreff des Beitrags: Re: Antibabypillen wg. NW und Todesfällen aktuell in den Med
BeitragVerfasst: 31. Januar 2013 16:03 
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Hochlagenjunkie

Registriert: 6. September 2011 14:36
Beiträge: 671
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Es wär einfach super, wenn das Thema eine breitere Öffentlichkeit bekommen würde und auch bei FÄs wie NutzerInnen mehr ins Bewusstsein rückt. Sicher kann eine Pille der neueren Generation in manchen Fällen die beste Lösung sein und ich stimme Alana da vollumfänglich zu, dass die Indikationen und die Verschreibungspraxis überprüft werden müssen *zustimm* . Dann gehen alle Beteiligten aber auch mit offenen Augen an die Sache dran.
*sonne*

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